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Liebesfluchten von Bernhard Schlink

Gebundene Ausgabe von Welt Edition
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 9,75

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3941711202, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 1., Aufl.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Bernhard Schlink hat eigentlich alles erreicht. Er ist Professor der Jurisprudenz in Berlin und entsprechend hoch angesehen. Der 1944 geborene Jurist -- und nur als solcher wird er im Klappentext vorgestellt -- feierte mit seinem Roman Der Vorleser einen Welterfolg. Nun liegt das zweite Werk des Autors vor: Liebesfluchten.
Im Audiobook zum Erzählungsband gibt es drei der sieben Geschichten -- zum Besten gegeben von Bernhard Schlink selbst. Und sie haben eines gemeinsam: Es geht um Menschen, die plötzlich von der Vergangenheit eingeholt werden. War es im Vorleser noch die Zeit des Nationalsozialismus, ist es jetzt unter anderem auch die Stasi. Von Verrat ist da die Rede, von bitteren Anschuldigungen. Und von Tratschtanten, die nichts für sich behalten können.
Bernhard Schlink erzählt mit einfachen Sätzen, ohne banal zu werden. Seine Geschichten leben durch seine klare Sprache, aber auch durch den Mut, mit dem er etwa das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Juden angeht. Es wird nur unbedeutend durch den Ort der Handlung -- New York -- entkrampft, wie etwa in der Geschichte "Die Beschneidung". Da ist die deutsche Vergangenheit wieder da: "Ich kann es nicht mehr hören: Der Nazi in mir der Deutsche in mir...". Die junge Generation, die Hitler nur aus Büchern kennt, gerät wieder unter Rechtfertigungsdruck. Schlink erhebt keine Anklage gegen irgendwen, moralisiert nicht, sondern erzählt einfach.
Weitere Geschichten aus der Buchvorlage sind "Die Frau an der Tankstelle" und "Der Andere". Spieldauer: 74:53 Minuten. 4 CDs, auch erhältlich als Hörbuch auf Kassetten. --Corinna S. Heyn, Thorsten Mücke
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4 Kundenrezensionen:

Sensibel
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Zu: Der Andere:
Ein Witwer entdeckt, dass seine verstorbene Frau einstmal ein Verhältnis mit einem anderen Mann hatte.
Er lernt seinen Nebenbuhler kennen, erkennt ihn als Hochstabler und Schönredner, verachtet ihn und schmiedet Rachepläne.
Schließlich aber muss er lernen, was seine Frau an dem Anderen fand, warum sie bei ihm glücklich war, obwohl sie ihren Ehemann liebte.
"Der Andere" ist eine höchst sensible und spannende Geschichte.
Verschenken oder selber lesen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese 7 Kurzgeschichten beschreiben atmosphärisch dicht und stimmungsvoll ganz verschiedene Aspekte der Liebe, wie z.B. Misstrauen, Eifersucht, Enttäuschung, Vater-Sohn-Liebe, Liebe zwischen sehr alten Menschen, Betrug und (wie immer bei Schlink) Schuld. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind sehr gefühlvoll dargestellt. Das Buch lebt von der Beschreibung wie Gefühle durch nonverbale Kommunikation übermittelt werden, also vor allem durch Austausch von Blicken, bestimmten Körperhaltungen oder auch Handlungen. Jede Geschichte ist für sich abgeschlossen, beinhaltet seine eigene Lehre oder Schlussfolgerung und lässt sich flüssig und schnell lesen. Jeder wird eine Geschichte für sich in diesem Buch finden, die ihm besonders zusagt, aber trotzdem den ganzen Band wertschätzen können. Es ist ein ideales Buch zum Verschenken, auch weil es gute deutschsprachige Literatur ist und das von einem mit Preisen ausgezeichneten Autor.
Ideal für den Urlaub
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Der Vorleser" hat mich schon fasziniert, so war ich sehr gespannt auf die Kurzgeschichten von Bernhard Schlink.
Jeden Morgen habe ich im Urlaub eine Geschichte vor dem Frühstück gelesen, ideale Länge! Schlink schaffte es mit jeder Geschichte, die bei demselben Thema alle so unterschiedlich sind, mich in den Bann, mich in die Welt des Erzählers zu ziehen. Ich denke, dass sich jeder in den Problemen mit der Liebe, die in den Geschichten detailliert beschrieben werden, wiederfinden kann. Tolles Buch!
Leicht geschrieben und doch tiefsinnig - lädt zum Diskutieren ein!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wir haben dieses Buch in dem "deutschen Litteraturcirkel" gelesen, den ich in Schweden an einer Volkshochschule halte, da mein Ziel ist, nicht nur die deutsche Sprache zu vermitteln, sondern auch die deutsche Geschichte und Mentalität begreifbar zu machen. Dazu ist dieser Erzählband sehr gut geeignet!
Alle 7 Erzählungen sind ungefähr 50 Seiten lang, gerade richtig, um sie auf einen Schlag lesen zu können und nicht den Überblick zu verlieren. Die Teilnehmerinnen fanden Berndt Schlinks Sprache sehr ansprechend und die Handlung der Geschichten einfach zu verstehen. Sie nehmen meist eine unerwartete Wendung und lassen immer Fragen offen, denn sie haben alle einen tieferen Hintergrund, über den wir ausgiebig diskutieren konnten.
In jeder Erzählung ist es ein Mann, der sich dem eigentlichen Anspruch den das Leben an ihn stellt, entzieht, er befindet sich auf der Flucht vor der Liebe (Titel!). Der Leser wird selber stark gefühlsmäßig beteiligt. Manche meiner Litteraturcirkel-Teilnehmerinnen entwickelten eine richtige Abneigung gegen einen Protagonisten, die sich dann plötzlich in Mitleid auflöste.
Je länger wir über die Geschichten diskutierten, desto vielschichtiger wurden sie!
Auf keinen Fall wird man ihnen gerecht, wenn man sie nur kurz runterliest und dann sagt "Aha! Und nun zur nächsten!". Sondern man sollte sie vielleicht zwei mal hintereinander lesen.
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Der Vorleser von Bernhard Schlink

