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Hummeldumm. Das Roman von Tommy JaudBroschiert von Scherz VerlagPreis bei Amazon: EUR 13,95, Angebote ab EUR 6,80 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3502110379, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionZwei Wochen Namibia ? das klingt doch eigentlich nach Traumurlaub in wilder Natur, nach Abenteuer und Freiheit. Doch bei Tommy Jaud wird aus dem Traum, wie kann es anders sein, schnell ein Alptraum und für Matze Klein beginnen am Flughafen von Windhoek ?die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens.? Matze wird mit Freundin Sina in einem Kleinbus voller Bekloppter durch Namibia gekarrt ? ?neun Idioten in alberner Wanderkleidung? angeführt von ihrem namibischen Tourguide Bahee. Als Matzes Fluchtversuch an der letzten Tankstelle vor der Namibwüste misslingt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Auf seiner Jagd nach Adaptern, Handynetz und Internetzugang taumelt Matze von einer Blamage in die andere und strapaziert seine Beziehung zu Sina bis zum Brechen. Hummeldumm ist nach Vollidiot (2004), Resturlaub (2006) und Millionär (2007) bereits der vierte Roman von Comedy-Star Tommy Jaud, der die Torturen einer Busrundreise durch Namibia am eigenen Leib erlebt hat. Voller Sprachwitz und Situationskomik skizziert Jaud die neun Trottel der Reisegruppe (zwei Österreicher, ein Franke und Ossi dürfen natürlich nicht fehlen) ? allesamt Exemplare der Kategorie ?hummeldumm?. Jaud weiß, wie man Pointen setzt, mit Klischees spielt und den Leser bei Laune hält. Dabei trifft er sicherlich nicht jedermanns Humor. Wer aber über die Vorgänger lachen konnte, der wird auch hier gut bedient. Spaßige Lektüre für den kleinen Hunger zwischendurch, extrem unterhaltsam und schnell konsumierbar. -- Alexandra Plath 5 Kundenrezensionen:Der Leser/Zuhörer wird für dumm verkauft 1 von 5 PunktenMir war bewusst, dass Tommy Jaud keine hohe Literatur veröffentlicht, aber mit solch einem Schmarrn hätte ich dann doch nicht gerechnet. Die Geschichte strotzt voller Klischees (Charaktere, die in Comis gehören, da sie unecht wirken und nicht gekonnt überspitzt), der Witz besteht ausschließlich aus Slapstick im Stile der 80er Jahre (dringender Anruf hinter dem Rücken der Freundin und wirklich alles geht schief), ist altbacken, in schlechten Filmen bereits vielfach durchgenudelt, und ich kam mir als Zuhörer, ganz ehrlich, veräppelt vor, und dachte: da scheffelt einer gewitzt "Millionen", in dem er Mist verkauft. Einen Stern für die tolle Art und Weise, wie Tommy Jaud die Geschichte vorliest. Dass er die Akzente und Stimmen so unterschiedlich hinbekommt, ist wirklich gekonnt. Warum habe ich dieses Buch eigentlich nicht zur Seite gelegt? 1 von 5 PunktenIch habe mich von Freunden überzeugen lassen, dass das ein sehr unterhaltsames Buch wäre, wo man sich immerzu amüsieren müsste ... Um es kurz zu machen: Anscheinend habe ich nicht den richtigen Sinn für diese Art von Humor. Das einzige, was ich bei mir immerzu feststellen konnte, war die Aggression, die die Hauptperson des Romans bei mir hervorgerufen hat. Wie blöd muss man sein, sich das Leben und das der anderen so schwer zu machen? Nachdem Matze festgestellt hat, dass er diese Überweisung vergessen hatte, wäre es ein leichtes gewesen, seiner Freundin das zu erklären und dann ganz unkompliziert die Überweisung nachzuholen. Aber nein, der Autor bläht dieses Thema in einer Art und Weise auf, dass ich einfach an der Zurechnungsfähigkeit von Matze zweifle bzw. an der Zurechnungsfähigkeit der heutigen Gesellschaft, wenn so ein Buch es auch noch auf die Liste der Bestseller schafft. Ich bereue es, meine Zeit für einen derartigen Schwachsinn verwendet zu haben und hätte gut - nein: besser ohne das Buch leben können. Sehr langweiliges Buch 1 von 5 PunktenLeider ist es wirklich das schwächste und langweiligste Buch von Jaud. Es ist eher albern und überhaupt nicht lustig. Man wartet eigentlich die ganze Zeit wann die Geschichte nun anfängt. Schade. Sehr gelungener Unterhaltungsroman ohne Abstriche 5 von 5 PunktenDieses Buch hab ich in den letzten Tagen quasi verschlungen. Oft lese ich einfach in Bus und Bahn auf längeren Strecken, und die Leute guckten schon, weil ich immer schmunzeln oder gar lachen musste. Die Figuren sind wunderbar beschrieben und die Emotionen sehr nachvollziehbar. Man fühlt sich fast anwesend in diesem Reisebus. Die tragischen Momente halten die Spannung stets aufrecht und man will immer wissen, was als nächstes passiert. Der runde Abschluss hat mir auch sehr gefallen, ohne zu viel zu verraten. Also von Anfang bis zum Ende Super-Unterhaltung! Die anderen Bücher von Tommy Jaud (bis auf Millionär) hab ich auch gelesen. Und Hummeldumm kann sich da auf jeden Fall mit einreihen! Kann ich nur weiterempfehlen: sowohl Buch als auch Autor! Lachmuskeln aktiviert! 5 von 5 PunktenDieses Hörbuch ist ein "must have" - ehrlich. Wer schon mal eine Reise mit einer Gruppe gemacht hat, der weiß - so kann es wirklich sein :-) Der Sprecher hat es drauf, die verschiedensten Stimmen und Sprachen der Protagonisten treffend zu artikulieren - man ist damit einfach mitten drin. Jeder Lachmuskel wird beim Hören aktiviert. Selbst ein scheinbar endloser Stau auf der Autobahn juckt einen nicht mehr. Im Gegenteil, man ist froh, noch eine CD dieser amüsanten Geschichte hören zu können. Vorsicht: Wer HUMMELDUMM in der S-Bahn hört, zieht schon mal so manchen Blick auf sich. Wer lacht denn da?? Empfehlung: five points! |
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Schuld: Stories von Ferdinand von SchirachGebundene Ausgabe von PiperPreis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 11,05 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492054226, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 2 |
