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Vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. 1918 - 1939. Piper Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts von Raymond CartierGebundene Ausgabe von Piper Verlag GmbHAngebote ab EUR 19,00 ISBN: 349202677X, Erscheinungsdatum: August 1990 |
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Piper Lesebuch von Karin. PiperBroschiert von Piper Verlag GmbHAngebote ab EUR 0,01 ISBN: 3492108881, Erscheinungsdatum: Sept. 1990, Auflage: 2. Aufl., 40. Tsd |
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Die Akte Odessa. Roman. ( Piper Spannung). von Frederick ForsythBroschiert von Piper Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492155227, Erscheinungsdatum: Mai 1997, Auflage: N.-A. |
5 Kundenrezensionen:Gut recherchierter Thriller mit realem Hintergrund, der einen sofort in seinen Bann zieht! 5 von 5 PunktenDie literarische Qualität von Frederic Forsyth ist ja hinlänglich bekannt, und auch bei "Die Akte Odessa" wird der Autor einmal mehr seinem Ruf gerecht. Ein zusätzlicher Reiz entsteht bei der Geschichte dadurch, dass die Naziorganisation Odessa einen realen Hintergrund hat, was ebenso faszinierend wie beängstigend ist... Nicht nur für Forsyth-Fans eine Toppempfehlung! Ein Buch, dass jeder lesen sollte! 5 von 5 PunktenLieferung einwandfrei. Dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Lehrreiche Informationen über die Aufarbeitung von Geschichte in unserer Welt. Interessen und Interessenkonflikte, brandaktuell auch in der heutigen Zeit. Zeigt den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Whoa! Ein Anfall kollektiver Schuld... 4 von 5 Punkten...oder vielleicht doch nicht? Am 22. November 1963 wird der amerikanische Präsident J.F. Kennedy in Dallas ermordet. Am gleichen Tag ändert sich auch die Welt des jungen deutschen Journalisten Peter Miller, als er zum Schauplatz des Selbstmordes eines alten Mannes gerufen wird und in den Besitz von dessen Tagebuch gelangt. Die minutiösen Dokumentationen führen den jungen Deutschen in eine Welt ein, die er so weder kannte noch jemals kennen lernen wollte: die detaillierte Leidensgeschichte eines Überlebenden aus einem Konzentrationslager in Riga. Mit unaussprechlichen Grausamkeiten im Zuge der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie konfrontiert, stößt er auch auf den Namen des ausführenden SS-Offiziers: Eduard Roschmann, der "Schlächter von Riga". Als Miller liest, dass der Tote den Kriegsverbrecher vor kurzem frei und bei bester Gesundheit gesehen hat, macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Doch dazu muss in er in die Welt der Schatten eindringen, in die Welt von Odessa, der Nachfolgeorganisation der SS, die im Hintergrund ihre verbrecherischen Fäden spinnt und dort weiterzumachen gedenkt, wo sie 1945 gestoppt wurde: Die Vernichtung der Juden und nunmehr die Vernichtung des von arabischen Staaten umzingelten Israels am Vorabend des Sechs-Tage-Krieges von 1966. Frederick Forsyth hat sich im vorliegenden Buch überraschend einer Thematik angenommen, die mir schier den Atem stockt: Die Vernichtungspolitik im "Dritten Reich", der Umgang der verschiedenen Generationen mit der Frage der Schuld. Peter Miller gehört der ersten Generation an, die weder im Krieg war, noch Anteil an den nationalsozialistischen Untaten hatte - und doch mit dem Stigma eines Volkes befleckt ist, dem eine ganze Kollektivschuld aufgebürdet wird. Mit minutiös recherchierten