Gebundene Ausgabe von Diogenes Verlag, Zürich
Angebote ab EUR 3,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3257060653, Erscheinungsdatum: 2009, Auflage: 17., Aufl.
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Produktbeschreibung


DER VORLESER
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4 Kundenrezensionen:

Schuld und Sühne - und ein Geheimnis: "Der Vorleser" von Bernhard Schlink
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Deutschland Ende der fünfziger Jahre. Michael Berg ist ein 15jähriger Schüler. Hanna Schmitz ist 36, Straßenbahnschaffnerin. Eine Begegnung. Kurze Augenblicke. Eine Affäre für einen Sommer, die jedoch sein ganzes Leben verändert. Dann ist Hanna verschwunden. Beide sehen sich wieder - bei einem Nazi-Prozess. Doch ihr größtes Geheimnis ist noch immer ungelöst...
Bernhard Schlink verarbeitet die Frage um Schuld, Täter und Opfer im Nationalsozialismus nüchtern, provokant und dennoch einfühlsam. Können Täter auch Opfer sein? Wenn ja, ist dann die Täterschaft gerechtfertigt? Aber "Der Vorleser" geht weit über eine Abhandlung dessen hinaus. Allein die Thematik der Beziehung einer erwachsenen Frau zu einem Minderjährigen wäre pikant genug, um allein ein Buch zu füllen. Diese wird denn auch im ersten Teil ausführlich geschildert. Sympathie gilt jedoch ausnahmslos beiden Figuren, wenngleich Hannas ambivalenter Charakter zuweilen für Unbehagen sorgt.
Der Verlauf der Erzählung wird fragmentarischer und dennoch gelingt es Schlink das Wesentliche vorurteilsfrei im Blick zu behalten, um dem Leser keine Meinung zu diktieren, sondern ihn zu eigenen Schlussfolgerungen anzuregen.
Was vom "Vorleser" bleibt, wenn man das kurzweilige Buch beendet hat, ist eine leichte Melancholie und Nachdenklichkeit. Die besten Voraussetzungen also für ein erneutes Lesen.
Mh...
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Musste mir das Buch für die Schule kaufen.... Privat würde ich es nicht kaufen... Ich fand es langweilig
Das Buch zum Film, oder umgekehrt ;-)
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe zuerst den Film im Kino gesehen und mir dann das Buch gekauft, weil mir der Film sehr gut gefallen hat. Ist sonst eher selten, dass ich ins Kino gehe und dann noch animiert werde, das Buch zu kaufen. Es orientiert sich sehr stark am Film (oder der Film eben am Buch), man kann es in einem Stück lesen, es ist sehr überschriftlich geschrieben und man kann sich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. Ich hatte öfter die Szenen aus dem Film vor Augen. Fazit: Kaufempfehlung, darf in keinem Bücherregal fehlen. Als Taschenbuch kommt es allerdings nicht sehr hochwertig rüber, eine gebundene Ausgabe wäre mir persönlich am liebsten gewesen.
Eine Liebesgeschichte wie keine andere
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Erotisch ist dieses Buch auf jeden Fall. Egeal, aber es ist gut. Bernhard Schlink gelang es mit diesem Buch sich aufmerksam zu machen, und das weltweit.