5 Kundenrezensionen:Wer ohne Schuld ist ... 5 von 5 PunktenIn seinem zweiten Buch schildert der Berliner Strafverteidiger von Schirach eine Anzahl von Fällen aus seiner juristischen Praxis. Nach Verlagsangaben ist alles so verfremdet, daß der zugrundeliegende Fall nicht erkennbar ist, darauf kommt es aber auch gar nicht an. Die Darstellung ist auch diesmal wieder außergewöhnlich nüchtern und knapp. Zugleich würzt der Autor seine Geschichten aber mit subtilen Seitenhieben und ironischen Spitzen. Wer detailliert blutrünstige Horrostories erwartet, wird enttäuscht. Trotzdem entstehen vor dem geistigen Auge lebendige Szenen, in jeder Geschichte stellt sich die Frage: was ist Schuld? Das Buch liest sich, für sich genommen, leicht und schnell, die Seiten sind großzügig bemessen, die Texte beschränken sich tendenziell auf die Präsentation der notwendigen Tatsachen und Umstände. Die eigentlichen Geschichten und damit das vermutlich eigentliche Anliegen des Autors, entstehen erst im Kopf des Lesers. Seitenlange Milieuschilderungen bleiben dem Leser erspart, er erfährt das Nötigste, um intensiv darüber nachdenken zu können: was macht "Schuld" aus, wie kann man unschuldig schuldig werden und was hat das für Folgen für die unterschiedlichen Beteiligten? Das Durchlesen ist nach kurzer Zeit zuende, die Nachdenklichkeit hält viel länger an. Viel länger. Unbedingt lesen! Grandios ! 5 von 5 PunktenDie spektakulärsten Fälle aus dem Alltag des Berliner Promi-Anwalts und Strafverteidigers Ferdinand von Schirach, verpackt in emotional explosive literarisch auf Hochglanz polierte Kurzgeschichten. Völlig zu Recht wurde der 45-jährige Jurist für seinen ersten Band Verbrechen: Stories mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Die Filmrechte an diesem Band sind ebenfalls bereits verkauft. Ihm ist etwas gelungen, was nur den wenigsten Schriftstellern gelingt. Aus der Distanz heraus schildert er in sachlichen kurzen Sätzen die Vorgeschichte zu einem Strafbestand, einer Straftat. Er blickt hinter die Kulissen. Schaut in das Innerste des betreffenden Täters und macht ihn so zugleich menschlich, nahbar, manches Mal auch sympathisch. Das zeugt für ein echtes Interesse am Menschen an sich und völlig frei von jedem Vorurteil. Das Verbrechen geschieht aus dem normalen Alltag. Schirach sagt dazu in einem Interview: "Verbrechen sind eine logische Konsequenz aus dem Leben, wie es zuvor gelaufen ist, zugleich aber auch Zufall." Nicht immer wird ein Täter für das Verbrechen, was er begangen hat, auch (angemessen) bestraft und nicht jeder bestrafte (angebliche) Täter hat auch ein Verbrechen begangen. Dieser Tatbestand ist sehr eindrucksvoll in der Geschichte "Kinder" beschrieben. "Jeder, einfach jeder kann zum Schwerverbrecher werden" sagt Schirach im Spiegel-Interview und macht damit deutlich, daß jeder Mensch aus guten und bösen Anteilen besteht. Er kann die wunderbarsten Romane schreiben, wie "Krieg und Frieden", Klavierspielen, wie Glenn Gould, zugleich aber auch entsetzliche Kriege führen, sich die schlimmsten Foltermethoden einfallen lassen und andere Menschen quälen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse häufig. Was Schirach interessiert, ist nicht die Tat an sich. Die ist meist klar. Interessant ist nicht mal die moralische Schuld. Das ist im Allgemeinen auch eindeutig. Für den Strafverteidiger ist allein entscheidend, ob die vorliegenden Beweise auch ausreichen, um einen Menschen zu verurteilen. Er begegnet in seinem Buch jedem Menschen mit einem gewissen (neutralen) Interesse, egal, ob arm oder reich, Berufskrimineller oder Gelegenheitstäter, Mann oder Frau. Jeder darf seine Würde behalten. Das zeichnet ihn aus. Er braucht nicht viele Worte, um einen Menschen treffend zu charakterisieren. Und das finde ich genial und zeigt ein vielschichtiges Interesse und auch Verstehen der menschlichen Natur und ihrer Abgründe. Das ermöglicht es dem Leser, in die Haut desjenigen zu kriechen und mitzufühlen. Habe ich ganz stark so empfunden bei "Ausgleich". Eine Geschichte, in der eine Frau jahrelang von ihrem Mann gedemütigt und gequält wird und ihn zuletzt (vermeintlich) erschlägt. Gedanklich habe ich ihn gar selbst zum Teufel und die Pest an den Hals gewünscht. Die Tat erscheint wie eine Erlösung aus der unerträglichen Lebenssituation zuvor. Denn die Schuld kann nur beurteilt werden, wenn man den Menschen und seinen Lebensweg betrachtet. In die Kurzgeschichten baut Ferdinand von Schirach einige Grundlagen des Strafrechts ein, die zusätzlich informieren und aufklären. "In einem Strafverfahren muss niemand seine Unschuld beweisen. Niemand muss reden, um sich zu verteidigen, nur der Ankläger muss Beweise vorlegen." Auch interessant fand ich den Aspekt über die Urteilskraft der Richter: "Natürlich müssen Richter das Motiv eines Angeklagten nicht kennen, um ihn verurteilen zu können. Aber sie wollen wissen, warum Menschen tun, was sie tun. Und nur wenn sie es verstehen, können sie den Angeklagten nach seiner Schuld bestrafen. Verstehen sie es nicht, fällt die Strafe fast immer höher aus." Neben juristischen Interna in leicht verständlicher Sprache (Ich dachte immer, Juristen könnten garnicht so sprechen, daß andere sie verstehen?!) erfahren wir auch einiges über zum Beispiel verdrängte Schwangerschaften. Ein Thema, daß ich selbst gut aus dem Bereitschaftsdienst in der chirurgischen Notaufnahme kenne. Nicht so selten, wie man gemeinhin glaubt, wird eine junge, etwas übergewichtige Frau mit der Einweisung "akutes Abdomen" (plötzlich einsetzende heftigste Bauchschmerzen) Stunden später von einem gesunden Kind entbunden. Sie merken, ich bin absolut begeistert von diesem Buch, obwohl ich eigentlich Kurzgeschichten nicht so mag. Aber "Schuld" ist hochspannend, wie ein Krimi, interessant und informativ, wie ein gutes Sachbuch und das Ganze ist auch noch literarisch ansprechend verpackt. Meine absolute Hochachtung an den Autor und eine unbedingte Leseempfehlung an ALLE. Imposantes Werk 5 von 5 PunktenDa in den hier verfassten Rezensionen bereits mehrfach der Inhalt erläutert wird, im Folgenden nur meine Emotionen: Großer Lesespaß für alle, die wie ich es nicht mögen, mit endlosen Sprachbildern über Seiten hinweg ("Der Turm") gelangweilt zu werden. F.v.Schirach ist ein meisterlicher Erzähler. Seine tiefgründigen Stories fesseln von Anfang bis Ende. Mit Sarkasmus und Humor stellt er die Frage nach Schuld und Unschuld. Sein frostig-spröder Stil ist für mich der einzige Minuspunkt. Etwas