Fakten und einer authentischen Geschichte geht Forsyth auf den Umgang (bzw. Verdrängung) der deutschen Nachkriegsbevölkerung mit ihrer Vergangenheit ein, lässt Briten und Amerikaner und vor allem Vertreter der nationalsozialistischen Opfer zu Wort kommen. Man mag die Untaten der Nazis und historischen Fakten kennen - aber all das verblasst, wenn man durch die schlichten Zeilen eines Tagebuchs in eine Geschichte eintaucht u statt Zahlen und Fakten ein ganzes Lebensschicksal ergründet. Darüber hinaus schreckt Forsyth auch nicht vor der ambivalenten Schuldfrage zurück, vor dem Verhältnis von persönlicher und kollektiver Schuld und lässt nicht zuletzt auch einen Mann (s)eine Antwort darauf geben, von dem man es zuallerletzt erwartet hätte. Um diese faszinierende Materie herum hat Forsyth eine allerdings recht schnörkellose und wenig ausgefeilte Geschichte entwickelt, die definitiv nicht zu seinen besten gehört. Als Kern der Geschichte soll sich die Motivation des Reporters herausstellen, die im Dunkeln bleibt u bis zum Ende äußerst schwer nachvollziehbar bleibt. Aber Forsyth ist für seine kleinen Überraschungen am Schluss nicht umsonst berühmt und berüchtigt. Fazit: Ein solider Politthriller, der durch die darin verarbeitete historische Hintergrundmaterie mit moralischen und ethischen Bezügen umso lesenswerter wird, zum Denken anregt und jede aufrechte Seele dazu zwingt, sich eine eigene Meinung zu dieser ambivalenten Thematik zu bilden, die auch heute nichts an Aktualität verloren hat. 3,5 Sterne. Im Fadenkreuz der ODESSA 4 von 5 PunktenFreitag, 20:30 Uhr nahe Osdorf hat der freie Journalist Peter Miller gerade seiner Mutter den wöchentlich Besuch abgestattet, als er im Radio von der Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy erfährt. Fassungslos wie viele andere Autofahrer fährt er rechts ran, um die Worte des Radiosprechers auf sich wirken zu lassen. Miller ist bestürzt, auch weil sich in den kommenden Tagen wohl wenig Chancen auf eine Top-Story auftun werden und die Titelgeschichten für Kennedy reserviert sein dürften. Doch ein Krankenwagen weckt sein Interesse. Der Journalist wittert eine Story. Angekommen am Tatort entpuppt sich die vermeintliche Story als einfacher Selbstmord eines alten Mannes. Doch Tags darauf erhält Peter Besuch von seinem Freund Karl Brandt, der die Ermittlungen im Fall Salomon Tauber leitet. Brandt übergibt ihm das Tagebuch des ehemaligen KZ-Häftlings und damit die Möglichkeit aus diesem doch eine Story zu machen. Die Lektüre und Recherchen fördern jedoch überraschendes zu Tage, der skrupellose KZ-Kommandant von Riga-Kaiserwald, Eduard Roschmann, auch bekannt als der Schlächter von Riga, könnte noch am Leben sein und unbehelligt in der BRD leben. Peter Miller nimmt die Verfolgung auf und gerät dabei nicht nur an bürokratische Hürden sondern auch ins Visier, der ODESSA, der Organisation ehemaliger SS-Angehöriger, die sich dem Schutz eben dieser verschrieben hat und zurzeit an einem Plan zur Vernichtung Israels feilt... Nach "der Schakal" war "die Akte ODESSA" Frederick Forsyths zweiter Politthriller, mit dem ihm als Autor der internationale Durchbruch gelungen ist. Das Buch ist dabei mit Hilfe von Simon Wiesenthal entstanden und greift dessen zeitweise populärer Verschwörungstheorie einer SS-Geheimgesellschaft auf, welche die Flucht von Nazi-Größen wie Josef Mengele oder Adolf Eichmann ermöglicht haben soll. Als Ergebnis der durch das Buch angeregten Diskussionen, sind die meisten