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Produkt-Bild: Japan-Knigge für Manager

Japan-Knigge für Manager von Diana Rowland

Taschenbuch von Campus Verlag
Preis bei Amazon: EUR 24,90

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3593393328, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 4. aktualisierte und erweiterte Auflage
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4 Kundenrezensionen:

Das rechte Maß
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch bietet einen guten Einstieg für alle, die zum ersten Mal mit einem japanischen Unternehmen zu tun haben. Es ist fundiert, gut geschrieben, informativ, gibt sowohl Ratschläge für konkrete Situationen als auch einen vernünftigen Hintergrund. Für die sehr Gewissenhaften gibt es genügend Details zur Vorbereitung, ebenso aber gibt es genügend allgemeine Hinweise, die zunächst ein grundlegendes Verständnis für die Unterschiede schaffen. Die Details muß man vermutlich eher beherrschen, wenn es um komplett neue Geschäftsanbahnungen geht, weniger, wenn es um die Pflege bestehender Beziehungen geht. Aber natürlich kann man mit Detailkenntnissen immer punkten.

Viele Japaner, mit denen ich zu tun habe, haben schon im Ausland gelebt und sind daher durchaus etwas lockerer, auch wenn man das gewiss nicht überschätzen darf. So fand ich das Buch vornehmlich hilfreich, um mich auf das Land einzustimmen, weniger, um in bestimmten Situationen zurechtzukommen.

Alles in allem hat die Autorin m.E. genau das rechte Maß gefunden. Nicht zu lang, nicht zu detailliert, immer am Nutzen orientiert, und doch nicht oberflächlich, sondern kenntnisreich und überzeugend.
Form und Etikette im Umgang mit Japanern - ein Schnellkurs
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diana Rowland hat mit ihrem "Japan-Knigge für Manager" (Campus Verlag, 3.A. Hamburg 1999) einen Schnellkurs für Form und Etikette im Umgang mit Japanern verfaßt. Im ersten Teil, "Prälimininarien" genannt, geht sie auf die Grundlagen der Beziehung mit Japanern ein. Das kulturelle Fundament, die Kontaktaufnahme, die persönliche Begegnung und die Verbeugung werden ausreichend ausführlich erörtert. Der zweite Teil "Kommunikation" geht nicht nur auf die verbale, sondern auch auf die nonverbale Kommunikation ein. Ein eigenes Kapitel behandelt dabei den Sinn hinter der Aussage. Der dritte Teil "Verhandlungen" geht auf das Geschäftsethos und die damit verbundenen Grundregeln für Verhandlungen mit Japanern ein und gibt auch Tips zur Verhandlungstaktik. Eigene Abschnitte sind der Frauenfrage und der Konferenzetikette gewidmet. "Die soziale Seite des Geschäfts" wird im vierten Teil behandelt, wo auf Geschenke, Essen und Nachtleben eingangen wird. Ergänzt wird das Buch um eine Darstellung der japanischen Unternehmenskultur, die aber auch nicht mehr so ist, wie sie einmal war, und um einen Anhang mit den zwölf wichtigsten Regeln sowie auch Tips für Essen und Trinken. Dazu kommen noch Literaturempfehlungen und ein Glossar häufig verwendeter japanischer Ausdrücke. Alles in allem ein unverzichtbarer Management-Ratgeber für alle die mit Japanern Geschäfte machen.
der feine aber kleine Unterschied
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein sehr guter Ratgeber für ein Land welches sich wie kein anderes in einem starken Wandel befindet. Jeder Manager wird in diesem Buch über Nützliches und Empfehlenswertes stolpern. Sicherlich ist das Buch aber nur ein Ratgeber für Japan selbst, wer in japanische Firmen in Deutschland einsteigt, wird zwar vorbereitet sein, jedoch bietet dann dieses Buch nicht viel unmittelbar verwertbares. Es ist klar und präzise geschrieben, umfassend, informativ und die vielen wichtigen kleinen Details, die in japan zum Erfolg führen. Man sollte nie vergessen, obwohl sich das Land unter Zwang (Amerikaner) geöffnet hat, ist es immer noch in der Tradition der Samurai gefangen und vieles ist noch so wie vor 200 Jahren... der Paradigmenwechsel steht an, ist aber noch lange nicht vollzogen.
Fundierte Vorbereitung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch gibt eine fundierte Vorbereitung für jeden, der geschäftlich in Japan zu tun haben wird. Selbs jemande, der sich bereits viel mit Japan beschäftigt hat, kann anhand dieses Buches seine Umgangsformen im Geschäftsleben verbessern. So wird beispielsweise die Sitzordnung im Auto oder beim Essen erläutert, die mir doch als recht hilfreich erschienen. Auch wenn man sich nicht an jedes Detail erinnern kann, wenn es darauf ankommt, so sensibilisiert das Buch doch zumindest für etwaige Probleme und Stolpersteine im Miteinander. Wer ist schon gerne der Elefant im Porzellanladen?
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Sideways.