mehr sprachliche Flüssigkeit, etwa wie bei Köhler's Schelmenroman "Aus dem Leben eines geilen, kleinen Arschlochs" (!!!) wäre wünschenswert. Trotzdem und zweifelsfrei FÜNF Punkte - für ZWEI talentierte Autoren! Eiskalt servierte Nahaufnahmen menschlicher Abgründe 4 von 5 PunktenIch habe soeben die zweite Hälfte des Buches durchgelesen, am Stück. Die Erzählkunst Schirachs entwickelt einen Sog, dem man sich nicht leicht entziehen kann. Jetzt allerdings geht es mir wie nach einem Abend mit deutlich zu viel Alkohol: Reue setzt ein, der Schädel leidet unter einem gewaltigen Kater. Im Nachhinein wünschte ich mir, einige Geschichten (wie z.B. "Volksfest") nicht gelesen zu haben. Dieses Gefühl war mir vom Vorgänger "Verbrechen" unbekannt, und das liegt vor allem daran, dass "Schuld" um einiges härter und trostloser ist. Die stumpfe Brutalität, der Sadismus und die Grausamkeit wären wesentlich leichter zu ertragen, wenn da nicht diese dunkle Gewissheit wäre, dass hier reale Fälle aus Schirachs Berufspraxis als Vorlage gedient haben. Die feinfühlige, lebenskluge Art des Erzählens von Schirachs tun ihr übriges, um die Distanz zu den Figuren nocheinmal zu verringern, die dann nur noch durch slapstickartigen Humor wie in "Der Schlüssel" gebrochen werden kann. Was davon ist erfunden, was wahr? Man kann es nur erahnen, und das erzeugt gehöriges Unbehagen. Wer sich an der gelungen, minimalistischen Ästhetik der Texte erfreuen kann, ohne dass ihm von den Geschichten gleichzeitig der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist innerlich tot. Bitte mehr davon! 5 von 5 PunktenÜber dieses Buch kann man nur eine einzige negative Sache sagen: Wie alle guten Bücher ist es leider viel zu kurz. Von Schirach schreibt in seinem ganz eigenen Stil ohne Schnörkel und Poesie Geschichten über Schuld, basierenden auf Erlebnissen während seiner Tätigkeit als Strafverteidiger. Die Geschichten sind teils spannend, teils regen sie zum nachdenken an.Niemals sind sie jedoch langweilig. Mir gefällt die Art wie Herr von Schirach schreibt, deshalb kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. |
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Der verborgene Garten: Roman von Kate MortonTaschenbuch von Diana VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,78 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453354761, Erscheinungsdatum: April 2010 |
Aus der Amazon.de-Redaktion"An ihrem 21. Geburtstag ist etwas vorgefallen im Leben ihrer Großmutter Nell. Das erfährt ihre Enkelin, die Australierin Cassandra, als sie auf der Beerdigung mit ihren beiden Tanten Dot und Phyllis spricht. Bei ihrem letzten Besuch im Krankenhaus hatte Nell von einer merkwürdigen Dame gesprochen, der sie versprochen hätte, am Hafen von London auf sie zu warten. Cassandra hatte dies zunächst für die Äußerung eines verwirrten Geistes gehalten. Aber die Tanten öffnen ihr auf ihr beharrliches Nachfragen hin die Augen. Denn Nell ist keineswegs jene Person, die Cassandra bis zu ihrem Tod in ihr gesehen hat. Das Erlebnis mit der Dame hat es tatsächlich gegeben. Nells vermeintlicher Vater fand die verstörte Vierjährige mit nichts als einem kleinen weißen Kinderkoffer am Hafen und nahm sie mit. Groß gezogen als leibliche Lieblingstochter mit zwei Schwestern wuchs Nell wohlbehütet in ihrem Elternhaus auf -- bis ihr Vater ihr die erschütternde Wahrheit offenbarte. Cassandra, die als Kind ein ganz persönliches Verhältnis zu ihrer als verbittert und biestig geltenden Großmutter aufgebaut hatte, erbt deren Cottage in Cornwall. Und sie beginnt, in der Familiengeschichte zu recherchieren, wobei sie der Weg mitten in den dunklen Garten von Blackhurst Manor führt. Dabei ist das, was sie da entdeckt, ist wirklich erschreckend... Die australische Autorin Kate Morton wäre nicht Kate Morton, wenn sie ihre Geschichte des ?verborgenen Gartens? nicht mit einem schrecklichen Geheimnis garnieren würde, das die im Roman beschriebene Familie bis heute prägt. Da mag mancher ob des Plots und seiner Verstrickungen die Nase rümpfen. Unbestreitbar aber ist, dass Morton eines der größten auch hierzulande bekannten Talente ist, die ?Down Under? zu bieten hat. Denn Der verborgene Garten ist beste Unterhaltungsliteratur. Packend und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. -- Isa Gerck " 5 Kundenrezensionen:Dieses Buch kann man nicht mehr aus der Hand legen 5 von 5 Punktenich bin wirklich begeistert! das war das erste buch, dass ich von kate morton gelesen habe und nicht das letzte!! die geschichte ist so vielseitig, dass es keine minute langweilig wird. die sprünge zwischen zeiten, orten und personen machen das buch zu einem erlebnis! ich lese unheimlich gerne und dieses buch kann ich wirklich empfehlen! besser kann es nicht sein... 5 von 5 PunktenIch kann das Buch nicht mehr aus der Hand lassen! Einfach genial. Selten habe ich ein Buch gelesen, das einfach anderster war als alle anderen. Alles in einem ein gelungenes Buch! 5 VERDIENTE STERNE! Als Geschenk sehr gut angekommen 5 von 5 PunktenAufgrund der guten Rezensionen hier habe ich mich für dieses Buch als Geschenk für meine Mutter entschieden. Tja...sie war anscheinend begeistert und hat das Buch jeden Tag stundenlang gelesen. Es muss also tatsächlich sehr spannend sein. Hatte mir mehr versprochen 2 von 5 PunktenNachdem ich einige gute Rezensionen dieses Buches hier gelesen hatte, war ich gespannt auf dieses Buch und habe mich aufs Lesen gefreut. Leider bin ich enttäuschst, dass mich auch nach über 400 Seiten nicht die Begeisterung gepackt hat. Der Anfang des Buches war z.T. noch spannend und gut geschrieben, die Idee mit den Zeitsprüngen finde ich auch interessant, doch mittlerweile habe ich den Eindruck, dass die Geschichte nur noch so vor sich hin plätschert. Schade, ich hatte mir eigentlich mehr versprochen. Super 5 von 5 PunktenWie schon in einigen Beurteilungen finde auch ich, dass sich nach über 100 Jahren wohl kaum noch so viele Zeugen finden lassen würden... Aber das störte mich ehrlich gesagt nicht. Am Anfang fand ich es etwas kompliziert, da man ständig in 3 Zeiten hin und her springt und die vielen Namen natürlich noch nicht zuordnen kann. Aber wenn man das erste Kapitel geschafft hat, ist es einfach nur noch spannend. Ich hatte oft das Gefühl zu wissen was passiert und wurde dann doch eines Besseren belehrt indem die Geschichte dann eine komplett andere Richtung nahm. Ich fand es von Anfang bis Ende spannend und sehr Gefühlvoll. Ich musste noch ein paar Tage lang über das Ende grübeln. Und ich finde das sind die besten Bücher, die die man nicht weglegt und sofort vergisst sondern sie einen über das Ende hinaus noch beschäftigen. |
