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Eat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien von Elizabeth GilbertBroschiert von Bvt Berliner Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 11,90, Angebote ab EUR 8,20 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3833304731, Erscheinungsdatum: Juli 2007 |
5 Kundenrezensionen:meine kleine bibel... 5 von 5 Punktenmeine kleine bibel... ...wurde dieses buch spätestens mit dem satz in der szene, als sie mit ihrem italienisch - tandempartner zusammensitzt, verzweifelt um die neu gelernten worte ringt & er ihr sagt: "liz, wenn du etwas neues lernst, musst du sehr liebevoll mit dir umgehen." ich weiss nicht, wieviel genialer dieses buch im original ist, mir hat es auch in der übersetzung mein herz erweicht & es gewärmt... sich wiederzufinden in den tiefsten abgründen & damit zu spüren, nicht alleine zu sein; mitzubekommen, wie der wandel & vor allem, DASS er sich vollziehen kann, ist eine unaussprechliche erleichterung & schafft verbindung. und versöhnung. nicht zu vergessen: es ist gleichzeitig unheimlich humorvoll, ich habe viel gelacht! menschen dieser welt (die ihr auf der suche seid): lest dieses buch! Sehr tiefgreifender persönlicher Erfahrungsbericht! 5 von 5 PunktenEin sehr ehrlicher, höchstpersönlicher, sympathischer Erfahrungsbericht. Man fühlt, leidet und freut sich mit Elizabeth Gilbert. Noch dazu gibt sie wunderschöne und informative Hintergrundeinblicke über Italien (Rom, die Sprache...), Indien (Meditation, Leben im Ashram...) und Bali (Kultur, Glaube...). Der Buchrückentext ist leider wenig aufschlussreich und verschweigt, wie tiefgreifend und auch spirituell Gilberts Reise tatsächlich ist. Wer sich selbst schon ein bischen mit Meditation und Spiritualität beschäftigt hat, wird gerade im Indienteil überrascht sein, wie weit Gilberts Erfahrungen gehen. Aber auch wer mit diesen Themen gar nichts anfangen kann, wird das Buch sehr interessant und sympathisch finden. Gilbert schreibt sehr menschlich und zeigt ihre verletzliche Seite. Das Schöne ist, dass man an vielen Stellen auch ein Stück von sich selbst in ihr wiedererkennen kann. Gilbert gibt mit ihrem Bericht Hoffnung und Zuversicht, dass jeder es schaffen kann, aus der dunkelsten und verzweifelsten Tiefe wieder herauszukommen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung mit Julia Roberts (Kinostart im September 2010). Hat mich tief berührt 5 von 5 PunktenHabe das Buch mit Freude und mit weiteren Erkenntnissen für mein Leben gelesen. Die Zeit in Indien und in Bali war für mich sehr schön mit zu verfolgen. Der Werdegang zu sich selbst. Jeder sollte sich dafür einmal im Leben Zeit nehmen dürfen. Leider ist dies in unserer Gesellschaft oftmals (auch finanziell) nicht möglich. Leider ist mein Englisch nicht so gut, sonst würde ich dieses Buch noch mal in Englisch lesen. eat, pray, love 5 von 5 Punktenmir wurde dieses Buch empfohlen und ich habe gleich 2 davon bestellt: eins fuer mich und eins fuer meine Schwester. Uns hat es beiden ausgezeichnet gefallen und kann es nur weiter empfehlen. Vom Scherbenhaufen, zur Selbstfindung und dem persönlichen Glück. 4 von 5 PunktenTja, was macht man, wenn man auf einmal, Anfang 30, vor dem persönlichen Scherbenhaufen steht weil die Ehe zerrüttet ist, die Gesundheit stark angeschlagen war und auch noch das wirtschaftliche Ende droht? Da bleiben wohl erst mal einige tränenreiche Nächte. Der Leser erlebt nun mit der Autorin die Auszeit, die sie sich von ihrem bisherigen Leben gönnt: Also erst mal ab nach Italien. Dort lernt sie das entspannte Leben und die Kunst des Genießens kennen, so kann sie den aufgetretenen Schmerz zumindest zeitweise verdrängen. Als zweites Ziel geht es dann in einen indischen Ashram, dort macht die Autorin Erfahrungen im Hatha Yoga, mit den Mantras, mit der Meditation und dem Schweigen. Ihre persönlichen Erlebnisse dabei schildert sie sehr eindrucksvoll und so begleitet der Leser sie bis in die tiefste Selbsterfahrung. Schließlich reist die Autorin nach Indonesien(Bali), dort trifft sie anschließend zwei besondere Menschen und dann den Brasilianer Felipe. Sie erfährt nun wie man zu einer Balance des inneren und äußeren Glück kommen kann. Die Autorin hat einen wunderbaren Stil, teilweise sehr frisch, gerne mit Selbstironie, oft sehr nachdenklich, dann aber schnell wieder witzig und so wird das Buch insgesamt sehr lebendig. Sie geleitet geschickt den Leser durch ihre persönliche Erfahrungswelt und man hat als Leser das Gefühl sie schildert einem sehr ehrlich, was sie gerade bewegt, was sie fühlt und denkt. Eine gelungene Selbsterfahrungsgeschichte, die auch alle dabei erlebten Schwierigkeiten und Höhepunkte wunderbar plastisch beschreibt (z.B. die wirksamste Meditationtechnik: "Sitzen und lächeln"). |
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Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus von Bad Boy UliBroschiert von Econ VerlagPreis bei Amazon: EUR 18,00, Angebote ab EUR 13,89 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3430201063, Erscheinungsdatum: Mai 2010 |
5 Kundenrezensionen:Höllenschritt 5 von 5 PunktenSehr gutes Buch! Das Buch hatte ich recht fix durchgelesen. Es ist auch sehr spannend und interessant. Ich kann es nur Empfehlen, hab auch gerade gesehen, dass ich es hier schon wieder jemand von mir gekauft hat und ich es ja noch gar nicht weggeschickt habe. Na ja 2 von 5 PunktenIch habe mir von diesem Buch mehr erwartet. So wirklich schildert der Autor nichts, was nicht schon auf irgendwelchen anderen Wegen bekannt war. Auch ist es keine Enthüllungsgeschichte, vielmehr wird hier nur der Werdegang von "Bad Boy Uli" erzählt. Die Sprache ist dem Titel angemessen und das Buch liest sich sehr schnell und flüssig. Das ist aber auch schon das einzig positive. In diesem Buch werden keine Betätigungsfelder der Hells Angels näher beleuchtet und erklärt. Vielmehr erklärt der Autor ausführlich, wie böse er eigentlich war und warum alle so böse zu ihm waren, einschließlich der Polizei und Staatsanwaltschaft. Mein Fazit ist, dass dieses Buch reine Geldschneiderei ist und nichts Neues ans Tageslicht bringt. Wahrheitsgehalt - naja, Inhalt - naja 1 von 5 PunktenDas Buch liest sich sehr flüssig, sehr leichte Kost. Zum Schluss des Buches erwähnt Bad Boy Uli die Worldrules. Nur komisch, dass nur sehr wenige abgedruckt sind, und alle mit einem Kürzel versehen sind, entweder "in Änderung" oder "können gelöscht werden". Deswegen zweifle ich sehr an dem Wahrheitsgehalt und fand das Buch insgesamt sehr lau. insiderinfo 3 von 5 Punktenhier plaudert einer dinge aus für die er früher andere schmerzlich bestraft hätte. man sollte als kenner der szene das buch als info lesen. Empfehlenswert 4 von 5 PunktenWer sich für das Thema Hells Angels interessiert wird an diesem Buch mit Sicherheit seine Freude haben! Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, was auch nicht schwierig war. Das Buch ist einfach und interessant geschrieben. Wenn man Interesse daran hat etwas über die Hells Angels, ihren Ursprung und ihren Aufbau zu erfahren, dann sollte man hier getroßt zugreifen! Darüber hinaus macht das Buch streckenweise einfach nur tierisch Spaß! Wenn der Schreiber z.B. über seinen Trip nach Übersee berichtet ploppt die Bierflasche im Kühlschrank praktisch automatisch auf! Da die Szene für den normalen Otto-Normal Verbraucher (wie mich z.B.) so ziemlich unbekannt ist, ist es äußerst interessant einen guten Einblick in die Welt von Gewalt, Prostituion, Einschüchterungen etc. etc. zu gewinnen! Zart besaitet sollte man hier aber nicht sein, denn hier gehts teilweise ganz schön zur Sache! Was hier wahr, gelogen oder erfunden ist wird sich als "normaler Leser" wohl eher schwerlich bis gar nicht nachvollziehen lassen. Aber in meinen Augen geht es darum auch gar nicht. Viel mehr Spaß hat man denke ich, wenn man das Buch einfach auf sich wirken lässt. Man macht sich seine eigenen Gedanken über die Ansichten des Schreibers und genießt einfach nur die hier dargebotenen Geschichten! Lyrische Feinkost sollte man natürlich nicht erwarten...aber das wäre hier auch fehl am Platze! Es geht um eine harte verruchte Szene, genau so sollte es erzählt werden...und so wird es auch getan! Wer also Interesse an dem Thema hat sollte hier getroßt zugreifen! Wer weniger Interesse daran hat kann es ja mal versuchen! Im schlimmsten Fall kommt immer noch ein unterhaltsames Buch dabei heraus! |