ODESSA-Theorien heute längst widerlegt. Dessen ungeachtet ist die Akte ODESSA, wenngleich nur ein eher durchschnittlicher Forsyth-Thriller zwar kein literarisches Meisterwerk, aber dennoch spannend. Die relative Kürze des Werks zwingt Forsyth sich auf das wichtigste zu konzentrieren und dabei auch den Plot von großen Abschweifern zu bewahren. Sehr authentisch und auch zeitgeschichtlich interessant sind allerdings Forsyths Schilderung der mangelhaften Vergangenheitsbewältigung im Deutschland der 1960er-Jahre, sowie die Diskussion zwischen Miller und seiner Mutter, um die Verbrechen des NS-Regimes. Fazit: Eine faszinierende Mischung aus Fakt und viel Fiktion. Referenz des Politthrillers 5 von 5 PunktenNachdem ich beim Durchstöbern meines Bücherregals wieder zufällig auf dieses Werk gestossen bin: Ein Klassiker aus den 70ern, der Beginn von Forsyths Weltruf. Ein unheimlich spannendes Buch, ein Thriller, der sich um den Selbstmord eines Juden im Jahre 1963 und dem aufgefundenen Tagebuch rankt. Eines der spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich erinne mich noch, dass ich am Abend begonnen habe und das Buch im Frühen morgen, vollig gefesselt weggelegt habe. Meiner Meinung nach ist Forsyth nie besser gewesen. Ein Referenzwerk unter der Thrillerliteratur. |
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Ausländer rein. (7200 714). Warum es kein 'Ausländerproblem' gibt. ( Piper Aktuell) von Roland TichyBroschiert von Piper Verlag GmbHAngebote ab EUR 0,01 ISBN: 349210908X, Erscheinungsdatum: Dezember 1992, Auflage: 2. Aufl., 10. Tsd |
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Atlas zur Weltgeschichte. (Piper). Von den Anfängen bis zur Gegenwart von Hermann Kinder, Werner. HilgemannTaschenbuch von Piper Verlag GmbHAngebote ab EUR 3,99 ISBN: 3492027695, Erscheinungsdatum: Oktober 1988, Auflage: 2., erw. A. |
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Piper Almanach zum 70. Jahr. 1964-1974 von Klaus PiperBroschiert von PiperPreis bei Amazon: EUR 8,00, Angebote ab EUR 0,49 ISBN: 3492020577, Erscheinungsdatum: 1974 |
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Tochter und viel mehr: Eine autobiographische Reise (Serie Piper) von Mirjam MünteferingBroschiert von Piper Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 2,89 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492251285, Erscheinungsdatum: Mai 2008 |
5 Kundenrezensionen:Geradeheraus 5 von 5 PunktenIch hatte schon einige Romane von Mirjam Müntefering gelesen, als ich mir diese großartige Autobiografie kaufte. Und wie gewohnt wurde ich nicht enttäuscht. Das Autobiografische erfährt man praktisch ganz nebenbei, weil alles in eine süße Geschichte verpackt ist. Schöne Familienfotos sind auch dabei, so stellt man sich eine gelungene Autobiografie vor. Absolut lesenswert 4 von 5 PunktenIch gehöre wohl zu den Wenigen, die dieses Buch als erstes Buch von Frau Müntefering lesen...doch es wird definitiv nicht das Letzte gewesen sein. Das Buch ist amüsant, interessant und kurzweilig. Hab es fast komplett durchgelesen, weil ich vor allem nicht erwarten konnte, wie die Rahmengeschichte, die die autobiographischen Erzählungen der Autorin einbettet, weitergeht. Diese Rahmengeschichte fand ich auch wirklich sehr gut. Schön erzählt. Nichts zu meckern. Auch die atuobiographischen Teile, die ja eigentlich den Hauptpart des Buches ausmachen, sind sehr schön geschrieben. Durch die Erzählungen wird einem die Autorin direkt