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Eat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien von Elizabeth GilbertBroschiert von Bvt Berliner Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 11,90, Angebote ab EUR 10,10 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3833304731, Erscheinungsdatum: Juli 2007 |
5 Kundenrezensionen:Sinnessuche die unter die Haut geht 5 von 5 Punktenich finde es interessant, dass das Buch sehr positve als auch sehr negative Bewertungen erhalten hat. Empfehlen würde ich es jeder Freundin. Doch ich bin mir sicher, dass sich Menschen, die sich ihrer selbst sehr sicher sind und noch nie einen Schicksalschlag zu überwinden hatten, nicht die Botschaft dieses Buches verstehen werden. Die Autorin hat wunderschön formulierte Gedanken, die mir selbst sehr viel gegeben haben. Bla, bla, bla...... 1 von 5 PunktenIch habe mich vom Umschlagtext verleiten lassen, dieses Buch zu kaufen und habe es inzwischen bereut. Liz ist eine junge Frau, die eigentlich alles hat aber nicht wirklich weiß, was sie vom Leben erwartet oder will. Irgendwie kommt sie mir wie eine dumme, verzogene Göre vor, mit einem starken Hang zum Egoismus und zerfließend vor Selbstmitleid. In meinen Augen geht sie immer den Weg des geringsten Widerstandes. Als es in einem Gespräch mit ihrem Ehemann um die endgültige Familienplanung geht (schließlich ist Lizbeth schon 30), fühlt sie sich total überfordert und befürchtet, ihre schriftstellerische Karriere könnte einen Knick erleiden. Nun sind solche Gedanken und Befürchtungen durchaus normal und berechtigt, aber die Art und Weise der Auseinandersetzung damit hat mich befremdet. Jede Nacht setzt sich Liz heulend auf dem Fußboden ihres Badezimmers damit auseinander, während ihr Mann seelenruhig im angrenzenden Schlafzimmer schlummert und von ihrem Martyrium nichts mitbekommt. Letztendlich kommt Elizabeth zu dem einfachen und genialen Schluß, sich mal eben kurzerhand von ihrem Mann scheiden zu lassen. Nach ermüdender Scheidung, einer Hopp On- Hopp Off- Liebesbeziehung, weiteren diversen Heulattacken auf diversen Badezimmerböden und einer Depression beschließt sie, auf einen "Selbstfindungsmeditationstrip" zu gehen. Dazu müssen Italien, Indien und Indonesien herhalten. Während sich die Beschreibung ihres Italienaufenthaltes noch recht kurzweilig liest, kann ich ihrem Indienaufenthalt einfach nichts abgewinnen und quäle mich nun schon geraume Zeit mit dem leserischen Vorwärtskommen. Ich glaube nicht, dass ich das Buch bis zum Ende lesen werde, dafür ist es mir einfach zu langweilig. Liz hat auch nicht wirklich dazugelernt und sich in meinen Augen nicht weiterentwickelt. Als sie in einem indischen Ashram "Richard aus Texas" kennenlernt, nimmt sie es ihm übel, dass er in ihr lesen kann wie in einem offenen Buch und ihr die Meinung sagt. Na gut, vielleicht hat ihr Selbstfindungs- und Meditationsversuch doch zaghafte Früchte getragen, jedenfalls kann sie ihre Wut über den Seelenstriptease zügeln und "Richard aus Texas" bleibt ihr Seelenfreund- nicht ihr Seelenverwandter. Den Unterschied zwischen beiden -Seelenfreundschaft und Seelenverwandtschaft- kann der geneigte Leser im Buch nachlesen. Tja, und da verläßt mich mein Durchhaltevermögen.... Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich versucht habe, die deutschsprachige Ausgabe zu lesen. Ich werde mich jedenfalls leichten Herzens von diesem, nicht bis zum Ende gelesenen Buch trennen und mir mit Sicherheit auch nicht den Film ansehen!!!!! Glücklicherweise sind die Geschmäcker verschieden. . Eat, Pray, Love 1 von 5 PunktenBitte das Buch nicht lesen! Die Idee ist eigentlich so genial und interessant, aber der Schreibstil der deutschen Übersetzung ist wirklich sowas von daneben und macht das Ganze einfach nur zäh und langweilig!!! Es macht überhaupt keinen Spaß, obwohl so tolle Dinge beschrieben werden!! Ich denke es ist wirklich total überbewertet! Liebe Freunde, ich denke es handelt sich um das einzige Buch wo der Film besser sein wird!! Gruß aus Hamburg, Berniesternie Eine Reise durch Länder und ein Leben... 4 von 5 PunktenDas Buch läßt sich wunderbar lesen. Manchmal ist es langatmig aber auch nur weil mich die Einzelheiten von Rom nicht so sehr interessieren. Doch den Einblick den man von Ihrem Leben bekommt, die Sprünge vom Jetzt und Vergangenheit ist sehr gut gelungen. Gefällt mir wirklich sehr. Es ist ein Buch mit tiefgründigen und liebevollem Hang um den Mittelpunkt seines ICHs zu finden. Man kann sich in einigen Erzählungen sehr gut wieder finden und ich glaube das wird jedem so gehen. Beneidenswert ist diese Reise. Doch für den Leser ist das Lesen schon eine Auszeit und schwirrt in Gedanken mit. Empfehlenswert!!!! ... wer Bali kennt ... wird es mögen. 3 von 5 PunktenAnfangs ewiges jammern über verpatzte Beziehungen, dann irgendwann in Italien wird es langsam interessanter. Wer einen Bezug zu Essen, Meditation und Happy End hat (na, und etwas davon findet sich doch bei jedem), oder wem Italien, Indien oder Bali am Herzen liegen, dem sei das Buch als Lektüre mit einigem interessanten Inhalt empfohlen. Der Schreibstil zuerst gewöhnungsbedürftig flapsig (und das, obwohl damit Probleme und Depressionen beleuchtet werden!) wird zur Mitte hin doch angenehmer. Mir persönlich hat gefallen, dass ich die beschriebenen Orte und manche Charaktere in Bali selbst gut kenne. Leichte Lektüre, nett für zwischendurch. |
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Die Henkerstochter und der König der Bettler: Historischer Roman von Oliver PötzschBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548281141, Erscheinungsdatum: August 2010 |