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Männer sind anders. Autos auch: Meine Erlebnisse als Gelber Engel von Susa Bobke, Shirley Michaela SeulBroschiert von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 8,45 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426783533, Erscheinungsdatum: Juli 2010 |
5 Kundenrezensionen:Dank an alle Wegbereiterinnen in Männerdomänen! 4 von 5 PunktenDieses Buch gibt einen Einblick in den Alltag eines KFZ-Mechanikers beim ADAC. Das Buch ist unterhaltsam und kurzweilig und enthält viele amüsante Pannenberichte. Wer hätte gedacht, was man alles auf dem Seitenstreifen erleben kann... Die Autorin, eine von 5 KFZ-Mechanikerinnen beim ADAC, schildert auch ihren Ausbildungsweg zur KFZ-Meisterin. Steinig und rau scheint dieser manchmal in einer Männerdomäne zu sein. Danke an alle Frauen, die Wegbereiterinnen für andere waren! Die Autorin wirkt in ihrem Erzählton sympatisch und geerdet. Sie berichtet mit viel Wärme und Einfühlungsvermögen von den Havaristen und ihren Pannen. So ganz nebenbei erfährt man auch den ein oder anderen Kniff über sein eigenes Auto und das richtige Verhalten bei einer Panne oder einem Unfall. Einen Punkt Abzug gibt es für die überleitenden Naturbeschreibungen, die teilweise recht unbeholfen und wenig literarisch wirken. Übrigens habe ich nach der Lektüre dieses Buches das Gefühl, dass 99,9% aller autofahrenden Deutschen Mitglied im ADAC sind. Sozusagen alle außer mir :-). Tolles Lesevergnügen mit Tiefgang 5 von 5 PunktenDas Buch ist nicht nur eine super Urlaubslektüre. Ich habe es zu Hause gelesen. Man fährt mit dem Gelben Engel mit. Lernt jede Menge Menschen kennen. Unglaublich komische Geschichten. Das buch entwickelt einen ganz eigenen Groove. ICh habe mich dabei ertappt, die Welt anders zu sehen. Kann das Buch nur empfehlen. Hat mich sehr bereichert. Musste auch oft lachen und habe manch neue Sichtweise kennen gelernt. Was da alles für Überraschungen lauern am Straßenrand. Autofahren ist jetzt total anders. Und hoffentlich hab ich bald mal ne Panne. Ich weiß jetzt ja, dass das richtig Spaß machen kann und einen weiterbringt! Denn wirklich liegen bleibt keiner! Dank an den Engel! mehr erwartet 3 von 5 PunktenAls ich das Buch in der Hand hatte und die Aufmachung sah, dachte ich noch, das ist bestimmt witzig zu lesen. Das dachte ich auch noch, als ich das Vorspiel auf Seite 11 las. Markige Sprüche. Dann zog sich der Stoff jedoch wie Kaugummi und ich ertappte mich zum Ende des Buches immer öfter, dass ich Seiten "großzügig" las, um das Buch beenden zu können. Toll, wenn jemand in einem von Männern dominierten Beruf so besteht. Das kommt auf jeden Fall gut rüber. Allerdings fehlen mir so die richtigen Lacher bzw. mitreißenden Geschichten. Unterhaltsam und kurzweilig 5 von 5 PunktenDas Buch zeigt uns 12 Monate im Leben des Gelben Engels und beschreibt auch, wie Susa Bobke zu dieser Stelle kam bzw. wie die Ausbildung verlief. Eine nette Urlaubslektüre und auf jeden Fall auch ein Buch für Nicht-Auto-Versteher. Neben einigem technischem Geplänkel sind sehr viele witzige Dialoge enthalten. Mit gefällt vor allem, dass Susa Bobke den Blick oft weg vom Technischen lenkt und völlig im Hier und Jetzt ist. Sie nimmt ihre Umwelt (Vögel, Bäume, Sträucher, Wetter und nicht zuletzt Menschen) intensiv wahr und an wenigen Stellen schimmert ganz dezent eine angenehme Spiritualität durch. Wie gesagt: ganz leicht nur. Aber es zeigt: diese Frau ist keine oberflächliche Autoliebhaberin sondern sie geht in ihrem Job auf und ihre Ruhe und ihre Dankbarkeit dem Leben gegenüber ist ansteckend. Und als Frau gefällt mir, dass es zwischen Männlein und Weiblein keine Unterschiede in den Pannen gibt. Dass auch immer mal wieder Männer hilflos vor einem SNA (springt nicht an)-Fahrzeug stehen. unterhaltsam und lustig 5 von 5 PunktenDieses Buch gibt ein unterhaltsames und bisweilen lustiges Bild davon ab, welche Typen von Autofahrern auf unseren Straßen unterwegs sind. Ein meiner Meinung nach rundum gelungenes Werk, das nie langweilig wird. Und wofür SNA die Abkürzung ist, habe ich schnell gelernt: springt nicht an! |
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Abgründe: Wenn aus Menschen Mörder werden - Der legendäre Mordermittler deckt auf von Josef WilflingGebundene Ausgabe von Heyne VerlagPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,18 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453167538, Erscheinungsdatum: März 2010 |
5 Kundenrezensionen:Wirklich gut 5 von 5 PunktenDas Buch ist spannend geschrieben. Weil die Fälle wirklich so geschehen sind, um so packender. Auch fließt das Wissen als Fachmann sehr gut eingewebt in den Text ein. Für mich ein in jeder Hinsicht gutes Buch Peter Strache Mäßige Durchschnittskost... leider! 2 von 5 PunktenIch interessiere mich grundsätzlich für spannende Einblicke in die Welt der Kriminalisten, in die Arbeit der Polizei, von Mordermittlern und Fahndern, ebenso wie für die psychologischen Abgründe und die Motive von Verbrechern. Das alles ist eine Parallelwelt, die Otto-Normalverbraucher größtenteils verborgen bleibt. Von daher war ich entsprechend neugierig, als ich das Buch von Josef Wilfling entdeckt habe. Leider hat das Buch die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Wilfling hat das Buch bewußt darauf ausgelegt, nur die "reinen Fakten" und Geschehnisse zu schildern, ohne dabei emotional oder (be)wertend zu sein. Das ist an sich ein guter und sehr vernünftiger Ansatz, im Endeffekt hat das aber leider dazu geführt, daß sich die einzelnen Geschichten über verschiedene Mörder und ihre Motive so trocken und zäh lesen wie Paragraphen eines Gesetzbuches. Da hilft es auch wenig, daß Wilfling die gesetzlichen Kriterien für die Definition von "Mord" (Habgier, Mordlust, ...) genommen und für jedes dieser Motive jeweils ein Beispiel gebracht hat - was ja an sich auch eine gute Idee ist. Es liest sich einfach viel zu schwerfällig und langweilig. Besonders irritiert hat mich in diesem Zusammenhang auch, daß im Bereich Sexualität plötzlich der "Fall" eines Paares auftaucht, welches zwar ein freiwilliges Opfer für kanibalistische bzw. verstümmelnde Sexpiele gesucht hat, es aber nie zur konkreten Tat gekommen ist. Das ist schlimm und geschmacklos, keine Frage, aber was ist der Sinn und Zweck dieser Geschichte in einem Buch, welches sich mit vollzogenem (!) Mord beschäftigt? Ich habe es nicht verstanden. Von der eigentlichen polizeilichen Arbeit, die hinter Mordermittlungen steckt, erfährt man nur wenig - leider! Wilfling erzählt Details der Ermittlungen seltsam oberflächlich und irgendwie hektisch herunter, geht auch auf die Täter nur rudimentär ein und berichtet auch von den Verhören, die meiner Meinung nach mit zum Interessantesten des Themas gehören, unbefriedigend blutleer. Alles