Eine Liebesgeschichte wie keine andere. Die Trennung unddanach das Ende. Das ist so...... liest es.

Es wird hier von einer jungen Liebe gezeigt die unzertrennlich sind, aber dennoch getrennt werden. Einer erlitt viele Schmerzen. Als diese Person darüber hinweg war trifft er die Die Person wieder und das nach sehr vielen Jahren.

Viel Spaß beim Lesen
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Produkt-Bild: Seitensprung. CD

Seitensprung. CD von Bernhard Schlink

Audio CD von Diogenes
Preis bei Amazon: EUR 6,32, Angebote ab EUR 5,00

ISBN: 3257800738, Erscheinungsdatum: Mai 2007, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Selbs Mord

Selbs Mord von Bernhard Schlink

Gebundene Ausgabe von Diogenes
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 1,38

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 325706280X, Erscheinungsdatum: Januar 2001, Auflage: 1., Aufl.
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4 Kundenrezensionen:

Dritter und letzter Fall
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Trotz vieler Negativrezensionen habe ich mir auch den dritten und letzten Band der Selb-Triologie besorgt, gelesen und keinesfalls bereut. Privatdetektiv Selb, seine Freundin und Freunde sind ist so authentisch und gut charakterisiert, dass sie einem vertraut sind. Er, als der Held der Handlung hat aufgrund seines Alters, seiner Marotten und weil er zu Beginn des Buches selber hereingelegt wird etwas Komisches und Sympathisches, so wie es viele Antihelden haben. Er ist eben ein sehr erfahrener, letztlich souveräner und zugleich sehr menschlicher Privatdetektiv. Die Story fand ich spannend, glaubwürdig, gut erzählt. Das Buch ist nicht zu lang. Die Sprache ist, wie immer bei Bernhard Schlink, außerhalb jeder Kritik.
kann nicht an die beiden ersten Fälle anknüpfen
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Walter Popp und Bernhard Schlink schufen mit dem eigenbrötlerischen und schrulligen Privatdetektiv Gerhard Selb eine Figur, die durchaus das Zeug dazu hat, Marlowe und Maigret, den beiden Größten dieses literarischen Genres Paroli zu bieten. Originell und spannend aufgebaute Plots, ausgefeilte und ausgereifte Figuren, verpackt in unangestrengt zu lesende Literatur, gewürzt mit einer wohl dosierten Prise frischem Humor und dazu einen Protagonisten, der so gar nicht in irgendwelche Klischees passen will: der mit allerlei Macken ausgestattete kauzige Privatdetektiv Gerhard Selb nebst Kater, die man beide einfach ins Herz schließen muss!

Schlinks Sprache ist präzise und packend, reich an gut sitzenden Pointen, voller versteckter Ironie und zum guten Teil auch bitter böse und sarkastisch. Diese drei gesellschaftskritischen Kriminalgeschichten sind durch die Bank komplex aufgebaut, nicht immer ganz logisch und in der einen oder anderen Szene hat man schon ein bisserl geistige Arbeit zu verrichten, sollte man zwischen den Zeilen lesen können, um nicht den berühmten roten Faden zu verlieren! Der raffiniert angelegte Spannungsbogen entschädigt aber immer wieder für diese kleinen Lesestaus und treibt einen immer und immer wieder weiter.
Sicherlich einer der besten deutschen Krimis
5 Punkte 5 von 5 Punkten
So klug und unterhaltsam zugleich ist ein Krimi nur selten. Vermutlich ist Krimi sogar das falsch Wort, es ist eher ein Roman mit gesellschaftsanalytischem Anspruch. Sehr zu empfehlen, ebenso wie übrigens die anderen beiden Bände. Schade nur, daß Schlink die Reihe nicht fortsetzen mag.
Alle guten Dinge sind drei
5 Punkte 5 von 5 Punkten
In einem Alter, in dem sich die meisten Menschen schon zur Ruhe gesetzt haben, muss Selb, trotz gesundheitlicher Beschwerden, weiter arbeiten. Seine Rente ist mager, allerdings bietet man ihm selten lukrative Jobs an - wer will schon einen 70-jährigen Body-Guard. Da kommt ihm der Auftrag des Privatbankiers Welker, einen während des Dritten Reiches verschollenen stillen Teilhaber jüdischer Herkunft zu finden, gerade recht.
Doch was als geruhsames Schnüffeln in alten Archiven anfängt, kippt schnell in einen brisanten Krimi. Der alte Archivar des Bankhauses wird ermordet und Welkers Geschäftsführer Samarin entpuppt sich als Mitglied der Russen-Mafia.
Es ist ein Buch über das damit Abfinden, dass man Altert, dass man abgeschoben wird und zum Alten Eisen gehört. Und über den Umgang eines kämpferischen Alten, der sich diesem Zwang nicht beugen will, trotz seiner körperlichen Beschwerden.
Es ist auch wieder ein politisches Buch: Geldwäsche, Enteignung von Juden im Dritten Reich, Russenmafia, der Zusammenbruch der ehemaligen DDR. All dies sind Themen, die Schlink gekonnt anreisst, in seine Story einbaut und es dann dem Leser überläßt, die Gedanken weiter bis zum Ende zu spinnen.
In seinem gewohnten Schreibstil läßt uns Schlink am Lebensabend von Selb teilhaben.
Ein ungewöhnlicher Krimi, der in keiner Sammlung fehlen darf.
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Produkt-Bild: Bernhard Schlink: Der Vorleser. Lektüreschlüssel