Sideways. von Rex Pickett, Friedrich Mader

Broschiert von Heyne
Angebote ab EUR 5,53

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 345350030X, Erscheinungsdatum: Sept. 2005, Auflage: N.-A.
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2 Kundenrezensionen:

Das Buch ist viel besser als der Film
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Allein die sarkastischen gedanklichen Kommentare des Ich-Erzählers sind köstlich, die konnte man ja in einem Film kaum bringen. Mußte mehr als einmal laut loslachen beim Lesen. Unterhaltsam und informativ über die kalifornische Weinmarktszene. Der Autor scheint sich richtig gut auszukennen, das Ganze ist noch mit einer Lovestory und etwas Aktion abgerundet.
Really funny - and better than the movie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
This is a joyful read, light, easy and very funny. And by the way you learn a little bit about wine.
Everyone who enjoys wine must read this book, everyone who enjoyed the movie, should read it too, since it is much funnier than the movie. And you might notice that the author is also a scriptwriter, since his descriptions are clear and simple. But within the simplicity and fun he tells you something more about life. Not to much, but enough to make sure, that this book is not just simple entertainment.
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Produkt-Bild: Die Handschrift des Todes: Thriller

Die Handschrift des Todes: Thriller von John Verdon

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,99

ISBN: 3453435362, Erscheinungsdatum: Dezember 2010
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Produkt-Bild: No future: Roman

No future: Roman von James P. Othmer

Broschiert von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 16,00, Angebote ab EUR 0,85

ISBN: 3453017501, Erscheinungsdatum: August 2007
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Produkt-Bild: Die Strafe: Roman

Die Strafe: Roman von Meg Gardiner

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 8,99

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453407245, Erscheinungsdatum: Januar 2011
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Das Flugzeug ist kaum in San Francisco gelandet, da spielt einer der Passagiere verrückt. Er schlägt wild um sich und kann nur von zwei Mitreisenden gebändigt werden. Die Flughafenpolizei ist ratlos; da die forensische Psychiaterin Jo Beckett gerade in der Nähe ist, wird sie hinzugerufen. Sie lässt den Mann im Krankenhaus untersuchen, mit niederschmetternder Diagnose: Ian Kanans Gehirn ist schwer beschädigt, vermutlich durch irgendeine Art Gift, und dies hat eine irreparable ?anterograde Amnesie? verursacht. Will heißen: Sein Gedächtnis nimmt keine neuen Informationen auf; er kann sich zwar an früher erinnern, aber alles, was er neu erlebt oder denkt, vergisst er fast umgehend wieder.
Während Jo und der behandelnde Neurologe gerade Kanans bestürzte Frau informieren, flüchtet der Patient völlig überraschend aus dem Krankenhaus. Mit Jos Hilfe sucht die Polizei nach ihm, und allzu schnell wird klar: Kanan, der als Sicherheitsberater für eine obskure Technologiefirma gearbeitet hat, ist aufgrund seiner Hirnverletzung und der daraus folgenden Orientierungslosigkeit nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern tief in dunkle Machenschaften verstrickt. Und er scheint einem tödlichen Plan zu folgen... Ist Ian Kanan Täter oder Opfer?
In ihrem zweiten Jo-Beckett-Roman nach Die Beichte entwickelt Erfolgsautorin Meg Gardiner ein extremes Szenario: Ein Mann quasi ohne Gedächtnis ? nur Langzeiterinnerungen stehen ihm zur Verfügung ? irrt durch San Francisco und versucht, einen geheimnisvollen Auftrag zu erfüllen; gleichzeitig wird er nicht nur von der Polizei und Jo, sondern auch von diversen Bösewichten gejagt. Ganz abgesehen von der Frage, was die Forensikerin Jo Beckett mit diesem Fall zu schaffen hat (eigentlich wird sie von der Polizei nur bei Leichenfunden angefordert, die psychologische Täter- oder Opfergutachten erfordern), ist Gardiner der logische Faden gerade in Bezug auf den gedächtnislosen Ian Kanan auch sonst noch so manches Mal entglitten. Wenn es da etwa über ihn heißt ?Seit Tagen fragte er sich, wer hinter dem Ganzen steckte?, so kommt man als Leser nicht umhin, der Autorin ihrerseits kleine amnestische Aussetzer zu diagnostizieren. Solche logischen Patzer gibt es leider ein paar; wenn man darüber großzügig hinwegsieht, hat man es aber mit einem temporeichen, spannenden und fraglos unterhaltenden Thriller zu tun. -- Christoph Nettersheim
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3 Kundenrezensionen:

Super spannend...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...von der ersten bis zur letzten Seite. Ein rasanter Thriller, der keinen Nobelpreis gewinnen, sondern nur unterhalten will. Was ihm in meinem Fall bestens gelungen ist!
Überflüssig
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Dieser Krimi ist flach, belanglos und völlig überflüssig; zum Thema Nanotechnologie gibt es bereits Krimis (z.B. Prey), die deutlich besser sind. Die an sich prima Idee mit der anterograden Amnesie wird verschenkt; die Chance, etwas tiefer auf die Konsequenzen für die Charaktere und die Umgebung einzugehen, wird zugunsten reißerischer Spannung vertan. 20 Euro in den Sand gesetzt.
Rasanter Thriller
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ein atemlos spannender Thriller, der mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Kleine logische Ungereimtheiten fallen bei dem Tempo, daß das Buch vorlegt nicht soooo ins Gewicht.
Mich hat das Buch gefesselt....
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Produkt-Bild: Drood: Roman

Drood: Roman von Dan Simmons

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 10,99

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453408063, Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Drood: Roman

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dan Simmons hat sich bisher vor allem als Autor von Horror- und Science-Fiction-Romanen einen Namen gemacht. Mit Drood wagt er sich in neue Gefilde und legt ein beeindruckendes Genremix aus Grusel- und Detektivgeschichte, Biografie und Gesellschaftsroman vor. Drood entführt seine Leser ins England des 19. Jahrhunderts als sich die beiden Schriftsteller Charles Dickens und Wilkie Collins auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs befinden. Die Handlung rankt sich um den letzten, unvollendeten Roman Dickens, Das Geheimnis des Edwin Drood, um den es seit seinem Tod wilde Spekulationen gibt.
Bei einem schrecklichen Eisenbahnunglück im Sommer 1865 gehören Charles Dickens und seine Geliebte zu den wenigen Überlebenden. Als Dickens den Verletzten zur Hilfe eilt, begegnet er einem seltsamen, entstellten Fremden: Drood. Doch so plötzlich wie diese mysteriöse Gestalt aufgetaucht ist, verschwindet sie auch wieder. Wer ist dieser Drood wirklich? Diese Frage nimmt Dickens völlig gefangen und wird zu seiner Obsession: Er muss diesen Drood finden. Gemeinsam mit seinem Kollegen Wilkie Collins macht er sich auf Spurensuche, die die beiden in die Unterwelt führt -- in Opiumhöhlen, Slums, Katakomben und die Kanalisation des viktorianischen Londons.
Erzählt aus der Perspektive des Ich-Erzählers Collins verwischen für den Leser schnell die Grenzen zwischen realen Begebnissen und Collins Opiumfantasien. Man wird von der düsteren, beklemmenden Atmosphäre gefangen genommen und erlebt die Schrecken der stinkenden Londoner Unterwelt hautnah mit. Auch wenn bei der Lektüre des beinahe 1000 Seiten umfassenden Romans so manche Länge zu überwinden ist, so beweist Dan Simmons mit Drood abermals, dass er sehr bildhaft und plastisch erzählen kann. Ein schauriges Lesevergnügen! -- Alexandra Plath
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5 Kundenrezensionen:

Großes Buch vom großen Dan Simmons
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Amerikaner Dan Simmons ist schon ein außergewöhnlicher, ein geradezu beängstigend souveräner Autor - ob Horror, Science fiction, ob Kurzgeschichte oder Epos, ob Krimi oder historischer Roman - Simmons beherrscht alles. Und er beherrscht es richtig gut.
So überzeugt auch "Drood", ein fast tausendseitiger Roman aus dem viktorianischen London um die Freundschaft/Feindschaft zwischen Wilkie Collins und Charles Dickens. Simmons lässt Wilkie Collins in der ersten Person dessen unverwechselbaren, leicht hochnäsigen und biederen Stil von unheimlichen Begegnungen mit der durch Dickens heraufbeschworene, dämonenhafte Figur Droods erzählen.
Es ist wirklich erstaunlich, welches Spagat Dan Simmons hier meistert. Einerseits hält sich der Roman haarklein an tatsächliche, verbriefte Ereignisse aus den Leben der beiden Autoren Collins und Dickens, gleichzeitig erzählt er eine für Simmons typische morbide und fiktive Schauergeschichte. Dabei erklärt Simmons kaum, was imaginiert wurde und überlässt die Auswertung lieber dem Leser, indem er sich durch die Figur des Laudanum-süchtigen Collins eines "unzurechnungsfähigen Erzählers" bedient.
Wichtig vor allem aber: Wieder einmal ist es Simmons gelungen, einen bis zur letzten Seite überzeugenden und fesselnden Roman zu schreiben, der einerseits Lust auf das literarische Werk von Dickens und Collins macht, zum anderen durch eine dichte Atmosphäre (London im 19. Jahrhundert) und einer wirklich guten Idee zu überzeugen weiß.
Tatsächlich geht es in dem Roman letztendlich um die Freundschaft zwischen Collins und Dickens (den selbsternannten "Unnachahmlichen") - und um Neid, Missgunst und Selbstzweifel, um Konkurrenz und Arroganz, die diese Freundschaft zerbrechen, um den Absturz eines Einzelnen, kurzum: Um die Unerträglichkeit eines Begabten im Schatten eines Genies.
Hinzu kommt, dass die gebundene Ausgabe von Heyne wirklich wunderschön aufgemacht ist. Besser geht es wirklich nicht!
Ein ganz großes Buch.
Im Labyrinth der Seele
4 Punkte 4 von 5 Punkten
An alle interessierten Leserinnen und Leser: Bitte vom Titel und der Beschreibung des Buches nicht täuschen lassen! Hier handelt es sich nicht um eine Geschichte über eine Sagenfigur Drood, noch um einen Horrorroman. Vielmehr ist dies die Geschichte einer schwierigen Beziehung zweier Freunde und Rivalen im London des 19. Jahrhunderts. Und gleich als nächste Aussage: Bitte nicht abschrecken lassen! Die Geschichte ist eines der besten Werke, die Simmons je veröffentlicht hat.

Dan Simmons hat sich als Autor in den letzten Jahren weiterentwickelt. Bekannt geworden durch seine fantastischen, tiefgehenden und detaillierten Geschichten im Science Fiction Genre, war bereits in seinem letzten Roman The Terror nicht mehr das fantastische Element im Mittelpunkt, sondern die Geschichte wäre auch ohne diese Facette durch das allgemeine historische Setting spannend und durchdacht gewesen. Während in The Terror die Charaktere um ihr Überleben in den Weiten der Arktis kämpfen, kämpft in dieser Geschichte der Autor Wilkie Collins um Anerkennung, Freundschaft und Identität.

