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Veränderungen über einen Deutschen oder Ein fremdes Gefühl: Roman von Irene DischeTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,90 ISBN: 3423139587, Erscheinungsdatum: Februar 2011, Auflage: Taschenbuchausgabe. |
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Joe Speedboat: Keine Zeit für Helden Roman von Tommy WieringaTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 0,67 ISBN: 3423137290, Erscheinungsdatum: Januar 2009 |
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ArbeitsgesetzeTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 2,82 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423050063, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 76. Auflage |
5 Kundenrezensionen:Das Buch ist Spitze, jedoch die Klausur die dazugehört nicht... 5 von 5 PunktenJeder, der an der uni studiert, weiß dass diese Reihe von Gesetzbüchern gut ist und alles bietet was man brauch, wenn man rechtsklausuren schreibt. Ist wirklich zu empfehlen und. Wird meistens auch von Professoren empfohlen. Viel Erfolg und Spaß damit. Standardtextsammlung 5 von 5 PunktenDie Textsammlung "Arbeitsgesetze" enthält nahezu alle für das Arbeitsrecht wesentlichen Gesetze, zum Teil in Auszügen. Für alle, die sich mit arbeitsrechtlichen Fragen auseinandersetzen, denen aber umfangreichere Sammlungen wie der "Nipperdey" zu sperrud oder zu teuer sind, ist die Textsammlung zu empfehlen. Da das Arbeitsrecht ein sehr dynamisches Gebiet ist, sind aktuelle Gesetze unverzichtbar. Bei dem Preis dieser Textsammlung kann man sich das Buch problemlos z.B. einmal jährlich neu anschaffen. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass einige wichtige Verordnungen insbesondere zum Arbeitsschutzrecht, z.B. die ArbStättV nicht mit enthalten sin. Gute Hilfe 5 von 5 PunktenDas Buch ist im beruflichen Alltag und bei Prüfungen zum Industriemeister oder Fachwirt eine echte Hilfe Sehr hilfreich bei der Personalarbeit oder auch für Privatpersonen 4 von 5 PunktenSehr zu empfehlen für alle interessierten Bürger und vor allem für alle Personaler ein Muss. Sehr hilfreich 5 von 5 PunktenIch habe die Arbeitsgesetze für's Studium bestellt und bin vollauf zufrieden. Alles ist leicht zu finden, übersichtlich und sinnvoll zusammengestellt. |
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Züricher Novellen (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch) von Gottfried KellerTaschenbuch von Deutscher Klassiker VerlagPreis bei Amazon: EUR 16,00, Angebote ab EUR 12,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3618680406, Erscheinungsdatum: August 2009, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:nette Historie 4 von 5 Punktender biedermeierliche Inhalt ist Geschmacksache, gibt aber gerade deswegen ein gutes Bild der Zeit. Das Fähnlein der sieben (selbst-)gerechten muss man gelesen haben, um -auch die heutige- Schweiz zu verstehen. |
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Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von den Anfängen bis zum Wormser Konkordat: BD 1 von Herbert RosendorferTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,00, Angebote ab EUR 2,96 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423128178, Erscheinungsdatum: Sept. 2000, Auflage: Vom Autor durchges. Ausg. |