5 Kundenrezensionen:bisher bestes Buch.... 5 von 5 PunktenIch kann mich den Anderen nur anschliesen, ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Zum Inhalt ist schon genug geschrieben worden. Klasse Buch, klasse geschrieben, schön das man auch was aus der Vegangenheit von dem Henker und seiner Frau erfährt. So das das Bild der Familie runder wird. Jedenfalls hoffe ich auf einen vierten Teil, mit einem neuen spannenen Kriminalfall der von der Henkersfamilie gelöst wird. Das Buch ist sprachlich sehr gut geschrieben, auch die Zeit in der die Handlung spielt wird gut rübergebracht. So macht Lesen Spaß, tolle Story, gutes Deutsch und die Beschreibungen des Lebens zu der Zeit sind auch stimmig. Was will man mehr... Die Henkerstochter 5 von 5 PunktenDer Schongauer Henker, Jakob Kuisl, erhält von seinem Schwager aus Regensburg einen Hilferuf, dass seine Schwester im Sterben liegt und dringend medizinische Hilfe braucht. Kuisl ist in Schongau auch als Heiler bekannt. Also macht er sich gleich auf den Weg nach Regensburg seiner Lieblingsschwester zu helfen. Als er in Regensburg in Ihrem Badhaus ankommt findet er seine Schwester und ihren Mann mit aufgeschnittener Kehle. Gleich darauf stürmen Wachen das Haus und verhaften Kuisl wegen Mordes an seiner Schwester und ihrem Mann. Kuisls Tochter Magdalena ist in den Sohn des Medicus verliebt. Da diese Liebe jedoch aufgrund des Standesunterschiedes keine Zukunft hat flüchten beide aus Schongau nach Regensburg um dort mit Hilfe von Magdalenas Tante ein neues Leben zu beginnen. Als sie von der Verhaftung von Jakob Kuisl erfahren versuchen die beiden den Mord zu lösen. Kuisl wurde eine Falle gestellt und sie geraten in ein Netz von Intrigen. Die Geschichte ist sehr bildlich geschrieben. Man kann sich vorstellen wie die Protagonisten durch die verdreckten engen Straßen von Regensburg laufen. Der bestialische Gestank der damals in den Städten geherrscht hat, die Foltergeräte die einem schon beim lesen weh tun wenn man nur daran denkt. Die Figuren sind sehr sympathisch beschrieben. Selbst der Henker wird von seiner sehr menschlichen Seite gezeigt. Ich finde das Buch sehr flüssig zu lesen und man würde sich fast wünschen ein paar Tage in dieser Zeit zu erleben. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und werde mir auf alle Fälle die beiden anderen Teile der Henkerstochter auch besorgen. Oliver Pötzsch - er wird immer besser... 5 von 5 PunktenNachdem ich die ersten beiden Bücher schon nach kürzester Zeit durch hatte, habe ich mich wirklich über die Neuigkeit gefreut, dass ein dritter Band in Arbeit ist. Nur, muss das immer so lange dauern? ;) Oliver Pötzsch hat sich meiner Meinung nach um Einiges gesteigert. Der Haupthandlungsstrang ist um einige Nebenhandlungen ergänzt worden, aber so, dass nie das Gefühl von Durcheinander aufkam. Man bekommt regelrecht Lust darauf selbst ein bisschen Detektiv zu spielen und überlegt sich alle möglichen Täter und Szenarien - in der Hoffnung, am Ende richtig zu liegen. Obwohl ich in Bayern/Franken wohne, habe ich Regensburg noch nie besucht, was ich demnächst ändern werde. Das Buch hat Lust auf diese geschichtsträchtige Stadt gemacht. Der Autor beschreibt jedes Detail so liebevoll, so dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Bei jedem Satz, bei jedem Wort spielen sich kleine Szenen im Kopf ab und wenn man Filmregisseur wäre, hätte man schon genügend Ideen und Kulissen parat. Selten gibt es Bücher in die man so eintauchen kann. Das Buch legt man bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Ich hatte es überall dabei - bei jeder Autofahrt, in jedem Zimmer meines Zuhauses - und abends wurde der Fernseher zu gunsten des Buches abgeschaltet. Ich bin auch dafür, dass man die ersten zwei Bücher unbedingt vorher lesen sollte, denn erst mit diesen Büchern lernt man Magdalena, Simon und Jakob sowie die ganze Umgebung kennen und lieben. Gerne kann Herr Pötzsch so weiter schreiben, ich würde jedes Buch davon verschlingen. Was ich übrigens auch noch toll finde, das ist die Tatsache, dass das Buch in deutscher Sprache geschrieben wurde und sich somit ohne Übersetzungsfehler etc. flüssig und verständlich lesen lässt. Rechtschreibfehler gibt es so gut wie keine. Über den Inhalt ansich möchte ich nichts weiter schreiben, da ich der Meinung bin, dass in der Zusammenfassung alles gesagt wurde, um zu wissen, um was es geht und alles darüberhinaus nur als Spoiler dienen würde. Einfach kaufen, lesen und eintauchen in die Welt der Kuisls, von Regensburg und der damaligen Zeit... Jakob Kuisl und der König der Bettler 5 von 5 PunktenIm Prolog überfallen die 3 Lettner Brüder die umliegenden Dörfer von Regensburg und lassen außer Frauen und Tiere niemanden mehr am Leben. Am Prologende wird um eine dunkelhaarige Schönheit geschachert .... Anna-Maria Kuisl. 25 Jahre später macht sich der Henker Kuisl mit dem Floss zu seiner kranken Schwester Lisbeth nach Regensburg auf. Unterwegs wird er den Verdacht nicht los, dass er beobachtet wird. Der zweite Steuermann mit dem vernarbten Gesicht kommt ihm nicht geheuer vor. Irgendwie hat er eine vage Vorahnung. Er kennt diesen Mann, weiß aber nicht woher? Sein Instinkt warnt ihn, weshalb er das Floß bereits in Prüfening kurz vor Regensburg verlässt, sodass der Flößer ihm nicht folgen kann .... Leider schafft er es nicht bis zu seiner Schwester. Er wird vor dem Jakobstor aufgehalten und durch Provozierung des Wächters gerät er in eine Schlägerei. Ganz plötzlich bekommt der Wächter Hilfe durch einen Wachtmeister, dessen Schwertspitze sich in seinem Rücken bohrt. Kuisl muss sich ergeben und wird in den Torturm gesperrt. Er ärgert sich maßlos, dass er sich durch den Wachtmeister derart hat reizen lassen. Und wieder wird er das Gefühl nicht los, dass die Provozierung reine Absicht war und dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Nur einen Tag später wird er plötzlich freigelassen und macht vor dem Baderhaus seiner Schwester eine grausige Entdeckung - Jakob Kuisl ist in eine Falle geraden. Ich habe diesen Roman innerhalb von 2 Tagen inhaliert, in dieser Zeit war ich für niemanden