in allem ist "Abgründe" ein Buch, an dessen Ende man sich fragt, was genau der Sinn und Zweck dahinter sein soll. Was genau wollte der Autor damit bezwecken? Eine psychologische Studie über Mörder und ihre Motive erstellen? Das ist ihm nicht gelungen, im Gegenteil, Wilfling betont am Anfang sogar selbst, daß er kein Psychologe ist und daher keine psychologischen Analysen macht. Wollte er die Arbeit der Kriminalpolizei bzw. einer Mordkommission schildern? Wenn ja, dann ist ihm auch das mißlungen, die Schilderungen sind viel zu oberflächlich, detailarm, hektisch. Wollte er den Leser mit den Geschichten faszinieren oder gruseln? Dazu fehlt es ihnen an irgendeiner Form von Emotion oder Spannung. Am Ende bleibt also eine Aneinanderreihung von Geschichten, in denen irgendwelche Menschen irgendwelche Morde begehen. Und als Leser weiß man dann, daß solche Dinge geschehen sind, man weiß nur nicht, was einem dieses Wissen genau bringen soll. Schade! Alles in allem hätte das ein interessantes Thema sein können. So aber kann man sich das Buch getrost sparen. Daher: 2 Sterne von mir. Unfreiwillig komisch 3 von 5 PunktenIch habe dieses Buch mit Interesse und Neugier gelesen und bereue es nicht. Aber ich trete Herrn Wilfling wohl nicht zu nahe, wenn ich feststelle, dass er sich als Autor professioneller Unterstützung hätte versichern sollen. Sein Sprachstil ist schlicht, manchmal altväterlich. Seine "Weisheiten" flach und trivial. Aber das Beste ist sein unfreiwilliger Humor. Ich las meiner Frau eine besonders lusitge Passage vor (und die war tiefernst gemeint), und wir lachten Tränen: Es geht darum, dass die Polizei die abgetrennten Köpfe zweier Studenten ausgräbt, die vor der Exekution mit Rohypnol betäubt worden waren. Diese Köpfe - die Augenlider waren geschlossen - hatten tagelang in einer Plastiktüte vergraben im Erdreich gelegen. Als sie nun vor Herrn Wilfling lagen, wunderte sich dieser, dass sie "nicht friedlich" guckten, sondern "irgendwie leer". Sorry, aber das ist einfach zum Brüllen! Erschreckend 5 von 5 PunktenNichts ist wohl erschreckender als die Wirklichkeit. Dieses Buch gibt einen sehr guten Einblick in die Interessante Arbeit von Kriminalern. Hoch spannend geschrieben als ob Herr Wilfling nie etwas anderes gemacht hätte, hoffentlich schreibt er noch eins. Buch befriedigt die reine Sensationsgier 1 von 5 PunktenDie die Idee, Mordfälle aus Sicht eines Ermittlers zu schildern, ist interessant. Aber Herr Wilfing erzählt (bisweilen ziemlich holprig), den Tathergang, ohne darauf einzugehen, was die Täter getrieben hat. Er schreibt, dass er nun einmal kein Psychologe sei und sich deshalb nicht zu den Tätern, ihren Biografien und Motiven äußern wolle. Er drückt sich damit aber um wesentliche Bestandteile einer Tat. Er erzählt beispielsweise die Geschichte einer Mörderin, die einem Rentner einen Besenstil in den Hals rammt. Die Frau, die nicht gerade intelligent war, keine Ausbildung hatte und vorbestraft war, war bei diesem Rentner untergekommen und musste ihm zu Willen sein. Diese Biographie wird aber nur gestreift, anstatt hier die Motive tiefer auszuloten, beschränkt sich Wilfing auf die detailgenaue Schilderung der Tat. Deshalb bedient dieses Buch nur die Sensationsgier der Leser und verpasst die Chance, zum besseren Verständnis solcher Taten beizutragen. |
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Ich bin dann mal weg. 6 CDs: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape KerkelingAudio CD von Roof MusicPreis bei Amazon: EUR 12,98, Angebote ab EUR 9,49 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3938781378, Erscheinungsdatum: Juli 2006 |
ProduktbeschreibungRoof Music Kerkeling | Ich bin dann mal weg (6 CDs), VÃ--Datum: 15.07.06 Aus der Amazon.de-RedaktionHape Kerkeling, aus der Kirche ausgetretener Komiker, Königin-Beatrix- und Horst-Schlämmer-Parodist, Schauspieler und (Let?s Dance)-Moderator, und der Jakobsweg, einer der wichtigsten Pilgerpfade überhaupt -- passt das zusammen? Auf den ersten Blick nicht wirklich. Kerkeling hat selbst seine Zweifel, als er sich in den Pyrenäen mit seinem elf Kilo schweren Rucksack Kehre für Kehre in Richtung fernes Saniago de Compostela dahinschleppt. Doch im Lauf der rund 800 Kilometer langen Tour schwinden die Zweifel, sowohl beim Autor als auch beim Leser. Die beiden passen, und wie. Der Jakobsweg ist seit knapp tausend Jahren Gegenstand unzähliger Aufzeichnungen und Bücher, gerade in den vergangenen Jahren gab es eine wahre Flut zu diesem Thema. Und doch ist Ich bin dann mal weg erfrischend anders, was an der ganz und gar typisch Kerkeling?schen Art und Weise liegt, seine rund sechs Wochen lange Tour amüsant und beschwingt, aber dennoch ergreifend und sehr persönlich wiederzugeben. Seine ungekünstelten Tagebucheinträge machen Mut, dass auch ausgewiesene Couch Potatos die durchaus vorhandenen Strapazen der Wanderung zu meistern. Strapazen lauern übrigens auch in Gestalt wenig komfortabler Unterkünfte, manch ungenießbar scheinender Mahlzeit und aufdringlicher Weggefährten. Kerkeling nimmt alle Hürden und dabei kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt die Dinge und Menschen, wie sie sind. Demzufolge fungiert das 320 Seiten starke und mit einigen netten Fotos angereicherte Buch als ausgezeichneter und sehr detaillierter Reiseführer -- wenngleich sich im Vergleich zum Jahr 2001, in dem dieser Trip stattfand, sicherlich einiges geändert haben dürfte. Wichtiger noch ist aber die Funktion als vom Jakobsweg losgelöster spiritueller Ratgeber. Das Gute daran: Das Buch will gar kein spiritueller Ratgeber sein. Missionarischer Eifer, arrogante Besserwisserei, nervige Erleuchtungseskapaden? Fehlanzeige. Und doch geht es viel um Gott, Religion, Wiedergeburt (ein Thema, dass die Boulevardpresse dankbar aufgriff) und die zentrale Frage ?Wer bin ich?? Seine Gedanken bringt Kerkeling in den so genannten ?Erkenntnissen des Tages? auf den Punkt. Kostprobe vom 3. Juli: ?Manchmal ist es das Vernünftigste, einfach herrlich verrückt zu sein!? Zum Beispiel, als untrainierter Wanderer sechs Wochen lang zu wandern. -- Christian Haas 5 Kundenrezensionen:Super - HaPe in seinem Element 5 von 5 PunktenDas Buch zu lesen war schon eine Freude - als Hörbuch mit Originalsound HaPe ist es einfach unschlagbar. Lesenswert 5 von 5 PunktenDas Buch ist super!! Für Hape Fans sowieso ein Muß. Er schreibt wie er spricht, man muß oft lachen, außerdem ist es auch interessant zu lesen, wie er den Weg erlebt und vor allem was er alles erlebt... Begeisterung pur - Ich bin dann auch mal weg 5 von 5 PunktenIch bin dann auch mal weg... Dieses Hörbuch ist wunderbar. Ich kenne schon das Buch und jetzt noch die CD's - Wahnsinn. Es macht Spaß zuzuhören und ich bekomme Lust auch den Weg zu gehen. Selbst meine zehnjährige Tochter hört mit Begeisterung zu und meinte: "Ich höre und entdecke jedesmal immer wieder neue Dinge." Sie hat recht. Genuss pur!!! Ich fand es richtig gut ! 5 von 5 PunktenIch muß zugeben, daß ich mich nun über ein Jahr davor gedrückt habe, es zu lesen. Eine Freundin hatte es mir empfohlen. Ich lese wirklich gerne und wirklich ziemlich viel. Vor kurzem kam mir in den Sinn, es jetzt einfach mal zu kaufen, wenn es Schund ist, lese ich es halt nicht fertig. Ich habe bislang noch nie ein Buch bewertet, hat sich nie ergeben. Zu schnell bin ich schon wieder mit dem nächsten Buch beschäftigt. Aber dieses muss ich einfach bewerten ! Hape Kerkeling hat ein Buch geschrieben... Was soll das schon sein ? Ich gebe zu, ich finde ihn jetzt nicht extrem schrecklich, würde mir aber auch nie wirklich gerne was von ihm anschauen. Vielleicht bin ich dafür manchmal zu humorlos ;-) Ich hatte die Befürchtung, das Buch sei schlecht. Es hat mich eines besseren belehrt! Ich finde es wirklich gut, es ist gut geschrieben und hat mich gefesselt! Ich mag die Art. Kein Reiseführer und dafür bin ich dankbar, keine Geschichte, sondern einfach die eigenen Gefühle und Erlebnisse aus ehrlicher eigener Sicht zu Papier gebracht. Ich habe negative Bewertungen gelesen, weil er in Hotels etc. abgestiegen ist, ABER genau dies macht es für mich so ehrlich ! Er hat ehrlich geschrieben, wie er darüber denkt und das finde ich klasse ! Warum soll er die Pilgerherbergen loben und preisen, nur damit er vielleicht auch allen Pilgern gefällt... Vielleicht macht es genau das aus ! Er steht zu seinen Schwächen und das macht ihn mir symphatisch. Ich denke, ich sehe ihn jetzt mit komplett anderen Augen ! Großartig! 5 von 5 PunktenEin Buch, von dem ich nicht zu viel erwartet habe, das mir dann aber grossartig gefallen hat. Fröhlich und inspirierend, manchmal zum Heulen und oft zum Lachen. Interessant und bewegend, aber nie belehrend oder missionarisch. Insgesamt also von mir klare 5 Sterne :) |