5 Kundenrezensionen:flache Floskeln 1 von 5 PunktenEs handelt sich eine auf Personen bezogene Aneinanderreihung von Ereignissen, ohne dass wirtschaftliche oder kulturelle Hintergründe Erwähnung finden. Dabei lässt Rosendorfer kaum eine der sich so vielfach anbietenden Floskeln aus. Ich habe das Hörbuch gehört, bei dem auch noch ein onkelhafte Tonfall dazukommt. Zu den einfallslosen Abfälligkeiten über Kirche und Deutschtum muss man dann schon gar nichts mehr sagen. Hier schreibt einer über Geschichte, der zu dieser gar kein Verhältnis hat. Es führt weder zu Erkenntnis noch zu Unterhaltung, wenn man heutige Wertvorstellungen unreflektiert auf Ereignisse der Vergangenheit anwendet. Schade. Versuch geglückt und zur Nachahmung empfohlen! 4 von 5 PunktenGeschichte einmal anders. Lebhaft erzählt, wie eine Geschichte eben. Dem Umfang des Buches entsprechend kann der Autor nur die "Highlights" der Deutschen Geschichte bringen, die ganz großen Schlächtereien also. Sehr positiv finde ich, dass er diese auch als solche benennt, die Schlacht im Teutoburger Wald z.B.; "Die Weltgeschichte ist eine Blutspur. ... Im ersten Kapitel muß der Deutsche mit Fug und Recht als Raufbold bezeichnet werden." Wenn sich die Themenauswahl bedingt durch die Kürze des Werkes auf das Allerwichtigste beschränken muss, so hat Rosenberger Zeit und Raum, um z.B. das Papsttum als ein emporgeschwindeltes zu bezeichnen, zu bemerken, dass Matthäus 16,18 ein Fälschung ist, dass Jesus keine "Kirche" eingesetzt hat usw.; anscheinend doch mal ehrliche Geschichtsschreibung! Aufstieg und Fall der Karolinger, Salier wird beschrieben, der Beginn der "blödsinnigen" Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Immer wieder die mehr als berechtigte Kritik an der Kirche: der Papst wendet sich ungeschaut der Macht und den Mächtigen zu, ist geldgierig etc.; die Konstantinische Schenkung wird als unbestrittene Fälschung angeprangert; Auch die Ehe ist der Kirche nicht heilig, wenn deren Auflösung ihren Interessen dient (als Papst Hadrian es begrüßt, dass Karl I. d. "Große" seine Frau Bertrada formlos zu ihrem Vater, dem Langobardenkönig Desiderius zurückschickt); Investiturstreit und Canossagang werden erklärt. Judenpogrome und Kreuzzüge zwar erst angerissen, aber eher in der traditionellen Art der Geschichtsschreibung. Und Bernhard von Clairvaux wird als moralische Leuchte hingestellt. Das tut allerdings schon weh! sehr unterhaltsam 3 von 5 PunktenEine der vorangegangenen Rezensionen kritisierte die unklare Zielgruppe dieses Buches: Für Historiker sei es zu seicht und mit zu wenigen Quellenangaben versehen, und für den Laien dann aber doch zu komplex. Dem kann ich nur zustimmen. Aber für diejenigen, die wie ich, über ein "solides Halbwissen" betreffend die deutsche Geschichte verfügen, ist es durchaus eine Bereicherung. Zugegeben haben auch mir ein paar Abbildungen und Quellen gefehlt (und die vielen Karls, Karlmänner, Ludwigs und Lothars aus dem Geschlecht der Karolinger waren dann auch mir etwas "too much" für eine solch knappe Darstellung!), dafür ist es Rosendorfer gelungen, vielen der von ihm beschriebenen historischen Persönlichkeiten mit Leben zu füllen. Die Lektüre regt zur weiteren Recherche an! Wunderbare Einführung 5 von 5 PunktenDie Einführung in die Anfänge der deutschen Geschichte ist von dem Auto brilliant auf den Punkt gebracht und bietet einen ersten Einblick in das Thema (einen größeren Anspruch erhebt das Buch auch gar nicht - es soll lediglich eine Einführung sein). Wunderbar daran ist ein ungemein flüssiger Schreibstil mit exzellent-pointierter Sprache die das Lesen eines Sachbuches zum Genuß macht. Darüber hinaus ist der Autor extrem kritisch was die Kirche in ihrer geschichtlichen Stellung betrifft - hat mir gut gefallen. Alles in allem sehr empfehlenswert. Abrechnung mit der Kirche 3 von 5 PunktenRosendorfer erzählt deutsche Geschichte. Naja. Er eröffnet keine neuen Einblicke, aber er schreibt flüssig und amüsant und knüpft an Joachim Fernau an. Die Erzählweise erinnert auch an Michael Köhlmeier. Etwas auffällig die Einstellung zur mittelalterlichen Kirche, in deren Repräsentanten der Autor