ansprechbar. Hier gibt es gleich mehrere Rätsel zu lösen. Wer ist der 3. Fragherr, dessen Stimme Kuisl in seine finsternen Albträumen verfolgt? Wohin verschwinden so plötzlich auf nimmer Wiedersehen die Dirnen der dicken Thea? Was hat es mit dem Bettlerkönig auf sich? Und wer ist dieser Silvio Contrarini, der venezianische Gesandte eigentlich wirklich? Gehört er zu den Guten oder Bösen? Lange Zeit tappte ich im Dunkeln, immer wieder gab es neue Wendungen und Verstrickungen. Der Autor gönnte uns Leser so wie gut wie keine Atempause. Auf den letzten 100 Seiten fragte ich mich nur noch, wie er das ganze Schlamassel wohl auflösen wird? Keine Frage, Oliver Pötzsch hat sich im 3. Teil nochmal gehörig gesteigert. Gab es im 1. Teil nur ein Vorgang der auf seine Auflösung wartet, haben wir es hier gleich mit mehreren geheimnisvollen Vorgängen zu tun. Die Geschichte wird logisch erzählt und stets stringent vorangetrieben. Auch hier sind wieder seine Tochter Magdalena und Ihr Medicus Simon Fronwieser mit von der Partie, die tatkräftig mithelfen, den wahren Mörder zu entlarven. Sehr schön fand ich, dass wir hier sehr viel persönliches aus Jakob Kuisl's Vergangenheit erzählt bekommen. Außerdem wird das Regensburg im 17. Jahrhundert sehr plastisch mit all seinem Dreck und Gerüchen trotzdem liebevoll beschrieben. Der gezeichnete Stadtpan von Regensburg am Buchanfang war gut gewählt, so wusste ich immer, wo sich die Protagonisten gerade aufhielten. Nein, ich verrate hier nichts vom Inhalt, denn ich will Euch ja nicht die Spannung nehmen. Schließlich sollt ihr diesen Roman ja selber lesen, es lohnt sich auf jeden Fall! Aber Vorsicht, einmal mit Lesen angefangen, werden Ihre Angehörigen Sie die nächsten 2 Tage nicht zu Gesicht bekommen. Ich konnte jedenfalls nicht mehr mit lesen aufhören und der Computer wurde auch nicht angerührt. Und bitte lesen sie NICHT das Nachwort zuerst! Hier wird nämlich verraten, wer der Täter ist. Hier vergebe ich gerne 5 Amazon Sterne und freue mich schon auf den nächsten Roman um den bärbeißigen Kuisl mit seiner Tochter Magdalena. Schrecklich!!! 5 von 5 PunktenAchtung, dieses Buch ist gefährlich!!! Einmal angefangen kann man es nämlich nichtmehr weglegen. Keine Chance. War das erste Buch der Reihe schon sensationell gut( story, Charaktere, Spannung) und auch das 2. durchaus lesenswert, so ist dieses unglaublich- spannend, witzig, temporeich und die Charaktere gewinnen sogar noch! PRÄDIKAT: unbedingt lesenswert!!!! Angehörige muss man allerdings vorwarnen: "bitte nicht stören!" |
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Für jede Lösung ein Problem von Kerstin GierTaschenbuch von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag)Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 3,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3404156145, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 20 |
5 Kundenrezensionen:Ein typischer Frauenroman...zum abschalten. 4 von 5 PunktenEin leicht zu lesendes Buch mit dem man die Langeweile vertreiben und gut abschalten kann. Ein typischer Frauenroman eben, ohne groß nachdenken zu müssen. Ich habe mir etwas mehr von diesem Buch versprochen, da die Story ansich ja sehr spannend klingt. Für mich hätte das Buch etwas mehr in die Tiefe gehen können, da das Thema eine gute Basisvorlage war. Es war mir etwas zu oberflächlich geschrieben. Trotzdem war es ein netter Zeitvertreib zu Hause und ich habe ja auch schon schlechtere Bücher gelesen. Das Buch ist halt leichte Kost...tut auch mal ganz gut. Ich empfehle außerdem Bücher von der Autorin; Karyn Bosnak :) 5 von 5 PunktenIch kann diesen Roman nur empfehlen. Er lässt sich flüssig und schnell lesen. Habe die ganze Zeit gelacht, obwohl es um ein so ernstes Thema geht. Kerstin Gier hat es aber einfach drauf, mit viel Witz, ein trotzdem spannendes und untypisches Buch zu schreiben :) Auf jeden Fall unterhaltsam 4 von 5 PunktenEs wurde schon soviel über den Roman geschrieben, dass ich nur sagen möchte, dass, wenn man etwas Humorvolles - eventuell als Urlaubsleküre - lesen will, dann ist man bei diesem Buch richtig. Vier Sterne habe ich deshalb gegeben, weil, meiner Meinung nach, der Anfang etwas zu "langatmig" war. Ansonsten hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Lustig, aber auch kritisch... 4 von 5 PunktenDas war mein erstes Buch von Kerstin Gier und hat mir gut gefallen: ausgefallene (gewagte!) Story, spannend, lustig - aber regt auch ein bisschen zum Nachdenken an. Toller Frauenroman für den Balkon, Garten...Ein Stern Abzug für den etwas zähen Anfang und das schnelle Ende, aber ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. Sehr empfehlenswert 5 von 5 PunktenEin MUSS für alle Fans der Autorin. Sie hat wieder mal ein super Buch geschrieben. Ich habe es wie immer verschlungen. Gruß Natascha |
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Wir tun es für Geld von Matthias SachauBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,25 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548281443, Erscheinungsdatum: August 2010 |
5 Kundenrezensionen:Unterhaltsam und lustig 4 von 5 PunktenDieses Buch war ein Spontankauf, der sich für einen Freibadbesuch und ein paar schöne Sommerabende gelohnt hat! Das Buch schwimmt ein wenig auf der Tommy-Jaud-Welle, ohne zu sehr nachzuahmen bzw. wird der Bezug zu Tommy Jaud vom Autor explizit erwähnt, sodass man ihm allzu große Ähnlichkeiten verzeiht. Obwohl es um Lukas und Ines und ihre WG bzw. nicht ganz eindeutige Beziehung geht, ist mir doch Ekkehard am meisten ans Herz gewachsen, weil Matthias Sachau sehr witzig und rührend umschreibt, wie dieser Beamte mit dem Leben alleine überhaupt nicht zurechtkommt und sich einzig in seiner Audio-Welt auskennt. Man kann hier keine Weltliteratur erwarten, aber dafür ein paar kurzweilige und entspannende Lesestunden für zwischendurch! Laaaaaaaaanweilig 1 von 5 PunktenPuh. das war wirklich anstregend. Das Buch ist einfach zu flach. Mir fehlte der Witz ganz nett 3 von 5 PunktenDurch den lockeren Stil ganz nett zu lesen, für zwischendurch. Die Geschichte ist nicht unbedingt fesselnd, dafür ist sie zu vorhersehbar. Aber