sympatisch. Ihre Erzählungen sind informativ und trotzdem unterhaltsam. Was ich schade finde ist, dass sie mit wirklich persönlichen Erzählungen doch sehr zurückhaltend war. Der Klappentext lässt den Leser erwarten, dass Frau Müntefering sich als Frau mit all ihren Facetten darstellen möchte. In Bezug auf die Punkte Tochter, Hundetrainerin, Autorin und Freundin gelingt ihr das auch wirklich sehr gut. Die mehr oder weniger komplette Ausklammerung des Lebens mit ihrer Lebensgefährtin lässt das Buch aber ein wenig unvollkommen erscheinen. Ich kann durchaus verstehen, wenn Frau Müntefering diesen Bereich nicht mit der Allgemeinheit teilen möchte...trotzdem ist es so, dass man diesen Aspekt in einer Autobiographie schon erwartet. Aus diesem Grund "nur" 4 Sterne...vom Schreibstil her, wären es aber auf jeden Fall 5 gewesen. Ich hab es verschlungen 5 von 5 PunktenDas war mal wieder ein Meisterwerk, der so beeindruckenden und talentierten Frau Müntefering. Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich bisher von noch keinem Ihrer Bücher enttäuscht wurde. Es ist mit viel Witz und leidenschaft geschrieben.Eben einfach Mirjam Müntefering. Ich hoffe das bald ein weiteres Buch folgen wird. Einfach nur empfehlenswert!!! Ein wirklich gutes Buch! 5 von 5 PunktenIch fand dieses Buch wirklich sehr gut. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht etwas von Mirjam Münterfering zu lesen. Das Buch ist ist interssant und in einem guten Stil geschrieben. Es ist keine Autobiograhie im üblichen Sinne sondern eher als eine Art Reisebericht mit der Angabe persönlicher Details geschrieben. Auch diejeniegen, die eher keine typischen Biographien-Leser sind können dieses Buch also bedenkenlos lesen. Alles in allem: "ein gelungenes Buch"! Der Autorin vielen Dank für ein paar schöne Stunden während des lesens. Ein interessantes Leben 5 von 5 PunktenNichts wünscht man sich als Leserin mehr, als dass die Autorin, von der man alle Bücher verschlungen hat, nun auch endlich mal etwas über sich preisgibt. Auf den Lesungen traut man sich ja zumeist doch nicht zu fragen. Auch aus Furcht, dass man die 2.492zigste ist, die auf diese Idee kommt ... Und da ist es: schwarz auf weiß kann jeder nun Ausschnitte aus Mirjam Münteferings Leben nachlesen. Fernab von Selbstbeweihräucherung - aber auch weit weg von Understatement! Man merkt: die weiß, was sie drauf hat! Und das ist auch gut so! :-) Schön, dass das Buch so viele andere Mirjams zeigt als nur die professionelle Schreiberin. Da ist noch die kindliche Entdeckerin, die Abenteurerin, die Schwärmerische, die Begeisertungsfähige und - natürlich nicht zu vergessen - die passionierte Hundeliebhaberin und -trainerin. Wie sie es schafft, zwei Berufe - ohne an Arbeit zu ersticken - unter einen Hut zu bekommen; wie oft es ihr auch heute noch passiert, dass sie auf ihren Vater angesprochen wird (und welchen unfassbar penetranten Ehrgeiz manche dabei entwickeln); wie ihr "nationales" Coming-Out verlief, wie ihre Eltern auf ihre Öffentlichmachung reagiert haben - dies sind nur wenige von sehr vielen Themen, die Mirjam Müntefering in ihrem Buch anreißt. Man lernt hier eine vielseitige, kreative, träumende Frau kennen, die sich ihr Leben lang "anders" gefühlt hat - jedoch nicht, weil sie zufällig Frauen liebt ... Für alle, die das Buch noch vor sich haben: ich wünsche viel Spaß und Spannung bei diesem liebevoll erzählten Stück Leben! PS: Ganz besonders gefallen hat mir die Geschichte rund um Sammy ... |