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Ohne Geld bis ans Ende der Welt: Eine Abenteuerreise von Michael WiggeBroschiert von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 7,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462041819, Erscheinungsdatum: Mai 2010, Auflage: 1., Auflage |
5 Kundenrezensionen:Kurzes Lesevergnügen, aber das ist es wert! 5 von 5 Punktenhallo, also wer hier ein buch mit besonderen tiefgang erwartet, der wird enttäuscht sein. Für alle anderen unentschlossenden: kauft es! habe es am strand im urlaub gelesen, und konnte gar nicht genug von dem buch kriegen. es ist witzig geschrieben und es macht echt spaß diese facettenreiche Abenteuerreise mitzuerleben. von mir ne klare kaufempfehlung lustig zu lesen, aber zu kurz beschrieben! 3 von 5 Punktenich habe mir das buch gekauft, weil ich ein interview mit dem buchautor michael wigge, einem journalisten, im ZDF gesehen hatte und mich die geschichte fasziniert hat. in dem interview hat er von einigen erlebnissen erzählt, welche er auf seiner reise erlebt hat. in dem buch habe ich dann leider nicht mehr viel Neues erfahren, bzw. sind seine Schilderungen sehr kurz, oberflächlich, "ungenau"- ich hätte mir mehr erwartet! aber alles in allem eine kurzweilige und lustige lektüre!! ähm naja 3 von 5 Punktenso wirklich ohne geld bis ans ende der welt wars ja nicht. Überall Leute, die er kennt und wenns eng wurde kontaktierte. Gerade da wärs interessant gewesen. Das System mit der Geschichte erzählen und dann was bekommen funktioniert nur so lange bis es nicht jeder macht. Vielleicht nochmal machen und dann ohne diverse Hilfsmittel! Sondern richtig! Origineller Reisebericht 5 von 5 PunktenDa ich das Buch als Geschenk für unseren Sohn kaufte, konnte ich es aus Zeitmangel nur "anlesen". Die ersten Kapitel waren schon recht vielversprechend. Auf jeden Fall ein interessantes Buch. Außerdem sehr preisgünstig. Kurzweilig, interessant, witzig 4 von 5 PunktenJa, der Autor hätte auch ein 600 Seiten Buch draus machen können. Trotzdem finde ich dieses Buch sehr unterhaltend und witzig geschrieben. Wer selber schon auf etwas ungewöhnliche Weise gereist ist, kann sich sehr wohl gut in die Situationen hinein versetzen und findet häufig beschriebene Situationen , die mich persönlich sehr zum lachen gebracht haben. Ein kurzweiliges Buch. Ich bin gespannt auf die DVD. |
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Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape KerkelingBroschiert von PiperPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 3,92 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492251757, Erscheinungsdatum: Mai 2010, Auflage: 12 |
Aus der Amazon.de-RedaktionHape Kerkeling, aus der Kirche ausgetretener Komiker, Königin-Beatrix- und Horst-Schlämmer-Parodist, Schauspieler und (Let?s Dance)-Moderator, und der Jakobsweg, einer der wichtigsten Pilgerpfade überhaupt -- passt das zusammen? Auf den ersten Blick nicht wirklich. Kerkeling hat selbst seine Zweifel, als er sich in den Pyrenäen mit seinem elf Kilo schweren Rucksack Kehre für Kehre in Richtung fernes Saniago de Compostela dahinschleppt. Doch im Lauf der rund 800 Kilometer langen Tour schwinden die Zweifel, sowohl beim Autor als auch beim Leser. Die beiden passen, und wie. Der Jakobsweg ist seit knapp tausend Jahren Gegenstand unzähliger Aufzeichnungen und Bücher, gerade in den vergangenen Jahren gab es eine wahre Flut zu diesem Thema. Und doch ist Ich bin dann mal weg erfrischend anders, was an der ganz und gar typisch Kerkeling?schen Art und Weise liegt, seine rund sechs Wochen lange Tour amüsant und beschwingt, aber dennoch ergreifend und sehr persönlich wiederzugeben. Seine ungekünstelten Tagebucheinträge machen Mut, dass auch ausgewiesene Couch Potatos die durchaus vorhandenen Strapazen der Wanderung zu meistern. Strapazen lauern übrigens auch in Gestalt wenig komfortabler Unterkünfte, manch ungenießbar scheinender Mahlzeit und aufdringlicher Weggefährten. Kerkeling nimmt alle Hürden und dabei kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt die Dinge und Menschen, wie sie sind. Demzufolge fungiert das 320 Seiten starke und mit einigen netten Fotos angereicherte Buch als ausgezeichneter und sehr detaillierter Reiseführer -- wenngleich sich im Vergleich zum Jahr 2001, in dem dieser Trip stattfand, sicherlich einiges geändert haben dürfte. Wichtiger noch ist aber die Funktion als vom Jakobsweg losgelöster spiritueller Ratgeber. Das Gute daran: Das Buch will gar kein spiritueller Ratgeber sein. Missionarischer Eifer, arrogante Besserwisserei, nervige Erleuchtungseskapaden? Fehlanzeige. Und doch geht es viel um Gott, Religion, Wiedergeburt (ein Thema, dass die Boulevardpresse dankbar aufgriff) und die zentrale Frage ?Wer bin ich?? Seine Gedanken bringt Kerkeling in den so genannten ?Erkenntnissen des Tages? auf den Punkt. Kostprobe vom 3. Juli: ?Manchmal ist es das Vernünftigste, einfach herrlich verrückt zu sein!? Zum Beispiel, als untrainierter Wanderer sechs Wochen lang zu wandern. -- Christian Haas 5 Kundenrezensionen:Super - HaPe in seinem Element 5 von 5 PunktenDas Buch zu lesen war schon eine Freude - als Hörbuch mit Originalsound HaPe ist es einfach unschlagbar. Lesenswert 5 von 5 PunktenDas Buch ist super!! Für Hape Fans sowieso ein Muß. Er schreibt wie er spricht, man muß oft lachen, außerdem ist es auch interessant zu lesen, wie er den Weg erlebt und vor allem was er alles erlebt... Begeisterung pur - Ich bin dann auch mal weg 5 von 5 PunktenIch bin dann auch mal weg... Dieses Hörbuch ist wunderbar. Ich kenne schon das Buch und jetzt noch die CD's - Wahnsinn. Es macht Spaß zuzuhören und ich bekomme Lust auch den Weg zu gehen. Selbst meine zehnjährige Tochter hört mit Begeisterung zu und meinte: "Ich höre und entdecke jedesmal immer wieder neue Dinge." Sie hat recht. Genuss pur!!! Ich fand es richtig gut ! 