durchaus witzig geschrieben, wenn man auch aus dem vielversprechenden Stoff hätte mehr draus machen können. Empfehlung: nicht kaufen - ausleihen Unterhaltsames Gagfeuerwerk mit Tiefgang 5 von 5 PunktenIn meiner knapp bemessenen Freizeit bevorzuge ich Spannungsliteratur und komische Bücher. Matthias Sachaus Wir tun es für Geld zählt zu letzteren. Unterwäscheverkäufer Lucas schlägt sich mit wenig Aufwand durchs Leben. Als Freunde vorschlagen aus Steuergründen Mitbewohnerin Ines zu heiraten, willigt er ein. Denn Ines übernimmt die Miete der gemeinsamen Wohnung. Pikanterweise sind Lukas und Iris kein Paar, sondern nur Freunde. Lukas hat eine On-Off-Beziehung mit der nymphomanen Vanessa, Iris ist mit dem Yuppi Bernd liiert. Dies läuft lange Zeit gut, bis der etwas lebensuntüchtige Finanzbeamte Ekkehard Stöcklein-Grummler ins Haus zieht. Ab sofort müssen Ines und Lukas ein Ehepaar spielen. Und dies intensivst, denn der einsame Staatsdiener freundet sich mit dem Scheinehepaar aus Mangel an anderen Freunden sofort an. Wir tun es für Geld ist ein liebevoll geschriebener und sprachlich pointierter Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Das liegt weniger an der Handlung als an den vielen witzigen Szenen voller Situationskomik. Ob es sich um Hi-Fi-Abende mit Akustiktechnikfanatiker Ekkehard handelt oder den Unterwäscheverkauf im Kaufhaus. Ich fühlte mich glänzend unterhalten. Zudem sind die Protagonisten glaubwürdig und trotz aller Schrägheit sympathisch. Wer Tommy Jaud oder Moritz Netenjakob liebt, kommt um Matthias Sachau nicht herum. Sehr zu empfehlen. Lustige Idee, aber teilweise etwas platt erzählt 4 von 5 PunktenNeugierig geworden durch die bis dahin noch überschwänglichen Rezensionen, habe ich mir das Buch gekauft. Bereits auf Seite 6 kamen mir allerdings erste Zweifel an der Richtigkeit meiner Entscheidung angesichts des meines Erachtens etwas platten Humors ("...willst du... mit ihr gemeinsam alle Höhen und Tiefen der Ehegattensplittingtabelle des Finanzamts ergründen..."). Ähnlich flach sind auch die Charaktere, weshalb ich mit ihnen nie bzw. erst spät "warm geworden" bin. Vielleicht liegt dies an der starken Klischeehaftigkeit der Figuren, vielleicht sind sie in ihrer Bindungs- und teilweise auch Ziellosigkeit aber auch einfach zu nah am realen Leben vieler Menschen dran, als dass ich sie lustig oder gar sympathisch finden könnte. Eine Ausnahme gibt es allerdings, und zwar den schrulligen, aber liebenswerten Finanzbeamten mit dem schönen Namen Ekkehard Stöckelein-Grummler. Obwohl der Autor natürlich kaum ein Beamten-Klischee auslässt, freut man sich über jeden Auftritt und vor allem über jede der eingestreuten Tagebuch-Eintragungen dieses Originals. Die Story selbst weist auf den ersten 200 Seiten einige Längen auf, danach aber gewinnt die Geschichte an Fahrt, gutem Witz und Originalität, und auch eine große Portion Romantik kommt nun ins Spiel. Die Hauptfigur Ines, bislang für das Klischee der Karrierefrau mit Fernbeziehung zuständig, zeigt jetzt eine neue, weiche Seite an sich, und ihrem Ehemann Lukas als Erzähler merkt man einen Entwicklungsprozess an, der ihn nachdenklicher, reifer und (folglich) auch liebenswerter erscheinen lässt, so dass man nun auf dem Weg zu seinem großen Ziel förmlich mit ihm mitfiebert... Insgesamt daher doch noch 3,5 Sterne. |
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Herbstmagie: Roman von Nora RobertsTaschenbuch von Heyne VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,99 ISBN: 3453407652, Erscheinungsdatum: Sept. 2010 |
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Tauben im Gras: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Wolfgang KoeppenTaschenbuch von Suhrkamp VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3518371010, Erscheinungsdatum: Januar 1974, Auflage: 26 |
5 Kundenrezensionen:Durchhaltungsvermögen ist gefragt 3 von 5 PunktenEin Gedankenfluss, scheinbar ohne Zusammenhang, endlose Sätze, das viele Papier, das man hätte sparen können, Deutschunterricht, Zentralabi... Komisch oder? Ja, das ist Koeppens Werk Tauben im Gras auch ein wenig. Der Text dieses Romans ist zu Hauf in fließenden Gedanken verfasst, wobei man manchmal den Gedanken bekommt "Jetzt denken sich die beiden gleich nieder". Ich kann an der Art, wie dieser Roman geschrieben ist, nichts anfangen. Sicher, diese schweifenden Gedanken (àla "wir sind alle ein wenig wie Tauben im Gras") tragen zum Gesamtbild dieses Romans bei, aber ich denke, dass man zu gunsten einer besseren Lesbarkeit diesen Stil hätte vereinfachen können. (Koeppen hatte vor, den Roman ohne Satzzeichen zu verfassen, um den Effekt noch zu verstärken, zum Glück wurde ihm das vom Verlag verboten!). Der Inhalt: Gute Sache. Das Bild der Nachkriegsgesellschaft ist (natürlich, sonst wärs ja keine obligatorische Lektüre fürs Zentralabi) ein sehr negatives. Ich finde allerdings, dass die einzelnen Charaktere gut gezeichnet sind und somit eine sehr intensive Ausstrahlung haben, die dem Werk zu gute kommt. Was mir weiter negativ auffällt ist z.B. das gleichsetzen der Charaktere mit mythischen Figuren. Dadurch soll ein Effekt erzielt werden, der mir selbst nach der Behandlung im Unterricht verborgen bleibt. Koeppen hat wohl ein wenig zu tief in die Trickkiste gegriffen, wie ich finde. Alles in allem muss man sagen, dass Koeppens Roman nicht so gut ist, wie es Reich-Ranicki beschreibt. Leider büßt der Roman durch sein kompliziertes Erscheinungsbild an seiner Qualität ein, dennoch kann man dieses Buch Freunden von Nachkriegsliteratur empfehlen. Allen Schülern, denen dieses Buch aufgezwungen wird kann man leider nicht voll und ganz beruhigen. Dieses Buch wird nur mit guten Lehrer erträglich. Atemlose Montage aus der Nachkriegszeit 4 von 5 PunktenWenn hier schon "Ulysses" als Vorbild zitiert wird (das es wohl auch war), dann seien doch auch "Manhattan Transfer" und gerade "Berlin Alexanderplatz" genannt. Gleichwohl ist "Tauben im Gras" ein Buch eigenen Rechts. In stakkatohaften Sätzen werden verschiedene Personen und Handlungen an einem Tag in München (?) am 20.2.1951 herum dargestellt. Heinrich Böll hat all die Themen ebenfalls