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und unversehens ist es Abend von Richard Friedenthal, Klaus. PiperGebundene Ausgabe von Piper Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 16,00, Angebote ab EUR 4,14 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492021921, Erscheinungsdatum: November 1984 |
Eine Kundenrezension:Wunderbar, wunderbar, wunderbar 5 von 5 Punktenist diese Sammlung von Texten von und über Friedenthal. Er ist ein leider fast vergessener Schriftsteller, der dieses Schicksal keinesfalls verdient. Das Buch lohnt sich alleine schon für Friedenthals Lebenserinnerungen. Ein Leben, das spannender nicht sein kann und das typisch ist für ein Schicksal im Nationalsozialismus, das ihn zu einem Engländer aus Überzeugung hat werden lassen. |
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Gratwanderung (Serie Piper Band 293) von Jewgenia GinsburgTaschenbuch von Piper VerlagAngebote ab EUR 1,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492005934, Erscheinungsdatum: 1984, Auflage: Neuausgabe |
4 Kundenrezensionen:Gratwanderung 4 von 5 PunktenJewgenia Ginsburgs 2. Teil ihrer Memorien "Gratwanderung" (1. Teil "Marschoute eines Lebens") stellt das Leben des Gulags seitens "politischer" Häftlinge, die in den meisten Fällen zu Unrecht denunziert wurden, dar. Jewgenia beschreibt den Lageralltag, die Entmenschlichung und Entrechtung der Inhaftierten, die unendliche Würdelosigkeit, deren diese gequälten Menschen ausgesetzt waren, die nicht mehr als Menschen leben durften. Doch nehmen auch kurzzeitigen Momente der Hoffnung in Ginsburgs Werk Platz ein. Jewgenia Ginsburg ist sinnbildlich für das Erleben von als politisch eingestuften "Staatsfeinden" (die grundlos für Jahrzehnte, in J. Fall 18 Jahre zur Zwangsarbeit, verbannt wurden). Das Buch gibt auch eine Ahnung über den Schrecken von Teilen der russischen Bevölkerung, sowie polnischer Verbannter und, für Bundesdeutsche meist unbekannt, das Schicksal russlanddeutscher Verbannter. Darunter auch der Krimdeutsche Anton Walter (der das "Glück" hatte als Lagerarzt zu arbeiten), den Jewgenia später heiratete. Da Erlebnisberichte in der ehemaligen SU illegal werden, musste dieser Bericht außer Landes geschmuggelt werden. Heute ist er in vielen Sprachen erhältlich. Es sollte eine Pflichtlektüre in deutschen Schulen werden, so dass auch hiesige Menschen über diesen Teil der Allgemeinbildung Bescheid wissen. Der Archipel Gulag aus weiblicher Sicht 5 von 5 PunktenDas Besondere an dem Buch ist in meinen Augen, dass es ein Dokument menschlicher Größe darstellt, geschrieben vor dem Hintergrund unvorstellbaren Grauens; das Bemerkenswerte daran: ohne jegliche Verbitterung berichtet Ginsburg darüber, wozu Menschen in der Lage sind, sofern sie nur die Mittel erhalten. Biografien gibt es viele, solche die auf hohem Niveau reflektieren und allgemein Menschliches darlegen, in dem man sich wiederfinden kann, sind eine Seltenheit. Ginsburg ist genau das gelungen und man kann ihr nur eine große Leserschaft wünschen, die das zu würdigen weiß. äußerst empfehlenswert für Ostler und Westler aller Art 5 von 5 PunktenIch suche seit längerer Zeit erfolglos den 1.Teil "Marschroute eines Lebens", nachdem ich den daran anschließenden Teil "Gratwanderung" gelesen habe. Dieses bewegende Buch ist sehr gut geeignet dafür,einen Ostler wie mich auf den Boden der Realitäten zurückzuholen, wenn man in nostalgischer Rückschau geneigt ist, die Vergangenheit im Ostblock zu