überall das Wirken Satans zu erkennen glaubt. Möglicherweise ist es diese Botschaft, um die es dem Autor tatsächlich geht. Die Zitate aus Gregorovius' Werk zeigen, dass Rosendorfer dem letzteren nicht das Wasser reichen kann. Die Darstellung ist weniger wissenschaftlich (das soll sie wohl auch nicht sein) als journalistisch, und sie bleibt weitgehend an der Oberfläche. Der Autor beschränkt sich im wesentlichen auf politische Vorgänge, der kultur- oder volksgeschichtliche Teil bleibt mager. So gesehen bewegt sich die Arbeit durchaus in klassischen Bahnen. Vielleicht will sie auch nicht mehr. Starke Kaiser wie Konrad II oder besonders Heinrich III werden fast hofiert und nur dort kritisiert, wo sie sich auf die "verderbte" Kirche und deren Institutionen stützen. Die mittelalterliche deutsche Reichskirche ist allerdings als politischer Faktor nicht wegdenkbar und es ist müßig, darüber zu sinnieren, was gewesen wäre, wenn die deutschen Herrscher einer anderen Politik den Vorzug gegeben hätten. Für Einsteiger bietet Rosendorfers I. Teil der deutschen Geschichte dennoch eine sehr passable Grundlage. Die Darstellung ist so allgemein gehalten, dass man ihr in weiten Bereichen zustimmen kann. Persönliche Ansichten des Autors sind ausreichend als solche erkennbar. Auffallende Unrichtigkeiten im Faktenbereich kann ich nicht feststellen. Wertungen kann man teilen oder auch nicht. Für Mittelschüler und Geschichtsinteressierte zu empfehlen, weil kurz und launig mit dem Beisatz: Achtung, auch dieser Autor vertritt eine Ideologie. |
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Sämtliche Erzählungen. Anekdoten. Gedichte. Schriften: Text und Kommentar (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch) von Heinrich von KleistTaschenbuch von Deutscher Klassiker VerlagPreis bei Amazon: EUR 18,00, Angebote ab EUR 17,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3618680058, Erscheinungsdatum: Sept. 2005, Auflage: 1 |
2 Kundenrezensionen:Kleist, Sämtliche Erzählungen, Anekdoten , Gedichte, Schriften 5 von 5 PunktenFür mich DIE Kleist-Ausgabe im Taschenbuch. Nicht nur die Erzählungen, sondern auch Gedichte und politische bzw. philosophische Schriften. Und hunderte Seiten Kommentar in lesbarem Ton, wobei es zum Teil schon sehr ins Detail geht. Freue mich auf weitere Ausgabe in dieser Reihe. Präzision eines Sprach- und Gedankenkünstlers 5 von 5 PunktenEs ist nicht genug zu loben, dass der Deutsche Klassiker Verlag nun ausgewählte Publikationen im Taschenbuchformat zu einem erschwinglichen Preis zugänglich macht. Die Erzählungen und Essays Heinrich von Kleists sind dabei eine besonders lohnende Veröffentlichung. Wer sich auf die Diktion im Michael Kohlhaas einlässt und lange, aber sinnvoll verschachtelte Satzgefüge in sich aufnimmt, schult die Präzision des eigenen Denkens - was durchaus auch der Wahrnehmung von juristischen Sachverhalten zugute kommt. Aber auch so eine kurze Schrift wie Kleists Gedanken über das Marionettentheater kann einem Lichter aufsetzen, wenn es darum geht, das Verhältnis von Grazie, Leichtigkeit und Geführt-werden zu bedenken. Aus dieser Schrift stammt auch das Motiv vom "Dornausziehen", welches das Cover der Taschenbuchausgabe schmückt. Das große Plus dieser Ausgabe - wie aller Editionen des Deutschen Klassiker Verlags - sind die umfangreichen Anmerkungen im Kommentarteil, aber auch die Möglichkeit, verschiedene Fassungen nebeneinander gedruckt lesen zu können. |
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Hegel und der Staat (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) von Franz RosenzweigTaschenbuch von Suhrkamp VerlagPreis bei Amazon: EUR 18,00 ISBN: 3518295411, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1 |