Bernhard Schlink: Der Vorleser. Lektüreschlüssel von Sascha Feuchert, Lars Hofmann

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 3,00, Angebote ab EUR 1,44

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 315015359X, Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Bernhard Schlink: Der Vorleser. Lektüreschlüssel

Eine Kundenrezension:

Extrem hilfreich!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich kann diesen Lektüreschlüssel nur empfehlen. Er ist sehr gut geeignet um das Buch noch besser zu verstehen. Vor allem entlarvt er die Schwachstellen des Buches. Wie zum Beispiel, dass Hanna zur SS gegangen ist, obwohl man dort einen Personalbogen ausfüllen musste. Dies ist also ein inhaltlicher Fehler des Buches. Da darauf alles aufbaut, ist das Buch unlogisch.
Des Weiteren geht er auf die massive (negative) Kritik an dem Buch ein.
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Produkt-Bild: Interpretationshilfe Deutsch: Der Vorleser. Interpretationen Deutsch.

Interpretationshilfe Deutsch: Der Vorleser. Interpretationen Deutsch. von Bernhard Schlink, Michaela Egbers

Broschiert von Stark Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 1,99

ISBN: 3866681321, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: Auflage 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Interpretationshilfe Deutsch: Der Vorleser. Interpretationen Deutsch.
Produkt-Bild: Das Wochenende

Das Wochenende von Bernhard Schlink

Audio CD von Diogenes
Preis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 14,15

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3257801998, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: Ungekürzte Lesung.
Zoom ± Produkt-Bild: Das Wochenende