5 von 5 PunktenIch muß zugeben, daß ich mich nun über ein Jahr davor gedrückt habe, es zu lesen. Eine Freundin hatte es mir empfohlen. Ich lese wirklich gerne und wirklich ziemlich viel. Vor kurzem kam mir in den Sinn, es jetzt einfach mal zu kaufen, wenn es Schund ist, lese ich es halt nicht fertig. Ich habe bislang noch nie ein Buch bewertet, hat sich nie ergeben. Zu schnell bin ich schon wieder mit dem nächsten Buch beschäftigt. Aber dieses muss ich einfach bewerten ! Hape Kerkeling hat ein Buch geschrieben... Was soll das schon sein ? Ich gebe zu, ich finde ihn jetzt nicht extrem schrecklich, würde mir aber auch nie wirklich gerne was von ihm anschauen. Vielleicht bin ich dafür manchmal zu humorlos ;-) Ich hatte die Befürchtung, das Buch sei schlecht. Es hat mich eines besseren belehrt! Ich finde es wirklich gut, es ist gut geschrieben und hat mich gefesselt! Ich mag die Art. Kein Reiseführer und dafür bin ich dankbar, keine Geschichte, sondern einfach die eigenen Gefühle und Erlebnisse aus ehrlicher eigener Sicht zu Papier gebracht. Ich habe negative Bewertungen gelesen, weil er in Hotels etc. abgestiegen ist, ABER genau dies macht es für mich so ehrlich ! Er hat ehrlich geschrieben, wie er darüber denkt und das finde ich klasse ! Warum soll er die Pilgerherbergen loben und preisen, nur damit er vielleicht auch allen Pilgern gefällt... Vielleicht macht es genau das aus ! Er steht zu seinen Schwächen und das macht ihn mir symphatisch. Ich denke, ich sehe ihn jetzt mit komplett anderen Augen ! Großartig! 5 von 5 PunktenEin Buch, von dem ich nicht zu viel erwartet habe, das mir dann aber grossartig gefallen hat. Fröhlich und inspirierend, manchmal zum Heulen und oft zum Lachen. Interessant und bewegend, aber nie belehrend oder missionarisch. Insgesamt also von mir klare 5 Sterne :) |
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Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone von Dieter MoorTaschenbuch von rororoPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,10 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499624753, Erscheinungsdatum: November 2009, Auflage: 8 |
5 Kundenrezensionen:Ein Buch mit Nachhall, kurzweilig und doch mit vielen Fragen. 5 von 5 PunktenAls Urlaubslektüre habe ich dieses Buch augenzwinkernd mit dem Hinweis empfohlen bekommen, hier mehr über die "Ostdeutsche Seele" zu lesen und diese dann vielleicht auch besser zu verstehen. Vordergründig sehr unterhaltsam ist im Hintergrund jedoch mindestens eine zweite Spur zu entdecken. Für mich spannte sich der Bogen über die Fahrt des Protagonisten zu einem vorher unbesehenen Gehöft, über das Zweifeln bei Hürden, bis hin zu einer geglückten (?) Integration. Abgesehen von der sehr plastischen Skizzierung der einzelnen Charaktere blieb bei mir trotz der scheinbaren Leichtigkeit eine erst nicht genau benennbare Frage: Wie ist es im zunehmenden Alter möglich, sein Leben nicht nur zu ändern, sondern es auch so zu verändern, wie Herr Moor und seine Frau, wenn es keinen Rückweg gibt? Einem 30 oder 40jährigen würde ich sagen, versuch es, wenn es nicht klappt, es wird etwas anderes geben. Ein 50jähriger wird sich einen solch radikalen Neubeginn überlegen und noch später bleibt die Frage, geht es überhaupt. Und bei dem, was Herr Moor dann aus dem holprigen Beginn machte, kann ich als Leser nur sitzen und staunen, vielleicht ein wenig wie bei "Hektors Reise oder die Suche nach dem Glück", was ich bei so viel Glück nach der Hälfte des Buches nicht mehr ertragen habe. Wie gesagt, es ist kein offener Neid, der sofort entsteht, es ist ein Nachhall, der sich erst später einstellte, so z.B. als ich jetzt am Genfer See spazieren ging und einen knall roten "Hürlimann" am Ufer stehen sah. Es ist nicht einfach, sein Leben zu ändern. Ein Manko - der Untertitel (Geschichten aus der arschlochfreien Zone) ist nicht nur überflüssig, sondern er passt auch nicht zum Gesamttenor des Buches. Hier hege ich die Hoffnung, dass es nicht Herr Moor war, sondern ein Hinweis des Lektors oder des Verlages, der den Verkauf förden sollte. Dies hat das Buch nicht nötig. Unterhaltsam mit einem charmanten Hauch Schweizer Naivität 3 von 5 PunktenMoor schreibt frei von der Leber weg, so scheint es. Unterhaltsam für einen netten Abend auf dem Sofa (besser: auf der Terrasse). Seine offenkundige Überraschung angesichts der sozialistischen Lebenswirklichkeit und Lebenswege in Ostdeutschland amüsiert. Sie sei ihm als Schweizer Staatsbürger aber großzügig verziehen. Der gewählte Titel ist grandios! (Die Sache mit dem Ar...loch hingegen hätte man überdenken können.) Alles Gute Herr Moor und willkommen in Ostdeutschland. Unterhaltsame, kurzweilige und humorvolle Literatur 5 von 5 PunktenKurz gesagt, Moors Erfahrungen im ostdeutschen Niemandsland, der sein Kennenlernen mit den Einheimischen im Barnim beschreibt, sind voller Anekdötchen, Situationskomik und Wortwitz. Moor zieht vonn einem Bauernhof in der Schweiz auf einen Hof in das von Berlin nordöstliche gelegene Barnim. Seine "Akklimatisation" und zwischenmenschlichen Erfahrungen mit den dort lebenden Typen und Charakteren beschreibt er auf unnachahmlch humorvolle Weise. Habe mich des öfteren in einigen Situationen wiederfinden können und laut gelacht. Z.B. der Aushub einer Grube. Während der kleine Schweizer Moor (sein alter Ego) sich gleich die ersten Minuten überarbeitet - als gelte es ein Showbuddeln für nicht vorhandene Zuschauer zu veranstalten - und nach 10 Minuten fix und fertig ist, gräbt der gemeine Preuße ruhig und konstant mit seiner Schaufel das Erdloch und ist erstens am Ende schneller mit der Arbeit und zweitens physisch weniger fertig als der kleine Schweizer. Dieses und andere Situationskomik beschreibt Moor in diesem herrlich kurzweiligen Büchlein. Lange nicht mehr so viel geschmunzelt. Bei Seite 150 augegeben... 2 von 5 PunktenAlso Freunde, das ist ein Blog oder früher hätte man gesagt ein Tagebuch zum Buch aufgeblasen, leider mit ganz wenig Luft. Traurig. Taugt noch nicht mal zur Ferienlecktüre. Ist schlicht zu dünn. Bei Seite 150 konnte ich nicht mehr und habe hier reingeschaut und erfahren, dass es noch schlimmer werden soll. Danke nein! Absolut empfehlenswert! 5 von 5 PunktenMit Liebe für's Detail geschrieben und sehr glaubwürdig. Seit langem habe ich mal wieder ein Buch Wort für Wort gelesen - und nicht nur überflogen. Schade, dass es nach einem Tag bereits ausgelesen ist... |
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Russendisko von Wladimir KaminerTaschenbuch von Goldmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,59 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442541751, Erscheinungsdatum: Juli 2002 |
Aus der Amazon.de-RedaktionAls sich im Sommer 1990 die Ära Gorbatschow ihrem Ende zuneigt, Putin noch lange nicht Präsident, sondern KGB-Schlapphut ist und Helmut Kohl nach dem Mantel der Geschichte langt, beschließt der 23-jährige Moskauer Wladimir Kaminer, sein Leben zu ändern. "Go west", lautet die Parole -- doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Ticket nach Ost-Berlin schlappe 96 Rubel kostet und man kein Visum benötigt? So schlüpft Kaminer in den himmelblauen Sonntagsanzug und setzt sich mit seinem Freund Mischa, einer Stange russischer Zigaretten sowie einer Flasche Wodka der Marke "Lebewohl" in den Zug. Do swidanija! Nur 48 Stunden später treffen die beiden mit Brummschädel in Berlin-Lichtenberg ein: "Die ersten Berliner, die wir kennen lernten, waren Zigeuner und Vietnamesen. Wir wurden schnell Freunde." Die Tage im Plattenbau-Ausländerheim von Marzahn sind längst vorbei. Heute gehört der DJ, Autor und Theatermann Wladimir Kaminer zu den Szene-Stars des neuen Multi-Kulti-Berlin: Die "Berliner Seiten" der FAZ drucken seine Texte ebenso gern wie die untergangsbedrohte taz, beim SFB moderiert er eine eigene Sendung (Wladimirs Welt). Im Kaffee Burger, das sich nach der Übernahme durch den Prenzlauer-Berg-Poeten Bert Papenfuß zur kuschligen Party-Location wandelte, zelebriert Kaminer einmal im Monat seine berüchtigte "Russendisko" -- Völkerverständigung und proletarischer Internationalismus, einst von Wladimir Iljitsch Lenin gepredigt, werden auf der engen Tanzfläche geübt, dazu wirft ein Videobeamer alte