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Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse: Perspektiven einer kritischen Theorie der Politik (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) von Rainer ForstTaschenbuch von Suhrkamp VerlagPreis bei Amazon: EUR 13,00 ISBN: 3518295624, Erscheinungsdatum: Januar 2011, Auflage: Originalausgabe |
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Paradigmen der Ersten Philosophie: Zur reflexiven - transzendentalpragmatischen - Rekonstruktion der Philosophiegeschichte (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) von Karl-Otto ApelTaschenbuch von Suhrkamp VerlagPreis bei Amazon: EUR 15,00 ISBN: 3518295853, Erscheinungsdatum: November 2010, Auflage: Originalausgabe |
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Kosmos und Geschichte: Der Mythos der Ewigen Wiederkehr (Verlag der Weltreligionen Taschenbuch) von Mircea EliadeTaschenbuch von Verlag der Weltreligionen im Insel VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,00, Angebote ab EUR 8,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3458720049, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 2 |
4 Kundenrezensionen:Mythos, Glaube, Aberglaube 5 von 5 PunktenIch bin es vom Verfasser gewöhnt, hervorragend recherchiert und kommentierte Arbeiten zu lesen. Das trifft auch hier bestens zu. - Das Buch kam in hervorragendem Zustand pünktlich zu einem sehr guten Preis bei mir an. O. Armbrust "Das wahre Glück entspringt aus der Einstimmung des elenden Ichs in die ewigen Oktaven." (Sloterdijk) 5 von 5 Punkten"Und ob alles in ewigem Wechsel kreist, Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist" (Schiller, Die Worte des Glaubens) Mehr als ein halbes Jahrhundert nach Nietzsches "Also sprach Zarathustra" musste verstreichen, ehe die Idee der "ewigen Wiederkehr des Gleichen", die Nietzsche in einer sehr metaphernreichen lyrischen Sprache als Evangelium verfasste, Mircea Eliades (1907-1986) Essay vom "Kosmos und Geschichte: Der Mythos der ewigen Wiederkehr" erschien. So wie Nietzsche schon feststellte, dass der Gedanke der ewigen Wiederkehr bereits über Heraklit und die Stoiker getragen zum ihm kam, fasst Eliade die Dinge beredt, profund und äußerst interessant zusammen. Den Menschen aus der Sicht der Tradition und den Archetypen zu betrachten ist eine Weise und die dem scheinbar entgegen gesetztem Muster folgt die Einordnung des Menschen als geschichtliches Wesen. Nun ist in beiden Fällen Zeit und Zeitenwende von Bedeutung, doch insgesamt geht es Eliade um die grundlegende Haltung. Ist der Mensch der Tradition dem Mythos und den Riten verbunden, weiß er um die Aufgaben, Verhaltensweisen und Haltungen gemäß den Vorgaben. Ihm, dem sogenannten "Primitiven" ist der Weltenlauf ein durchweg zyklischer. Jede Linearisierung entfällt, die Wiederkehr desselben ist Prinzip und gilt bis in alle Ewigkeit. Symbol, Mythos und Ritus bringen ein komplexes System von Zusammenhängen über die letzte Wirklichkeit zum Ausdruck, eine eschatologische Praxis unterliegt dem Erkennen einer Metaphysik der letzen Dinge. Alles, was getan wird, wurde bereits getan - so ist der Zyklus, die Wiederkehr zu deuten, der archaische Mensch ist in seinem Denken und Handeln eine Imitatio eines himmlischen Urbildes. Durch die Wiederholung wird er zum Teilhaber einer Urform. Eine Verfehlung in seinem Leben deutet er somit als Unachtsamkeit gegenüber dem Ritual, ein Opfer wird die Verfehlung neutralisieren. Dem gegenüber steht der geschichtliche Mensch, der seinem Leben eine lineare Betrachtung und ebensolches Handeln gibt. Damit ist der Mensch Gestalter seiner selbst, er erzeugt Wirklichkeit nicht durch Wiederholung, sondern durch Lebensgestaltung. Allem Neuen wird