4 Kundenrezensionen:

leise Dramatik
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die story plätschert erst recht leicht daher und nimmt dann strudelartig an Tempo zu. Schließlich bringt Schlink fast alles in einem Satz auf einen Punkt.
Es ist aber kein Rundumschlag sondern nur eine Geschichte, die stellvertretend sein kann, aber längst nicht alle Aspekte des Themas abdeckt, was es heißen muss, das Kind eines Terroristen zu sein.
In meiner Vorstellung ...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
... hätte aus diesem Thema auch ganz schnell ein sentimentales Rührstück werden können - die Revolution frisst ihre Kinder, der Abgesang der 68er, dieser ganze Kram. Möglicherweise ist ja auch genau das rausgekommen und ich hab's nicht gemerkt - Schlink war für mich immer eher der Vater des Privatdetektivs Selb als der Autor des Vorlesers, als Krimifan nähert man sich solcher Prosa ja gemeinhin mehr als vorsichtig. Bei allen anfänglichen Vorbehalten denke ich aber, dass Schlink mit "Das Wochenende" ein ziemlich kluges Buch gelungen ist. Die Gesamtanmutung ist ja eher die eines Kammerspiels, eines Theaterstückes ohne Regieanweisungen und Personenregister, hinzu kommt, dass Schlink sich nicht auf die alleinige Wirkung der Hauptperson, des begnadigten Ex-Terroristen fokussiert, sondern gleichsam alle an diesem Plot beteiligten Personen zu gleichen Teilen ins Bild holt. Das kann ab und an zu Verwirrung führen, manchmal geht einem der Überblick über die eine oder andere Geschichte verloren, es sorgt aber auch dafür, dass alle Facetten beleuchtet werden können, die eine (un)mittelbare Verstrickung in die Aktivitäten der RAF zur damaligen Zeit mit sich brachte, die jeden einzelnen in diesem Buch zum Getriebenen, zum Befangenen werden ließ und läßt. Sorgsam formt Schlink die Charaktere, nimmt sich viel Zeit und schreibt dabei mehr als einmal Dinge, die einem in dieser Form auch schon desöfteren durch den Kopf gegangen sind und somit auch anrühren können. Sicher gibt es auch Momente, die fragwürdig erscheinen - wenn jemand unvermittelt beim Anblick einer bestimmten Situation in Tränen ausbricht, aber selbst das kann mit der sehr persönlichen Sicht der Dinge gewogen werden und vielleicht ist ja gerade diese Szene für andere Leser wiederum eine Art Einstieg in das Buch und seine Geschichte. Kurz - ein lohnendes Stück Literatur und selbst für spannungssüchtige Vielleser eine kurzweilige, willkommene Unterbrechung.
Wochenend-Idylle für Ex-Terroristen?
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Nein, idyllisch ist dieser Wochenendaufenthalt der Freunde mit dem frisch entlassenen ehemaligen RAF-Terroristen sicher nicht. Die Gegend um das Haus und das Haus selber sind idyllisch und passen irgendwie nicht so ganz in diese Welt und genauso ist es auch mit Jörg, dem Exterroristen und Bruder der Gastgeberin. Frisch begnadigt und an das "normale" Leben überhaupt nicht gewohnt, erschiem er mir eher wie ein schlechter, unwirklicher Traum. Überhaupt macht die Geschichte auf mich einen "träumerischen" Eindruck, träumerisch nicht im Sinne von traumhaft schön sondern im Sinne von unwirklich, oberflächlich. So berühren die Prsonen mich nicht wirklich, erst gegen Ende des Romans habe ich Interesse für die verschiedenen Personen entwickelt und ich wollte wissen, was aus diesen Personen jetzt wird, aus dieser früheren Gemeinschaft, die sich nach über 20 Jahren trifft und deren Leben sich so unterschiedlich entwickelt hat. Manche Personen sprachen mich mehr an, z.B. Ilse, die entdeckt, dass sie eigentlich Schriftstellerin sein will oder Margarete, die in selbstbestimmter Einsamkeit lebt, aber zufrieden damit ist und ohne Erwartungen aus diesem Wochenende geht.
Insgesamt fand ich den Hintergrund des Romans interessant, aber mir waren die Dialoge bzw. Monologe zu theoretisch, blieben zu sehr an der Oberfläche, wobei ich das Ende dann durchaus versöhnlich fand und eine gute Lösung.
Blasser Beitrag zum RAF-Diskurs
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Bundespräsident Köhler hat sich besonnen. Er hat den RAF-Mörder Christian Klar doch noch begnadigt und seine vorzeitige Freilassung veranlasst. Seine stark Christian-fixierte Schwester Christiane (!) holt ihn ab und als besondere Überraschung hat sie in das abgelegene Landhaus, das sie irgendwo im Osten dieser Republik mit ihrer bisexuellen Freundin Margarete bewohnt, für das bevorstehende Wochenende gleich ein paar Mitstreiter aus alten Tagen eingeladen. Ein Aktivist der aktuellen RAF-Nachfolgefraktion gesellt sich dazu, der Klar gleich zu einem neuen revolutionären Pamphlet zu überreden trachtet, und ein Überraschungsgast.

Klar, Klar, der wirkliche Klar, kommt hier gar nicht vor, denn die RAF, das ist nicht nur der Stoff, mit dem blutig-reale Tragödien wie Schleyer, Buback oder Ponto inszeniert wurden, die RAF, das ist auch der Stoff, aus dem Romane sind. Klar heißt hier folglich nicht Christian, sondern Jörg. Und Susanne, Inge, Adelheid und die anderen treten auch nicht auf, zumal es weniger ehemalige RAF-Kampfgenossen sind, für die Schlink sich interessiert, als vielmehr Achtundsechziger und Kommunarden, die rechtzeitig vor der bösartigen Mutation der Bewegung den Absprung geschafft und in eine bürgerliche Existenz abgetaucht sind, während andere wie Christian alias Jörg Bomben schmissen, mit MG's um sich schossen und Leute ermordeten. In diesem Roman heißen sie Ulrich, Henner, Andreas, Ilse und Karin, sie sind Chef einer Dentallabor-Kette, Journalist, Anwalt, Lehrerin und Bischöfin. Schlink interessiert sich für den Konflikt zwischen verschiedenen Typen, die Ende der Siebziger zwar das gleiche linke Glaubensbekenntnis teilten, sich aber völlig unterschiedlich entwickelt haben. Dabei geht es Schlink nicht um Wertungen, mehr um eine Versuchsanordnung. Was sagt denn so ein Jörg heute auf die Frage, wie es sich anfühlte und ob es sich heute noch richtig anfühlt, einen Menschen für eine fixe Idee zu ermorden? Doch Jörg, den Schlink einen wenig stimmigen Drahtseilakt zwischen weinerlichem Defätismus (er ist todkrank) und kleinmütigen Resten alten Revoluzzergeistes vollziehen lässt, ist eine Kunstfigur, die einem keine Sekunde das Gefühl vermittelt: Ja, so könnte er sein, so könnte er heute denken und fühlen, der führende RAF-Terrorist.