Freundschaften sind oft schwierig, voller Konflikte, Täuschungen und Verletzungen. Wilkie Collins Freunschaft mit dem weit begabteren Autor Charles Dickens ist voll von diesen Aspekten. Wir erleben wie Collins das Leben des alternden Dickens bis zu seinem Tod schildert. Ein Leben in dem eine mysteriöse Schreckensfigur und ein legendärer Verbrecher des Untergrunds namens Drood eine immer größere Rolle zu spielen scheint und die beiden Freunde in den Abgrund zieht. Oder ist das alles nur eine Einbildung, die Collins in seinem von Drogen, Neid und Kreativität vollen Geist erschafft?

Als Vorwarnung: Dieses Buch zeichnet sich nicht durch eine flüssige, spannende und stringente Geschichte bis zum Ende aus. Wer einen Pageturner sucht wird enttäuscht sein. Die Stärken des Buches liegen vielmehr in den sehr detailreichen Schilderungen des Lebens im 19. Jahrhundert (mit kleinen Fehlern) und vor allem der halbbiographischen Schilderung des Lebens einer der größten Autoren, die England je hervorgebracht hat: Charles Dickens. Simmons vermeidet hierbei eine zu klischeehafte positive Darstellung, sondern zeichnet auch die eher dunkleren Seiten des Autors sehr gut nach. Eine weitere Stärke liegt in der Darstellung des außergewöhnlich guten unzuverlässigen Erzähler. Wir können uns als Leser nie sicher sein, was Realität und was Darstellung/Selbstrechtfertigung des Erzählers darstellt. Das Buch hat dadurch einen sehr eigenwilligen Reiz. Als Leser fühlte ich mich wie in einem Labyrinth und suchte mir vorbei an allen Täuschungen und Hinweisen meinen eigenen Weg zur Wahrheit des Geschehens. Einige Passagen können durch den Erzählstil allerdings auch langatmig wirken, wenn Collins zur wiederholten Selbstreflexion über Kleinigkeiten ansetzt. Dennoch möchte ich betonen, dass ich die Lektüre des Buch großenteils sehr genossen habe. Simmons ist aus meiner Sicht einer der unterschätzten großen Schreiber der vergangenen Jahrzehnte.
Interessant und spannend
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Drood" fand ich sehr interessant. Wie meine Vorschreiber bereits erwähnt haben, ist es kein Buch für Leute, die sich Spannung auf allerhöchstem Niveau vom Anfang bis zum Ende versprechen. Das wird es hier nicht geben. Allerdings ist es für mich ein gelungener Mix aus einer Einführung in die englische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, Biographie und Thriller geworden.
Interessant wird das Buch meines Erachtens, wenn man sich vor Augen hält, dass es sich hier um reale Personen handelt, die in diesem Buch agieren. Ein Stück weit ist es eine Biographie von Charles Dickens und Wilkie Collins. Und genau an dieser Stelle wird dieses Buch kurios: Man weiß nie, an welcher Stelle der Inhalt der Wahrheit entspricht und wo die Fiktion anfängt. Denn beschäftigt man sich näher mit dem Inhalt des Buches, so wird klar, dass "Drood" keine erfundene Person von Dan Simmons ist. Charles Dickens hat sich mit ihm beschäftigt und über ihn angefangen ein Buch zu schreiben.
Die Story ist aus der Sicht von Wilkie Collins geschrieben, der ein enger Freund von Charles Dickens war und ebenfalls Schriftsteller. Man beschäftigt sich viel mit den Figuren, die im Verlauf der Handlung kommen und gehen. Simmons versteht es Personen zu beschreiben und sie "leben" zu lassen.
Einen Stern habe ich abgezogen, weil ich denke, dass es an einigen Stellen etwas knapper gehalten werden könnte. Aber Die Story ist zu keinem Zeitpunkt langweilig geworden.
Wer sich für die Gesellschaft Englands, speziell Londons, Mitte des 19. Jahrhunderts, Charles Dickens & Wilkie Collins mit ihren literarischen Werken und Lebensweisen gekoppelt mit einem spannenden Thriller, der sollte sich die Zeit nehmen und sich die 950 Seiten zu Gemüte führen.
Was Drogen anrichten können
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Wilkie Collins, ein namhafter Schriftsteller aus dem 19 Jhd. gilt als Begründer von Mystery-Romanen. Im Fall von "Drood" tritt er als Ich-Erzähler auf um uns die haarsträubende Geschichte einer mysteriösen Person zu erzählen,der sein Freund und berühmter Schriftsteller-Kollege Charles Dickens bei einem Zugunglück begegnet. Immer tiefer lässt er sich von Dickens in ein Unterweltsszenario hineinziehen, bis letztendlich nicht mehr eindeutig festzustellen ist: gibt es Drood wirklich oder ist er ein Fantasieprodukt von Dickens, dass durch Wilkie Collins übermässigem Opiumgenuss zu einer fixen Wahnvorstellung wird? Und so begleiten wir den vom Wahn geplagten durch die Unterwelt, aus der uns der faulige Gestank des Todes förmlich entgegenweht.