Wert beigemessen, es wird integriert und weiterentwickelt. Die archetypische Sichtweise orientiert sich an Überlieferungen, weiss um deren Bedeutung innerhalb der Zyklen und verhält sich entsprechend. Dass Konflikte im Zuge der Geschichte zwischen den Modellen auftreten, ist nicht weiter verwunderlich. Somit ist es für Eliade notwendig, den modernen Menschen als Schöpfer seiner Geschichte dem Menschen der traditionsgebundenen Kultur entgegenzustellen. Der Mensch der Überlieferungskultur gestand dem geschichtlichen Ereignis keinen Wert zu, er betrachtete dieses außerhalb seiner Existenzweise. Betrachtet man Geschichte als Ablauf von Zeit, ist der traditionsgebundene Mensch in gewisser Weise zeitlos, er lebt in den Zyklen der Vorgaben und was sich in der Zeit scheinbar ändert, ist nicht mehr als eine Wiederholung. Dem geschichtlichen Menschen jedoch widerfährt die Zeit, er lebt in Folgen von Ereignissen, die er gestaltet oder denen er nur folgen kann. Ein Ur-Ereignis gilt auch hier, nicht im Sinne der Wiederholung, vielmehr jedoch als Initiator einer Ereigniskette. Folgt man diesem Gedanken, ist das Schicksal aller Menschen ebenso wie das individuelle Schicksal von diesem einem Mal des Ur-Ereignisses bestimmt. Es folgt alles in einer laufenden, nicht ersetzbaren Zeit, dem Leben. Diesen linearen Gedanken der Zeit und der Geschichte hatte Augustinus vollendet. Nun bemüht Eliade Denker der Religion wie der Philosophie, er spinnt einen Kreis um die Welt und weiß von den gleichgearteten Entwicklungen von Indien über den Iran bis nach Griechenland zu berichten. Die bei Karl Jaspers schon angedeuteten Übereinstimmungen globalen Denkens ohne gleichen Ausgangspunkt (Achsenzeit) weiß Eliade hier erweitert brillant auszuführen. Die Geschichte betrifft die Tradition wie die geschichtliche Neugestaltung. Er weiß um die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, erkennt die Muster der Freiheit für den Einzelnen in jedem Tun. Die Struktur und Veränderung der Denkkonzepte über die Jahre weiß er zu Verbinden mit den Religionen aus Indien, Ägypten, Mesopotamien etc und aus dem Iran, dem Judentum und dem Christentum. Allen eigen und gemeinsam sind die Fragen: Wie können wir Leid und Katastrophen seelisch überwinden? Wodurch geben wir unserem Leben einen Sinn? Mircea Eliade gibt in seinem informativen Essay überraschende Einsichten. In vielen poetischen Bildern kündet er von einem Rückzug aus der profanen Welt, von Kontemplation und Magie. Ein Bild von Paul Klee kommt in den Sinn, welches Walter Benjamin in seinem Essay über den "Begriff der Geschichte" verarbeitet. Der Engel möchte die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradies her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat, die weit ausgebreitet sind und ihn nach vorne treiben. Für Benjamin gilt der lineare Fortschrittsgedanke, den Mircea Eliade in principii verabschiedet hat. Den Zyklus, die ewige Wiederkehr will er wiedererkennen in der Neuzeit. Den Spuren von Kierkegaard, Hegel, Marx u. a. geht er nach. Die goethische "Selige Sehnsucht" des "Stirb und Werde" zeigt sich in den Worten der Schöpfung, der in der Bibel (Jesaja) wie im Koran (z.B. Sure 32, 10) beschrieben, eine zweite neue Schöpfung folgen wird. Anfang und Ende sind somit eins in der finalen Betrachtung und so folgt er den Vorsokratikern (z.B. Parmenides). "So haben die Götter getan, so tun die Menschen" sagt ein Indisches Sprichwort. Nichts sagt mehr über Urbild und Abbild (vgl. Platon) und damit über den Archetypus des Menschen. Selbst bei Joyce (Ulysses) und T.S. Eliot (The waste Land) findet man die Handlungen aus den Archetypen abgeleitet. Lässt man das Wort am Schluss einem aktuellen Philosophen, scheint die ewige Wiederkehr schon