sowjetische Zeichentrick- und Kriegsfilme an die Blümchentapete. Russendisko hat Kaminer auch seine erste Buchveröffentlichung genannt: 50 Erzählungen aus einem Berliner Alltag, den die üblichen Verdächtigen aus der "Paris Bar" nur vom Hörensagen kennen. Wer hier überleben will, muss wandlungsfähig sein: Die Türken im Imbiss nebenan erweisen sich als Bulgaren, den biederen Beamten vom Arbeitsamt trifft man abends in der Schwulenbar -- und selbst die vietnamesischen Zigarettenhändler sind nicht viel mehr als ein medial erzeugtes Klischee: Sie kommen mehrheitlich aus der inneren Mongolei. Kaminers Helden haben alle Hände voll zu tun, sich zwischen den Fallstricken des Asylrechts, Liebeshändeln und obskuren Jobs durch den Großstadtdschungel zu hangeln. Da ist der Slawistikstudent Sascha, der als Tellerwäscher im australischen Krokodilsteakhaus jobbt; da ist der "Radiodoktor" aus der Ukraine, der den Berliner Russen erklärt, was man gegen Pickel tun kann: "Die sagen Clerasil, aber ich kann mich noch gut erinnern, Benzin tut es auch." Die Damen vom russischen Telefonsex ("Mach deine Hose auf, wir nostalgieren zusammen!") dürfen ebensowenig fehlen wie der namenlose Asylbewerber, der sich, von der Polizei verfolgt, beim rettenden Sprung aus dem Fenster an einem REP-Plakat ("Mut zur Wahl -- wähle national!") abseilt. Wer Kaminer bei all dem für einen plumpen Possenreißer und Zyniker hält, hat nichts begriffen. Der Mann kann nicht nur genau beobachten -- er liebt sie, seine skurrilen Großstadtindianer, die wohl vom Leben gebeutelt, aber nie ohne Hoffnung sind. Und, mal ehrlich: Wer, wie Kaminer, nicht nur deutsch schreibt, sondern unsere komplizierte Sprache mit der sowjetischen Fibel Deutsches Deutsch zum Selberlernen gepaukt hat -- der kann kein schlechter Schriftsteller, ach was: Der kann kein schlechter Mensch sein. Also: Kaufen Sie Kaminer! Und tun Sie, was ein russischer Berlin-Reiseführer seinen Lesern als ultimativen Kick empfiehlt: "Hissen Sie Ihre ganz persönliche Flagge auf dem neuen Reichstag -- Berlin erleben und erobern!" --Niklas Feldtkamp Amazon.de-HörbuchrezensionWladimir Kaminer ist ein Russe am Prenzlauer Berg. Nach Berlin gekommen ist er 1990 in den Freudezeiten der Perestroika und auch nur, weil er mal den Westen sehen wollte, keine Bekannten in San Francisco hatte (wie Michail Gorbatschow) und sich ohne Reisepass auch einfach nichts anderes anbot. Nun ja, "zum Spaß" und "aus Neugier" ist er dann einfach da geblieben -- zum Glück, denn der studierte Moskauer Dramaturg und sich nicht immer allzu ernst nehmende "russische Intellektuelle" ist heute eine dieser Kulturpersönlichkeiten, die den frischen Wind in die Stadt gebracht haben, der dort heute an allen Ecken heftigst weht. Russendisko ist Kaminers erster Erzählungsband und er liest selbst mit wunderbar russisch-gebrochener Zunge daraus vor: Von unmotivierten Wohnungsbesetzungen, jugoslawischen Hexen (mit horrenden Honoraren), verrückten Sinti und Roma aus Marzahn, die gern mit Autos gegen Bäume fahren, und dann war da auch noch dieser Künstlerfreund, aus dessen Meißel fast das Holocaust-Mahnmal entstanden wäre (und dann auf einer Erotik-Messe in Hamburg ein großer Erfolg wurde). Wladimir Kaminer erzählt vom ganz normalen Blues und Alltag vor seiner Haustür. Die kleinsten Geschichten sind dabei die größten und so richtig ernst wird es noch nicht einmal dann, wenn der Autor seinem herrlich urrussischen, fatalistischen Schwermut freien Lauf lässt. Berlin ist im Aufbruch, sagt man. Wenn man Kaminer liest, erahnt man, was damit wohl eigentlich gemeint sein sollte: Der Aufbruch führt ins Chaos und hat viele schöne Begleiterscheinungen. Willkommen in Absurdistan... die nächste Tram fährt direkt dorthin. Berliner, lest dieses Buch, so kennt Ihr Eure Stadt noch nicht! Und Nicht-Berliner, packt vorher schon mal Eure Koffer! Darauf einen Wodka, "meine kleinen Freunde"! Russendisko ist auch als Audiobuch auf 1 Kassette erhältlich. --Wolfgang Tress 5 Kundenrezensionen:Total langweilig und überbewertet- habe mich geärgert! 1 von 5 PunktenIch bin eigentlich sehr tolerant, aber als Deutschlehrerin kann ich von diesem Buch nur abraten! So ein langweiliges und belangloses Buch! NICHT KAUFEN! Ganz nett, aber nichts, das länger im Gedächtnis bleibt 4 von 5 PunktenDas Buch ist inzwischen schon fast ein bisschen "veraltet". Es spielt in Berlin, von der Zeit der Wende bis einige Jahre später. Diese Stadt hat sich jedoch in den letzten Jahren so stark verändert, dass das Buch jetzt 20 Jahre nach der Wiedervereinigung schon fast ein bisschen wie aus einer anderen Zeit wirkt. All denen, die lieber ein aktuelleres Bild von Berlin wollen, empfehle ich Kaminers neuere Bücher. "Russendisko" ist jedoch gut zu lesen, eine leichte Lektüre, die man gerne zu Ende liest. Nicht unbedingt trivial, aber auch ohne besonderen Tiefgang. Ein Buch, das Spaß macht, aber auch nicht lange im Gedächtnis verweilt. Jedes Kapitel ist in sich relativ abgeschlossen, es gibt keinen kontinuierlichen Verlauf oder Entwicklung. Etwas genervt hat mich, dass manche Sachen mehrfach wiederholt werden, so als wären sie eigentlich vor den vorherigen Kapiteln geschrieben worden und man manchmal nicht so genau weiß, wie das alles zusammenpasst. Auch fragt man sich ständig, was nun der Wahrheitsgehalt der ganzen Geschichten ist, da Kaminer aus der Ich-Perspektive schreibt, so als ob er das alles wirklich erlebt hätte. Oft hat man den Eindruck, dass den meisten Geschichten ein wirkliches Erlebnis zu Grunde liegt, das aber stark übertrieben und ausgeschmückt wurde. Es bleibt leichte Verwirrung beim Leser, wie man das ganze nun auffassen soll. Ach ja, und wer sich grundsätzlich nicht für Russen interessiert, den wird das ganze auch langweilen; aber das sagt ja schon der Titel ;-) Super Buch! 5 von 5 PunktenIch habe wirklich sehr viel Spaß beim lesen dieses Buches gehabt! Wladimir hat wirklich hier die 5 ***** verdient für seinen beobachtenden und unterschwelligen Humor, der mich persönlich wirklich begeistert. Russenhumor 5 von 5 PunktenWar echt zum Brüllen! Die kleinen Kurzgeschichten kann man immer mal zwischendurch lesen. Das Buch ist sehr empfehlenswert. Leichte Kost für Zwischendurch. Langweilig! 2 von 5 PunktenAufgrund der vielen positiven Meldungen über Kaminer hab auch ich mir sein Erstlingswerk gekauft. Schade ums Geld. Flache Geschichten ohne Pointen. Man hat den Eindruck, dass er einige Texte krampfhaft oder einfach nr schnell hingeschmissen hat. Zwei Sterne gibt es für die immerhin manchmal witzigen Einwürfe. |
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Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen von Joachim GauckGebundene Ausgabe von Siedler VerlagPreis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 18,89 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3886809358, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: 10 |