schönen, zu idealisieren, durch die rosarote Brille zu sehen und die jetzigen Zustände und Verhältnisse zu beschimpfen. Typisch menschlich : man merkt sich das Gute aus der Vergangenheit und verdrängt rasch das Üble. Mich hat das Buch, als individueller persönlicher Erlebnisbericht, viel mehr angesprochen als alle allgemeinen Geschichtsbetrachtungen oder mehr umfassenderen Darstellungen über die stalinistischen Verfolgungen, die ich bisher gelesen habe. ("Archipel Gulag" - zu dick, anderes zu cool, zu trocken, zu wissenschaftlich in der Betrachtung, aber das muß ja auch sein.) Ein sehr bewegendes Buch über die Stalin-Zeit 5 von 5 PunktenJewgenija Ginsburg's ?Gratwanderung" und ?Marschroute eines Lebens" - das sind zwei Bücher, die ich jedem wärmstens empfehlen kann, der sich etwas für Russland und insbesondere die Stalin-Ära interessiert. Indem sie ihre eigenen Erlebnisse und Empfindungen schildert, beschreibt sie sehr detailliert das System des Stalin'schen Terrors der 30er bis 50er Jahre. Das Erschütternde daran ist, das Jewgenija Ginsburg eigentlich überzeugte Kommunistin ist und das Buch auch aus der Sicht eines von der Sache immer noch überzeugten Kommunisten schreibt. Dennoch wird sie denunziert und vom NKWD verhaftet; es folgen mehr als 15 Jahre Folter und Untersuchungshaft, Gefängnis und Arbeitslager ... Die o.g. Bücher von Jewgenija Ginsburg haben mir persönlich viel besser gefallen als andere zum gleichen Thema, auch z.B. von Alexander Solschenyzin... |
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Sehnsucht nach Gott: Leben als christlicher Geniesser von John PiperGebundene Ausgabe von 3l Verlag GmbhPreis bei Amazon: EUR 15,40, Angebote ab EUR 12,39 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3935188293, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Weg mit dem depressiven und eingeschüchterten Christenleben 5 von 5 PunktenJohn Piper vertritt in diesem Buch eine für die meisten Christen sehr erstaunliche These: Wir leben um Gott zu verherrlichen i n d e m wir uns an Ihm erfreuen. Kein kantisches Pflichtbewusstsein, sondern purer Hedonismus. Gott bietet uns nicht nur Freude an, sondern er erwartet es von uns, dass wir ihn und seine Gaben genissen, wie wir nur können . In zehn Kapiteln geht der Autor Schritt für Schritt durch Themen wie Gebet, Ehe, Leiden, Geld, Mission usw. Und in allen bemüht er sich deutlich zu machen, dass unsere größte Motivation die Freude an Gott sein soll. Dabei argumentiert er sehr nah an der Bibel und schafft es wirklich den biblischen Text sagen zu lassen, was dieser sagen will. Und gerade dass gibt dem Leser das Gefühl, diese Schriftstellen zum ersten Mal wirklich verstanden zu haben. Dieses Buch ist eine wirkliche Feier christlicher Tugenden und von der ersten bis zur letzten Seite herausfordernd. Niemand der dieses Buch liest wird es ohne eine veränderte Sicht dessen, worum es wirklich im Leben geht, wieder zuklappen. Vor allem für die, die eher ein trübes, von Schmerzen und Depressionen geprägtes Leben als Christ kennen oder beobachten, wird dieses Buch eine befreiende Wirkung haben, von der man bis ins Letzte überrascht sein wird. Dieses Buch ist dazu bestimmt ein Klassiker zu werden. Vielleicht wird man in hundert Jahren Augustinus Bekenntnisse, Edwards Tagebuch über Brainerd, Thomas von Kempis, Chambers Andachtsbuch und Pipers Sehnsucht nach Gott in einem Atemzug nennen. Das Buch wäre es wert. |
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