heute Programm: "Das wahre Glück entspringt aus der Einstimmung des elenden Ichs in die ewigen Oktaven." (vgl. Sloterdijk 1987, Kopernikanische Mobilmachung und ptolemäische Abrüstung - Ästhetischer Versuch) Mircea Eliades "Kosmos und Geschichte" ist eine wahre Empfehlung. -- Der Schrecken der Geschichte 5 von 5 PunktenDer rumänische Religionswissenschaftler und Schriftsteller Mircea Eliade hat dieses schmale Büchlein als sein wichtigstes bezeichnet, und dem Leser, der sich für das Werk von ihm interessiert, empfohlen mit diesem Buch zu beginnen. Nach Eliade sieht sich der Mensch bei seinem Versuch seine Stellung im Universum zu deuten, zwei einander entgegengesetzten Grundhaltungen ausgesetzt: Der historische, moderne Mensch sieht sich als Schöpfer der Geschichte, der Mensch der archaischen, "primitiven" Kulturen dagegen wehrt die Geschichte ab, indem er alles Historische in ein System von Mythen und Archetypen einordnet. Mit dem Begriff des "Archetypen" meint aber Eliade nicht die Archetypen, wie sie von Jung beschrieben worden sind. Während für Jung die Archetypen Strukturen des kollektiven Unbewussten sind, verwendet Eliade den Begriff als Synonym für "beispielhaftes Vorbild" und "Paradigma". Dementsprechend sind alle religiösen und rituellen Handlungen des archaischen und "primitiven" Menschen von den Göttern, kulturbringenden Heroen oder mythischen Ahnen eingesetzt worden. Deshalb kennt auch die archaische Welt im Grunde keine "profanen" Handlungen; "denn jede Handlung, die einen klar umrissenen Sinn hat - Jagd, Ackerbestellung, Spiele, Konflikte, Sexualität usw. -, ist auf irgendeine Weise des Heiligen teilhaftig... ." Die Gegenstände oder Handlungen sind nicht an sich und für sich wirklich und von Bedeutung, sondern weil sie Nachahmungen des Archetypen darstellen: "ein Gegenstand oder eine Handlung werden wirklich nur in dem Maße, wie sie einen Archetyp nachahmen oder wiederholen. So wird die Wirklichkeit ausschließlich durch Wiederholung oder Teilhabe erworben; alles, was kein exemplarisches Vorbild besitzt, ist "des Sinnes entblößt", das heißt, es besitz keine Wirklichkeit." In Augenblicken wichtiger Rituale oder Handlungen, zum Beispiel bei dem Vollzug periodischer Zeremonien wird somit die profane Zeit aufgehoben und die Menschen in die mythische Zeit versetzt. Die Regeneration und die Erneuerung der Zeit spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in den archaischen Kulturen. Die Regeneration ist, wie schon der Name besagt, eine Geburt. Die jährliche Austreibung der Sünden, Krankheiten und Dämonen stellen im Grunde den Versuch dar, wenn auch nur vorübergehend, die mythische und primordiale Zeit wiederherzustellen, die "reine" Zeit, die Zeit, die im "Augenblick" der Schöpfung war. Jedes neue Jahr ist eine Wiederaufnahme der Zeit an ihrem Beginn, also eine Wiederholung der Kosmogonie. Eliade zeigt also in diesem wirklich weisen und lehrreichen Buch und gibt dazu eine Fülle von Beispielen aus den verschiedensten Kulturen der Welt, dass der archaische Mensch mit allen Mitteln versucht sich der Geschichte entgegenzustemmen, die er als eine Folge unumstößlicher, unvorhersehbarer Ereignisse von autonomen Wert betrachtet. Gleichzeitig gelingt es ihm aber nicht, die Geschichte aus seinem Blickwinkel immer zu verbannen. Deswegen erörtert auch Eliade wie der archaische Mensch mit kosmischen Katastrophen, militärischen Niederlagen und sozialen Ungerechtigkeiten umgeht und zeigt letztendlich, dass für den archaischen Menschen kein Leid sinnlos und willkürlich ist, sondern immer provoziert von magischen oder dämonischen Einflüssen, gegen den der "Primitive" mit allen magisch-religiösen Mitteln ankämpft. Auch wenn diese Sicht des Leidens für den heutigen, modernen