5 Kundenrezensionen:"Die persönliche Freiheit ist und bleibt das wichtigste Gut des Menschen." Konrad Adenauer 5 von 5 PunktenHerr Gauck war Systemgegner und Mitgestalter der friedlichen Revolution in der DDR, Abgeordneter und Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Herr Gauck ist ein Kämpfer für die persönliche Freiheit der Menschen in den letzten Jahrzehnten gewesen. Sein Buch ist eine lesenswerte Biographie und auch gleichzeitig ein lebendiges Zeitzeugnis deutscher Geschichte der letzten 70 Jahre. Aufgewachsen in einem Dorf an der Ostseeküste, erlebte er dort das Ende des zweiten Weltkrieges mit seinen Gräueltaten. Er schildert wie nach dem Krieg die Kriegsgefangenen zurückkehrten und die damit verbundenen Schwierigkeiten in der eigenen Familie. Nach dem Abitur studierte er Theologie, da für ihn die theologischen Fakultäten der einzige Raum war, der nicht dem unmittelbaren Zugriff des Staates und der Partei ausgesetzt war, der ihm ein unabhängiges Denken ermöglichte, in dem die Existenz nicht an eine Unterordnung gebunden war. Spätere Anfeindungen und Überwachung durch die Stasi, während seiner Berufsausübung als Pastor, erledigte er auf seine eigene unbeugsame und kluge Art. Er schildert kurz welche Schwierigkeiten auch seine Kinder als Pastorenangehörige in der DDR hatten. Da er unbeirrt seinen Weg ging und damit bekannt wurde, konnte er dann auch zur einer wichtigen Symbolfigur für die Veränderungen im Jahre 1989 werden. Nach dem Mauerfall wurde er Abgeordneter und schließlich Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Er schildert seine Arbeit beim Aufbau dieser Abteilung und den Schwierigkeiten denen er dabei begegnet ist, um den Bürgern die Einsicht in ihre über sie gesammelten Unterlagen zu ermöglichen. Sehr schön sind seine Gedanken am Ende des Buches wo er noch einen kurzen Rückblick auf das gesamte Leben und unser Gesellschaftssystem macht. Lesenswert! Mut zur Erneuerung : eine Lebensbilanz. 4 von 5 PunktenJoachim Gauck, dessen Erinnerungen durch seine Kandidatur zur Wahl des Bundespräsidenten 2010 an Aktualität gewonnen haben, hat in einem spontan - unbefangenen Stil über seine Kindheit und Jugend in Mecklenburg und an der Ostsee berichtet. 1940 geboren hat er die unmittelbaren Kriegsgeschehnisse noch hautnah mitbekommen. Naturgemäß war er zu klein, um die ungeheuren Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs zu erfassen. Er wuchs in Wustrow auf, einem zu Mecklenburg gehörenden Ort, in dem Landwirtschaft betrieben wurde und in der Großmütter und Tanten residierten. Der Vater war lange im Krieg und später in Sibirien,so dass er für den kleinen Joachim erst in seinen frühen Jungenjahren in Erscheinung trat. Sehr gefühlsbetont sind die schönen Erinnerungen an das Landleben und die Ostsee. Geschwister, Großmütter, die starke Mutter und gute Freunde lassen seine Jugend in einem heiteren und frohen Licht erscheinen. Erst das Studium und die Entwicklung in der DDR bestimmten ein Leben, das sich mit der Unfreiheit einrichten musste, ohne die Selbstbestimmung aufzugeben. Sehr gerafft beschreibt Gauck den politisch statischen Zustand in der DDR. Beruflich suchte er schon bald in Kirchenkreisen eine Heimat. Als seine zwei erwachsenen Söhne mit ihren Frauen und Kindern 1987 nach langem Kampf um die Ausreise die DDR verließen, ging ihm und seiner Frau und auch den Söhnen die Trennung sehr nah. Wenn man diese Zeilen liest, kann man ermessen, wie tragisch die Grenze der beiden deutschen Staaten Familien zerrissen und liebevolle Bindungen gewaltsam unterbrochen hat. In seinen Erinnerungen legt Joachim Gauck beredt Zeugnis ab von seinem Werdegang in der Kirche, seinen politischen Überzeugungen, in denen er unbeugsam blieb und der Bürgerrechtsbewegung in der DDR, die zuletzt in die Freiheit führte. Über tragische Szenen weiß er zu berichten, so weit sie die Eröffnung der Stasiunterlagen betrafen. Gauck ist lange Jahre Beauftragter für die Stasiunterlagen gewesen und war stets und ständig um Aufklärung bemüht. Der Titel zeigt eine Verkehrung der Welt, in der im Sommer Winter herrscht und im Herbst der Frühling lacht : auch so kann man die Geschehnisse einer politischen Wende deuten, denn in den Herzen der Menschen sieht es oft anders aus, als die Jahreszeit uns glauben machen will! Gaucks Buch ist eine Ermutigung, sich dem Terror und der Infamie politischer Willkür nicht zu beugen, sondern der eigenen moralischen Überzeugung zu folgen, so schwer das auch sein mag. Diese Botschaft könnte fürderhin auch weiteren Generationen dienen: ein wenig von der Aufbruchstimmung und dem Mut zum Anpacken, der Tatkraft des Helfens und der Ermutigung zum Fortschritt ist zu jeder Zeit und gerade auch heute dienlich! Ein bewegtes Leben - eines Bundespräsidenten würdig 4 von 5 PunktenDer Buchtitel ist etwas ungewohnlich - er ergibt sich aus den Überschriften der beiden zentralen Kapitel im Buch, welche einen Bogen spannen über sein bewegendes Leben. Winter im Sommer - damit ist gemeint die Verhaftung seines Vaters im Juni 1951. Aus nach heutigen, demokratischen Maßstäben völlig nichtigen Gründen, etwa dem Besitz einer Zeitschrift aus dem Westen. So belanglos die Gründe, so brutal die Strafe: 2 Mal 25 Jahre Haft und Verschleppung nach Sibirien. Zum Glück kam der Vater dann 1955 frei - nicht gebrochen aber gezeichnet. Man kann gut nachvollziehen, wie prägend dieses Erlebnis für Joachim Gauck für sein gesamtes Leben war. Ein weiteres wichtiges Datum im Buch ist der 13. August 1961. Anhand zahlreicher Beispiele wird gezeigt, wie einschneidend dieser Tag im Leben vieler war, auch fur die Familie Gauck selbst. 1984 stellen seine beiden Söhne Christian und Martin einen Ausreiseantrag. Im Dezember 1987 ist es dann soweit. Im Abstand von nur einem Tag muss Joachim Gauck seine beiden Söhne auf dem Rostocker Bahnhof verabschieden. Aus damaliger Sicht ja für immer. Als dann ein paar Tage später am Heiligabend auf einmal 2 Söhne, 2 Schwiegertöchter und 3 Enkel nicht mehr mit dabei waren, kann man sich gut vorstellen, wie traurig dieses Weihnachten für ihn und seine Frau war. Wie stand er selbst zu der Frage: gehen oder bleiben ? Er blieb, weil er in der Kirche einen Frei- und Schutzraum gefunden hatte. Er schreibt im Buch: " Die theologischen Fakultäten waren der einzige Raum, der nicht dem unmittelbaren Zugriff des Staates und der Partei ausgesetzt war, der unabhängiges Denken ermöglichte, in dem die Existenz nicht an Unterordnung gebunden war". Als Pfarrer machte er seinen Weg zunächst in einer kleinen Gemeinde, dann in einem Neubauviertel von Rostock. Und als Pfarrer erlebte er auch seinen zweiten Wendepunkt im Leben - für den der zweite Teil des Buchtitels steht - den Frühling im Herbst - den Herbst 1989. Es war eine Zeit der Umbrüche - auch für ihn ganz persönlich: Die Trennung von seiner Frau, der Umzug nach Berlin und natürlich seine neue Tätigkeit als Abgeordneter und dann später als Leiter der nach ihm genannten Behörde. Der Teil des Buches hierüber ist kleiner als vermutet - vielleicht zeigt das auch seine Bescheidenheit. Denn seine Verdienste in dieser Funktion sind ja unbestritten. Ganz am Schluss des Buches ist ein Foto abgebildet. Es ist am 23.05.2009 aufgenommen, dem 60. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes und den Tag der Wahl des Bundespräsidenten. Man sieht Joachim Gauck vor der Mauer des Reichstages sitzen - im Hintergrund die Deutschlandfahne. Vielleicht ein Omen? Wenn man diese Biographie gelesen hat, welche die Brüche der deutschen Geschichte so exemplarisch widerspiegelt, dann kommt man zur Überzeugung, dass Herr Gauck ein würdiger Bundespräsident wäre. Über das zu geringe Ansehen des Mutes zum "Aufrechten Gang" 5 von 5 PunktenNun, da Joachim Gauck für das Bundes-Präsidenten-Amt vorgeschlagen wurde, werden sich hoffentlich noch mehr interessierte Leser finden. Natürlich ist es traurig, dass er keinerlei Chance besitzt gegen solch aalglatte, fast elegant System-hörige Partei-Soldaten wie Christian Wulff, der noch pflegeleichter und peinlicher brav wirkt, als die erst ins Visier der Köhler-Nachfolge geratene Ursula von der Leyen. Die Tendenz im Westen ist nicht viel anders als im Osten: Die Ängstlichen und Feigen haben immer bessere Karriere-Chancen als die Mutigen. Die schabloniert Redenden, durch viele Gehorsams-Prüfungen duckmäuserisch Gelaufenen werden in jedem System leider den Nachdenklichen, selbst zur Sprache Findenden, am Ende gar Wortgewaltigen vorgezogen. Das Debakel mit dem unbeholfenen Redner Horst Köhler hätte deutlich machen müssen, wir brauchen Menschen, die wirklich gut denken und formulieren können - wie der damalige, legendäre Bundespräsident Theodor Heuss. Der "aufrechte Gang" ist natürlich nicht nur germanistische Eleganz. Er ist im Kern die Fähigkeit, Kurs-Korrekturen zu verlangen, auch wenn die Meute dagegen anschreit. Dass sich die Partei "DIE LINKE" am meisten noch gegen Gaucks Wahl zum Bundespräsidenten ausspricht, lässt das Herz für diesen Mann erst recht höher schlagen. Er wird chancenlos abgleiten am Gezerre der Partei-Kader, hier im Westen wie damals im Osten. Aber dass noch mehr sein Buch lesen, das wird ihm durch die erneute Publizität seiner Person hoffentlich als kleines Trost-Geschenk zuteil werden. Gregor Gysi und Manfred Stolpe werden sein Buch sicherlich nicht kaufen. vier Jahreszeiten 5 von 5 PunktenDie Gauck-Behörde ist sicher jedem irgendwie ein Begriff. Wer ist aber der Mann, der dieser Behörde den Namen gab? Joachim Gauck ist Jahrgang 1940 und wurde in Rostock geboren. Er studierte Theologie und war mehrere Jahre als Pfarrer tätig. Er war Mitbegründer des Neuen Forums. Schon früh war er in von seinen Gedanken her so weit, dass er mit den Machenschaften des Sozialismus und der Diktatur in Opposition ging. Von 1990 bis zum Jahr 2000 war er dann der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen - Für demokratie. Er lebt momentan in Berlin. Inhalt und Gliederung: Das Buch ist in 14 Kapitel, Dank und Bildnachweis gegliedert. Wo ich her bin ..." Winter im Sommer Gehen oder bleiben Wege - Suche - Wege Aufbruch in ein Missionsland Kirche im Sozialismus? Schwarze Pädagogik in rot Zum Beispiel Frühling im Herbst Volkskammer: frei und frei gewählt Aufbau ohne Bauplan Turbulente Jahre Freiheit, die ich meine" Berlin. Mai Dank Bildnachweis Ein kleines Dorf an der Ostsee war Gaucks Kindheitsparadies. Nachdem er Theologie studiert hatte, war sein Arbeitsumfeld die Kirche in Mecklenburg. Er wahrte immer schon Distanz zum DDR-System. Es ergab sich logischerweise, dass er einer Bewegung beitrat, die mitverantwortlich war für den Umbruch von 1989. Politisch verantwortlich war Gauck dann nach der Wende. Er wurde Abgeordneter. Das erste freie Parlament der DDR war nun sein Tätigkeitsfeld. Er wurde erster Beauftragter für Stasi-Unterlagen (Aha - daher auch der Name !!) 10 Jahre war er hier tätig. Nun ist er 70 Jahre und dachte sich, dass er seine zahlreichen Erinnerungen - zum einen von der DDR und zum anderen vom Umbruch und der Zeit danach - der Nachwelt zum Lesen und Erinnern geben sollte. Meine Meinung zum Buch: Ich finde, dass dieses Buch sehr gut die Kurve bekommt zwischen einem politischen Werk, einer Biografie und einer persönlichen Erinnerung. Nichts kommt zu kurz und das Buch insgesamt kommt sehr locker rüber, liest sich super und gibt doch so viele Informationen preis, die den Leser fesseln, die dem Leser sehr viel Interessantes vermitteln, auf leicht verständliche Art, die einen Einblick in Gaucks Leben gewähren, aber auch einen Einblick in die politische Lage beider Seiten. Gauck lässt den Leser an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben, lässt ihm aber auch Freiraum, sich selbst während dieser Umbruchszeit wieder zu entdecken und sich Gedanken machen, wie und warum alles so kam. Das Buch birgt sehr viel Hintergrundinfos und tolles Bildmaterial. Man kann während der Kapitel von Anbeginn nachvollziehen, wie sich Gauck in seinem Leben, Denken und Wirken entwickelt hat, man kann aber auch perfekt nachvollziehen, wie die Wende sich gestaltete. Der Inhalt ist so gewählt, dass man von Beginn an ein Leben verfolgen kann und Geschichte live verspürt. Es geht los in Wustrow, wo Gauck aufwuchs, wo er Sommer erlebte und was er auch mit Sommer verbindet. Hier sind seine frühsten Erinnerungen beheimatet. Seine Familie ist hier in seiner Erinnerung. Daran lässt er auch den Leser teilhaben. Es ist sozusagen der Einstieg in ein relativ politisches Leben und Denken eines bekannten Menschen aus Ost und West. Hier wird auch beschrieben, wie Gauck zur Kirche fand. Zahlreiche erklärende und persönliche Bilder, u.a. auch aus dem Kriegssommer 1940 im Garten der Wohnung in Wustrow oder Ostern 1943 mit Vater, Mutter und Schwester untermalen die zu Herzen gehenden Texte. Kapitel zwei beschäftigt sich zuerst einmal mit dem 27. Juni, der für die Familie Gauck eine große Rolle spielte. Es war das Jahr 1951 und Großmutter Antonia wurde 71 Jahre alt. Aber das war nicht alles: VATER WURDE ABGEHOLT !!! war die Schreckensnachricht... Nun geht eine Kindheit zu Ende, Gauck macht sich Gedanken, was da wohl passiert sein kann. Er beschreibt dies aus der Sicht eines Kindes/Jugendlichen. Er schreibt es auch in der Ich-Schreibweise, was die Geschichte noch realistischer macht. Der Lese empfindet es so, als ob Gauck ihm seine Lebensgeschichte persönlich erzählt. Gehen oder bleiben" beschreibt Gauck als 15jährigen Jugendlichen. Wieder ist Sommer ... Er und sein Cousin waren in Paris. Das Verhältnis West/Ost - die vielen Unterschieden fielen ihm schon hier auf. Auch der Schriftsteller Uwe Johnson und seine Schwägerin Jutta und dessen Schwester Elisabeth spielen hier eine Rolle. Johnson schrieb Die Mutmaßungen über Jakob" Darin ging es um den Ost-West-Konflikt. Gauck las dieses Buch ... Aufbruch in ein Missionsland: Gauck ist verheiratet, er und seine Frau Hansi" Er skizziert hier das normale" Leben eines damaligen DDR-Bürgers in einem Plattenbau ... Wie er dies alles empfand mit seiner Familie. Auch der TRABI kommt hier zur Sprache ... Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Kirche im Sozialismus. Es werden auch Zahlen genannt, also dieses Buch ist nicht nur" ein reiner biografischer Roman, sondern zeigt dem Leser auch sehr viele interessante Details aus dem DDR-Alltag auf. Heinrich Rathke, Landesbischof - frischer Wind, Jugendarbeit in der DDR und und und .... ALLES THEMEN, DIE MAN NICHT VERGESSEN SOLLTE !!! Martin ist Gaucks 15jähriger Sohn, auch er wird im Buch natürlich erwähnt. Er hatte einen Parka aus dem Westen bekommen. Alltägliches im DDR-Alltag ... Kleine und große, familiäre und weltbewegende Ereignisse und Szenen und Details werden im Buch sehr gut verknüpft und ergeben einen interessanten, spannungsgeladenen gut strukturierten Roman, der ein Leben zeichnet, welches zwischen Ost und West steht, zwischen Kirche und Staat und der jetzt nun in diesem Roman uneingeschränkt aufgearbeitet wird. Aber ohne Wehmut aufgearbeitet wird, sondern sehr realistisch und mit einer Herangehensweise, die mich sehr beeindruckt hat. Dann kommt der Umbruch - DIE WENDE !!! Die Zeiten ändern sich, ohne das man etwas tun kann, man schwimmt im Strom mit und kann sich nun politisch zeigen und äußern .... Gauck zeigt seinen Lesern, wie er zu diesem Menschen wurde, der dann erst berühmt" wurde. SEHR INTERESSANT - wie das Leben so spielt !!! Es ist während des Lesens auch sehr gut die Veränderung nicht nur historisch gesehen nachzuvollziehen, sondern auch die Veränderung eines Menschen innerhalb seines Lebens - seine Höhen und Tiefen, seine persönlichen Rückschläge und seine guten und weniger guten Charakterzüge. Alles schreibt Gauck in seinen Erinnerungen auf und der Leser kann sich, wenn er sich darauf einlässt - mitziehen lassen, von der Ostsee 1940 - bis in die heutige Zeit, da vieles in Vergessenheit zu geraten droht ... Ein wirklich lesenswertes Buch !!!! |
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