In dem 1.000 Seiten dicken Buch weckt der Autor Dan Simmons die alte Tradition des Mystery-Thriller zu neuem Leben - und zu neuen Qualitäten. Gekonnt zeichnet er vor unserem geistigen Auge Szenen, die wir dann mit unserer Fantasie zu Ende denken - und bekanntlich ist die eigene Fantasie ein viel mächtigeres Instrument als eine detaillierte Beschreibung.

Trotzdem ist das Buch zu lang. Es enthält zahlreiche Passagen aus den Büchern von Collins und Dickens, die mit der eigenlichen Geschichte nichts zu tun haben und daher entbehrlich sind. Gut 200 Seiten hätten damit eingespart werden können. So aber muss man sich als Leser entweder über die Seiten retten, indem man sie einfach überfliegt oder man legt das Buch erschöpft zur Seite.

Nichts desto trotz: wer jemals ein Buch von Wilkie Collins gelesen hat, wir mit dem vorliegenden "Drood" seine Freude haben. Ebenso kann ich das Buch jenen empfehlen, die den Moder der Großstädte des 19. Jhds. mögen - und die daraus resutierenden Geschichten. "Drood" reiht sich mühelos ein in einem Genre in dem sich auch "Dracula", "Frankenstein", "Dr. Jekyl & Mr. Hyde" oder ein "Jack the Ripper" befinden.
Kein packender Thriller - aber packend!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Man kann die Handlung statt auf knapp 1.000 auch auf 200 Seiten erzählen - muss man aber nicht!
Ich finde das Buch gut, so wie es ist. Wer sich einen spannenden Moment nach dem nächsten erhofft, wird bei dem Buch nicht auf seine Kosten kommen. Es handelt sich eher um einen Gesellschaftsroman mit spannender Nebenhandlung als um einen stramm durchgestylten Thriller.
Wer ins 19. Jahrhundert eintauchen und einen Einblick ins kauzige Leben von Charles Dickens und Wilkie Collins bekommen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Man weiß danach zwar nicht immer ganz genau, welche Passagen der biografischen Realität entsprechen und was Fiktion ist, aber das ist mir persönlich ziemlich egal. Wichtig ist, dass das Buch gut unterhält - und das hat es vom Anfang bis zum Ende ohne Längen getan.
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Produkt-Bild: Passau

Passau von Gottfried Schäffer, Friedrich Mader

Sondereinband von Pustet, Regensburg
Angebote ab EUR 5,60

ISBN: 3791709305, Erscheinungsdatum: 1986, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Passau
Produkt-Bild: Im Kreis der Macht.