Menschen nicht mehr nachvollziehbar und zum Glück auch nicht mehr gültig ist, so stellt sie für den "Primitiven" eine Erklärung und Bewältigung des Leids dar, weil es dadurch "verständlich und daher auch erträglich" wird. Auf der anderen Seite dagegen steht der historische, moderne Mensch und unüberhörbar kann man zwischen den Zeilen die Kritik Eliades an den europäischen Geschichtsphilosophen des Marxismus, Historismus und Existenzialismus lesen, die den Menschen zum Herrn der Geschichte und die Geschichte zum Produkt des Menschen erklären. Deportationen, kollektive Massaker und Atombomben sind die Folgen und somit der Schrecken der Geschichte. Eliade stellt deswegen für den modernen Menschen die wichtige Frage, wie der Schrecken der Geschichte in der Perspektive des Historizismus ertragen werden kann. Und eben weil "die Geschichte in der Lage zu sein scheint, die ganze Menschengattung auf einmal zu vernichten - was weder der Kosmos noch der Mensch oder auch nur der Zufall bisher fertig gebracht hat...", stellt sich auch für Eliade und für alle anderen modernen Menschen die Frage, ob es denn so verkehrt wäre, wenn "die Menschheit, um ihr Fortleben zu sichern, sich gezwungen sehen könnte, nicht mehr "Geschichte zu machen", wie sie es in diesem Sinne seit der Schaffung der ersten großen Reiche getan hat. Sie mag sich dann vielleicht damit zufrieden geben, die vorgeschriebenen archetypalen Handlungen zu wiederholen, und sich bemühen, jede spontane Handlung als bedeutungslos und gefährlich zu vergessen, die möglicherweise "historische" Konsequenzen nach sich ziehen könnte." Zudem ist die Freiheit, Geschichte zu machen, nach Eliade für fast alle Menschen eine Illusion, denn die Geschichte wird zumeist immer von einer kleineren Menschengruppe gemacht, oder im schlimmsten Fall nur von einem (im Faschismus ist nur der Führer der einzig wirklich "Freie"), dagegen kann der archaische Mensch ebenso und sogar vielleicht noch viel berechtigter für sich beanspruchen frei und vor allem schöpferisch zu sein, indem er die periodische Kosmogonie nachahmt und an ihr teilhat. Schon in diesem frühen Werk von Eliade wird deutlich, worauf Eliade immer hingewiesen hat, dass nämlich die Überlegenheit des modernen Menschen gegenüber dem "Primitiven" nur scheinbar sei, ja dass in vielen Teilen sogar das Gegenteil näher liege. Schon mal über Zeit nachgedacht? 5 von 5 PunktenDer französische Originaltitel dieses dichten und zum Nachdenken anregenden Aufsatzes, ?Der Mythos der ewigen Wiederkehr," sagt mehr über das, was den Leser erwartet als der deutsche. Der rumänische Religionswissenschaftler Mircea Eliade untersucht das Verstehen von Zeit und Vergehen in den unterschiedlichsten vorhistorischen Gesellschaften und führt es auf seine religiösen Wurzeln zurück. Demnach liegt jeder menschlichen Handlung ein (religiöser, nicht psychologischer) Archetyp zu Grunde, der in einer mythischen Überzeit wurzelt. Der Mensch wiederholt immer nur das schon von den übergeordneten Kräften vorgegebene. Diese stetigen Wiederholungen des schon Dagewesenen, ordnen die Zeit und regeln das gesellschaftliche Leben. Demgegenüber steht der moderne Mensch, der Geschichte selber schafft und zum Schöpfer wird. Als ich mich mit dem Vergehen der Zeit als Bestandteil meines persönlichen Lebens beschäftigte, gab mir dieser Aufsatz überreichen Stoff zum Nachdenken. Jenseits aller neueren Kritik an dem ?großen alten Mann' der Religionswissenschaft und der nicht immer einfach zu verstehenden Sprache, bietet dieses Buch doch ungewöhnliche Anregungen, sich mit einer der Grundbedingung des Lebens auseinander zu setzen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
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