Andere Figuren überzeugen noch weniger: Ulrichs halbwüchsige Tochter Dorle, die erst Jörg, dann seinen Sohn zu verführen sucht, wirkt überzeichnet und klischeehaft, die Affäre zwischen Henner und Margarete reichlich gewollt. Das dramatische Potenzial, das Schlinks Versuchsanordnung birgt, wird dagegen weitgehend verschenkt, trotz einiger kleiner Geheimnisse aus der Vergangenheit, die nun gelüftet werden. Am meisten knirscht es noch im Landhaus-Gebälk, als sich im letzten Drittel Jörgs Sohn inkognito bei den Gästen einschleicht und nach Bekanntwerden seiner Identität dem Vater vorwirft, die RAF sei ja im Kern nicht besser als die Nazis. Doch dann nimmt sich die nymphomanische Dorle seiner an und die Luft ist auch schon wieder raus aus dem Vater-Sohn-Konflikt.

Was positiv zu vermerken bleibt, sind Schlinks wunderbar schlichte Sprache und das viel spannendere Roman-im-Roman-Fragment von Ilse, die sich als Autorin versucht und an besagtem Wochenende die Geschichte des getöteten RAF-Kampfgenossen Jan neu zu schreiben beginnt. Ansonsten wird in diesem Buch Geschichte nicht gerade neu geschrieben. Die Konflikte lösen sich mit dem Ende des Wochenendes in nichts auf. Der Leser nimmt - genau wie Jörg - ein paar Gedankenanstöße aus diesem "Wochenende" mit, mehr nicht.
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Produkt-Bild: Der Vorleser. 4 CDs

Der Vorleser. 4 CDs von Bernhard Schlink

Audio CD von Diogenes
Preis bei Amazon: EUR 19,99, Angebote ab EUR 12,01

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3257800045, Erscheinungsdatum: Oktober 2005, Auflage: 3., Aufl.
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4 Kundenrezensionen:

Schuld und Sühne - und ein Geheimnis: "Der Vorleser" von Bernhard Schlink
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Deutschland Ende der fünfziger Jahre. Michael Berg ist ein 15jähriger Schüler. Hanna Schmitz ist 36, Straßenbahnschaffnerin. Eine Begegnung. Kurze Augenblicke. Eine Affäre für einen Sommer, die jedoch sein ganzes Leben verändert. Dann ist Hanna verschwunden. Beide sehen sich wieder - bei einem Nazi-Prozess. Doch ihr größtes Geheimnis ist noch immer ungelöst...
Bernhard Schlink verarbeitet die Frage um Schuld, Täter und Opfer im Nationalsozialismus nüchtern, provokant und dennoch einfühlsam. Können Täter auch Opfer sein? Wenn ja, ist dann die Täterschaft gerechtfertigt? Aber "Der Vorleser" geht weit über eine Abhandlung dessen hinaus. Allein die Thematik der Beziehung einer erwachsenen Frau zu einem Minderjährigen wäre pikant genug, um allein ein Buch zu füllen. Diese wird denn auch im ersten Teil ausführlich geschildert. Sympathie gilt jedoch ausnahmslos beiden Figuren, wenngleich Hannas ambivalenter Charakter zuweilen für Unbehagen sorgt.
Der Verlauf der Erzählung wird fragmentarischer und dennoch gelingt es Schlink das Wesentliche vorurteilsfrei im Blick zu behalten, um dem Leser keine Meinung zu diktieren, sondern ihn zu eigenen Schlussfolgerungen anzuregen.
Was vom "Vorleser" bleibt, wenn man das kurzweilige Buch beendet hat, ist eine leichte Melancholie und Nachdenklichkeit. Die besten Voraussetzungen also für ein erneutes Lesen.
Mh...
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Musste mir das Buch für die Schule kaufen.... Privat würde ich es nicht kaufen... Ich fand es langweilig
Das Buch zum Film, oder umgekehrt ;-)
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe zuerst den Film im Kino gesehen und mir dann das Buch gekauft, weil mir der Film sehr gut gefallen hat. Ist sonst eher selten, dass ich ins Kino gehe und dann noch animiert werde, das Buch zu kaufen. Es orientiert sich sehr stark am Film (oder der Film eben am Buch), man kann es in einem Stück lesen, es ist sehr überschriftlich geschrieben und man kann sich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. Ich hatte öfter die Szenen aus dem Film vor Augen. Fazit: Kaufempfehlung, darf in keinem Bücherregal fehlen. Als Taschenbuch kommt es allerdings nicht sehr hochwertig rüber, eine gebundene Ausgabe wäre mir persönlich am liebsten gewesen.
Eine Liebesgeschichte wie keine andere
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Erotisch ist dieses Buch auf jeden Fall. Egeal, aber es ist gut. Bernhard Schlink gelang es mit diesem Buch sich aufmerksam zu machen, und das weltweit.