Im Kreis der Macht. von Richard North Patterson, Richard North Patterson, Friedrich Mader, Peter Pfaffinger

Taschenbuch von Goldmann
Preis bei Amazon: EUR 5,00, Angebote ab EUR 0,01

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 344245462X, Erscheinungsdatum: November 2003, Auflage: 1
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Eine Kundenrezension:

Mehr Politik- als Justizthriller
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Im Kreis der Macht" markiert das Ende der Triologie über Kerry Kilcannon, die mit "Der Kandidat" begann und mit "Eine Frage der Ehre" fortgesetzt wurde.
Dieses Buch gibt einen sehr guten Einblick in die amerikanische Politik, die wesentlich stärker von Lobbyinteressen geprägt ist als die deutsche, da die Kandidaten ihre aufwendigen Wahlkämpfe ausschließlich über Spenden und eigenes Vermögen finanzieren.
Geprägt wird dieses Buch durch den politischen Streit um die Eindämmung von Waffengewalt. Der Autor nimmt hier eine sehr eindeutige Position ein, die der Leser aus dem "alten Europa" bedenkenlos teilen wird. So fällt es dem Leser leicht, sich mit dem demokratischen Präsidenten Kerry Kilcannon zu identifizieren.
Das Buch ist 760 Seiten dick ohne langatmig zu sein. Allerdings kommt auch nicht die Spannung auf, die man beispielsweise von John Grisham oder anderen Werken von Richard North Patterson gewohnt ist. Im Zentrum steht hier mehr die Politik als die Justiz. Das Buch ist im selben Stil geschrieben, wie "Der Kandidat" und "Eine Frage der Ehre". Wer Lust hat sich mit dem politischen Systems Amerika und der Frage der Waffengewalt auseinander zu setzen und wem Bücher von Richard North Patterson schon immer gefallen haben (wie mir), dem sei dieses Buch empfohlen. Freunde eines packenden Justizthrillers dürften mehr Spaß an seinen früheren Werken wie "Das Maß der Schuld", "Siegel des Schweigens" und "Tage der Unschuld" haben.
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Produkt-Bild: Bullshit Nation: Roman

Bullshit Nation: Roman von James P. Othmer

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 3,20

2,5 Punkte.
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453406257, Erscheinungsdatum: Januar 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Bullshit Nation: Roman

4 Kundenrezensionen:

Tolle Bettlektüre
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich wusste gar nicht, dass das Buch witzig sein soll. Ich begann es einfach zu lesen und fand es zu Beginn eher langweilig. Immer mehr kam ich in das Buch und vorallem in das Thema rein, welches in diesem Roman behandelt wird und fand es sehr interessant. Leider wird das Thema nicht so tiefgründig behandelt wie erwartet, aber es ist relativ einfach zu lesen, teilweise zynisch und ein ganz klein wenig witzig und wie gesagt, als Bettlektüre ist es toll zu lesen.
hat mich gelangweilt
1 Punkte 1 von 5 Punkten
habe 3 kapitel gelesen dann das buch zur seite gelegt weil es mich gelangweilt hat
Unheimlich und intelligent
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ungeschickt vielleicht vom Verlag das Buch unter anderem als "witzig" zu deklarieren. Denn witzig ist was anderes, unheimlich trifft es wohl eher. Yates, die Hauptfigur des Romans, ist ein abgehalfterter sinnentleerter Futurologe, der sich schwer tut, der Tretmühle seines Erfolgs zu entkommen und den großen "Cut" zu wagen. Damit sich Menschen ändern, muss es zum Äußersten kommen. Das ist unter anderem die bittere Erkenntnis des Romans. Über eine total verflachte Welt intelligent zu schreiben, ist eine große Leistung.
Gutes Thema - leider nichts draus gemacht
1 Punkte 1 von 5 Punkten
"Ein scharfsinniges, geistreiches und äußerst witziges Buch!"
The New York Times

So ähnlich steht es auf dem Cover, der Klappentext liest sich vielversprechend. Aber wenn ich ehrlich bin, ich habe keinmal gelacht und witzig ist für mich was anderes. Scharfsinnig und geistreich? Naja, dann bin ich wohl schwach im Geiste...Doch im Ernst: Das Thema an sich ist schon interessant, allerdings hätte ich mehr Tiefgang erwartet. Es hätte ein satirisches, aufrüttelndes Buch werden können, aber leider sind die Chancen verpasst worden.
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Produkt-Bild: Die Buße: Roman

Die Buße: Roman von Meg Gardiner

Gebundene Ausgabe von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 19,99

ISBN: 3453266560, Erscheinungsdatum: Oktober 2010
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