Eine Liebesgeschichte wie keine andere. Die Trennung unddanach das Ende. Das ist so...... liest es.

Es wird hier von einer jungen Liebe gezeigt die unzertrennlich sind, aber dennoch getrennt werden. Einer erlitt viele Schmerzen. Als diese Person darüber hinweg war trifft er die Die Person wieder und das nach sehr vielen Jahren.

Viel Spaß beim Lesen
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Produkt-Bild: Lektürehilfen Der Vorleser. Ausführliche Inhaltsangabe und Interpretation

Lektürehilfen Der Vorleser. Ausführliche Inhaltsangabe und Interpretation von Bernhard Schlink

Broschiert von Klett Lerntraining GmbH
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,90

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3129230092, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 5., Aufl.
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Produktbeschreibung


Lektürehilfen Der Vorleser
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2 Kundenrezensionen:

Sehr hilfreich im Unterricht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Lektürenhilfe zu "Der Vorleser" ist eine wirklich gute Hilfe im Unterricht gewesen. Ich spreche aus Erfahrung.
Im Deutschunterricht haben wir die Thematik durchgearbeitet und die Lektürenhilfe hat den Unterricht hervorrangend ergänzt.
Echte Empfehlung!
Super
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Diese Lektürenhilfe bietet dem Schüler die Möglichkeit, den Inhalt des Romans "Der Vorleser" besser zu verstehen. Neben Charakterisierungen der Personen wird auch der Inhalt kurz zusammengefasst, was die Arbeit im Unterricht wesentlich erleichtert.
Insgesamt bin ich von der Lektüre des "Vorlesers" begeistert.
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Produkt-Bild: Die gordische Schleife. Sonderausgabe. 6 CDs

Die gordische Schleife. Sonderausgabe. 6 CDs von Bernhard Schlink

Audio CD von Hörbuch Hamburg
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 4,47

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3899037235, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: Ungekürzte Lesung.
Zoom ± Produkt-Bild: Die gordische Schleife. Sonderausgabe. 6 CDs

Amazon.de Hörbuch-Rezension


Heiko Deutschmann hat ein Gesicht, das man im Krimi nicht unbedingt erwartet. Smart und sympathisch ist dieses Gesicht, und trotzdem war sein Träger bereits in den TV-Serien Tatort, Rosa Rot, Der Bulle von Tölz oder Polizeiruf 110 zu Gast.
Sympathisch und smart ist auch Deutschmanns Stimme. Umso verwunderlicher, dass ausgerechnet er den Zuschlag bekam, als man die Sprecherrolle besetzte für Bernhard Schlinks düster-satirische Geschichte vom Anwalt, der versucht, in Südfrankreich ein neues Leben anzufangen. Die eigene juristische Vergangenheit holt ihn schnell ein, als unversehens lukrative Baupläne für Kampfhubschrauber auftauchen. Und doch hat man mit Deutschmann ein gutes Händchen bewiesen. Denn der Schauspieler liest den solide gebauten Plot mit Anleihen aus der Schwarzen Serie derart gekonnt, dass einem manchmal ein Lächeln übers Gesicht huscht, manchmal aber auch ein kalter Schauder über den Rücken läuft.
Schlinks ebenfalls bei Hörbuch Hamburg eingespielte Kriminalhörbücher Selbs Justiz, Selbs Betrug und Selbs Mord wurden alle von Hans Korte gelesen. Mit Deutschmann hat er als Sprecher echte Konkurrenz bekommen. --Stefan Kellerer
Hörbuch, 6 CDs, ca. 442 Minuten.
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4 Kundenrezensionen:

perfekt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Schlink erzählt einen Kriminalfall mit großer Spannung. Als Leser ist man in den Fall verstrickt, denkt mit, plant mit und ist Teil der Handlung. Wie immer bei Schlink sind die beteiligten Personen niemals eindimensional, sondern haben gute wie schlechte Seiten. Dadurch wirken die Personen seht authentisch, glaubwürdig und auch liebenswert. In den Kriminalfall eingebunden ist eine Liebesgeschichte, die in gleicher Weise berührt. Schlinks Sprache ist warmherzig und von hohem Niveau.
Heikko Deutschmanns Stimme ist klar, deutlich, facettenreich in den Dialogen und sehr warm. Durch diese Stimme gewinnt der Roman noch einmal. Ein tolles Hörspiel.
Ein ziemlich turbulenter Spionageroman
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Zugegeben, das (Hör-) Buch hat Längen.

Und man hat als Leser den Eindruck, dass Schlink die Geschichte während des Schreibens ständig neu erfunden hat. So richtig "stringent" oder "kongruent" ist das nicht.

Dabei sind Idee und Anfang gar nicht mal so schlecht.

Das Buch lässt in dem Moment nach, wo Schlink seinen Protagonisten in die USA reisen lässt. Der "Show-down" (die eigentliche gordische Schleife) ist arg konstruiert. Aber andererseits spielt dieser "Thriller" ja in den USA - und wird den gängigen "Detektive-Stories" und "Action-Filmen" damit durchaus gerecht.

Gestehen wir Bernhard Schlink einfach zu, dass dieses sein zweites Buch noch zu den "Fingerübungen" gehörte, bevor er langsam zu Form auflief und mit "Der Vorleser" seinen vorläufigen schriftstellerischen Höhepunkt erreichte (an den m. E. nur noch schwer heranzureichen sein wird).

Das Hörbuch wird von Heikko Deutschmann untadelig und in jeder Hinsicht stimmig vorgelesen.

Fazit: Für "Action"-Liebhaber sicher lesens- und hörenswert, für die gesetzteren Leser oder Hörer etwas strapaziös.
Achtung: LANGEWEILE!!!
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Ich habe zusammen mit einer Freundin auf einer sehr langen Autofahrt das gesamte Buch mir angehört - leider waren wir beide nicht glücklich mit diesem Hörbuch.

Es ist super vorgelesen und es ist eine Freude zuzuhören - die Geschichte beginnt auch sehr gut. Es wird eine spannende Geschichte aufgebaut, die aber leider sehr schnell an Qualität zu wünschen lässt. Zusatzgeschichten werden immer wieder in die Geschichte eingebracht, die aber zu den vorher dargestellten Personen gar nicht passt. (Er schlägt die Frau dreimal ins Gesicht - aber gleichzeitig ist er ja gar nicht zu Gewalt fähig? ODER Übernachtung in New York bei Freunden eines Freundes - leider werden diese nie so weit in die Geschichte gebracht, obwohl sie mehrfach eine Rolle spielen)

Wir waren uns beide einig, dass das Buch wohl erst 100 Seiten weniger hatte und dann umgeschrieben werden musste um den Vorgaben des Verlages zu entsprechen.....
Achtung Suchtgefahr!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich wollte eigentlich nur erstmal reinhören, nachdem ich die CDs bekommen hatte, aber ich war diesem Hörbuch sofort verfallen. Die Geschichte entwickelt sich zügig, ohne große Umschweife, und zieht den Zuhörer mit ihrer teils sachlichen, teils poetischen Sprache auf angenehme Weise in ihren Bann.

Heikko Deutschmann liest dieses spannende Buch mit einer sehr natürlichen und prägnanten Stimme, tritt somit als Erzähler in den Hintergrund und überlässt der Story die Bühne.

Die Kurzbeschreibung wird diesem Buch und seiner bemerkenswerten Sprache kaum gerecht. Es beschreibt die emotionelle Achterbahnfahrt eines jungen Mannes, der seine Karriere der Lebensqualität geopfert hat und scheinbar zufällig mit Geld und Liebe in eine Spionage-Affäre gezogen wird, bei der er unfreiwillig sowohl zum Täter, als auch zum Opfer wird. Mir hat gefallen, wie er dabei immer sich selbst (und seiner Liebe) treu bleibt und trotz aller Haerten und Gefahren nicht davon abbringen lässt, seinen Weg zu gehen. Ich bin ein sehr kritischer Leser (und Zuhörer), habe bei der Wahl dieses Buches aber endlich mal wieder ins Schwarze getroffen. Ich hoffe sehr auf mehr von Bernhard Schlink!
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