behandelt, in Köln, schöner und weniger drastisch beschrieben. Koeppen hackt wie gesagt seine Sprache ab, das soll Tempo geben und einen inneren Monolog darstellen - doch wer denkt eigentlich nur in so bildzeitungshaft kurzen Sätzen? Vielleicht war auch Koeppens flinke Schreibe die Ursache: drei Monate reichten. Das Buch ist wie ein Film, ein Szenenwechsel folgt dem anderen. Koeppens "Tauben im Gras" lassen sich sehr wohl rasch und rauschhaft lesen (Wer es für den Deutsch-Leistungskurs lesen muss, darf sich diesen Luxus natürlich nicht erlauben). Ob übrigens ein greiser Kampfrezensent dies nun empfiehlt oder nicht - wovon ich vorher nichts wusste -, für mich hat "Tauben im Gras" vier Sterne verdient, nicht weniger, aber auch nicht mehr. "Eine Sekunde zum Atemholen, Atempause auf einem verdammten Schlachtfeld" 4 von 5 Punkten"Die Prosa des Romanciers Koeppen ist die zarteste und biegsamste, die unsere verarmte Literatur in diesem Augenblick besitzt", schreibt Hans Magnus Enzensberger. Marcel Reich-Ranicki lobt ihn gar als "Meister der deutschen Prosa". Tauben im Gras, das erste Buch einer Trilogie, erzählt die Geschichte eines einzigen Tages im Nachkriegsdeutschland. Ort der Handlung ist das von Amerikanern besetzte München. Koeppen verarbeitet verschiedene Handlungsstränge, die immer wieder ineinander übergehen. Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Religion, Reiche und Arme, Erfolgreiche und Gescheiterte, Alte und Junge begegnen sich, tauschen ein paar Worte aus und trennen sich wieder. Elegant sind Koeppens Wortspiele. Worte, mit denen ein Absatz endet, greift er spielend und wandelnd in der Einleitung des folgenden Abschnitts wieder auf. Ein Beispiel: "...Wann kam das Goldene Zeitalter, die hohe Zeit - Er war ein Hochzeiter. ...". Kurz und fragmentarisch sind seine Gedanken- und Geistesblitze. Sie symbolisieren die lückenhaften, beschädigten Gedankenwelten der Menschen, deren Werte- und Ordnungssystem zerbrochen ist und die nun versuchen aus den Scherben eine neue, heile Welt aufzubauen. Immer wieder wird der Text durch kursiv gedruckte Propaganda- und Zeitungsschlagzeilen unterbrochen: "Krieg um Öl", "Superbomber in Europa stationiert", "Fallschirmjäger nach Malta", "Vorsichtige Fühler, kein Krieg vor dem Herbst", lauten die Nachrichten, die auf das weltweite Gefahrenpotenzial und den Kalten Krieg hinweisen. Wie brüchig der Friede zwischen den Menschen ist zeigt die Schluss-Szene. Deutsche und Amerikaner fraternisieren bei Bier und Musik im Bräuhaus, doch das Misstrauen sitzt tief, eine falsche Nachricht ("Die Nigger haben ein Kind umgebracht") genügt, um die Menge aufzubringen. Steine fliegen gegen die Fensterscheiben des Negerclubs. Dann die mahnenden Worte Koeppens: "Die Steine, die Steine, die sie geworfen hatte, das klirrende Glas, die fallenden Scherben erschreckten die Menge. Die Älteren fühlten sich an etwas erinnert...Mit Scherben hatte es damals begonnen, und mit Scherben hatte es geendet". Koeppen ist ein leidenschaftlicher Verfechter von Toleranz und Völkerverständigung. Carla, die weiße Deutsche und ihr farbiger amerikanischer Freund Washington träumen von einer gemeinsamen Zukunft in einem Land, in dem keine Ressentiments herrschen: "Weiße unerwünscht, Schwarze unerwünscht ... Juden unerwünscht ... Carla und Washington würden das Lokal errichten, Washington's Inn, die Wirtschaft, in der niemand unerwünscht ist." In seiner Metaphorik begegnen wir dem Kreis, der Wiederkehr, der Rückkehr. Koeppen schildert die Ereignisse eines Tages, die Uhr dreht sich zwei Mal im Kreise und kehrt zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Der alte deutsche Dienstmann Josef, der als Soldat in der Fremde ,Reisende' tötet und von dem reisenden farbigen Odysseus getötet wird. Richard Kirsch, der amerikanische Soldat, der in das zerbombte Land der Väter zurückkehrt. Obermusikmeister Behrend, der sich im Krieg in ein tschechisches Mädchen verliebt und seine Tochter Carla, deren Mann im Krieg vermisst wird und die ein wenig Glück beim farbigen Soldaten Washington sucht. Koeppens beschreibt das Leiden der zu-kurz-Gekommenen ebenso, wie die mondäne Welt der Sieger und der Gewinner. Er greift mitten hinein in die bunte, pralle Welt der Reichen und Schönen, entlarvt aber auch deren Maskerade. Alexander, ein erfolgreicher Schauspieler, und seine Frau Messalina, eine dekadente Lebefrau, zählen zu den Gewinnern. Doch nach einer durchzechten Nacht sehen wir "Hundertsechzig Pfund Menschfleisch" auf dem Sofa liegen: "Man verwechselte Alexander mit seinem Schatten ... Er war ausgeheldet". Die Angst bestimmt die Handlungen der Akteure; Angst vor dem Schatten der Vergangenheit, Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor dem Zusammenleben. Wie Tauben im Gras flattern die Menschen "sinnlos und wertlos, frei und von den Schlingen bedroht, dem Metzger preisgegeben, aber stolz auf die eingebildete, zu nichts als Elend führende Freiheit von Gott". Nein, Wolfgang Koeppen ist kein Moralphilosoph. Seine Menschen leben und leiden. Sie sind nicht frei von Fehlern, oft nahe am Verzweifeln. Sie sind auf der Suche nach ein bisschen Glück und Geborgenheit. Gerade das macht ihre Züge so menschlich. Eine herausragende Hörspielbearbeitung 5 von 5 PunktenIn rascher Folge erschienen zwischen 1951 und 1954 Wolgang Koeppens "Trilogie des Scheiterns", die Romane "Tauben im Gras", "Das Treibhaus" und "Der Tod in Rom". Es ist wohl das Verdienst von Leonhard Koppelmann und Walter Adler, dieses sich auch in Buchform nicht leicht zu erschließende bundesrepublikanische Frühwerk über 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung als Hörspielbearbeitung vorzulegen. Doch nicht nur das, hier wurden keine Kosten oder Mühen gescheut. Eine Vielzahl prominenter (Axel Milberg, Rüdiger Vogler, Ulrich Noethen u.v.a.m.) und professioneller Sprecher, gepaart mit musikalischen Kompositionen und Arrangements von Günter Lenz machen dieses Hörbuch mit seinen 6 CDs zu etwas Außergewöhnlichem. Die Koproduktion mit hr, SWR und WDR aus dem Jahre 2009 hat ein solches Werk von ca. 425 Minuten wohl überhaupt erst möglich gemacht. Koeppens Trilogie wirft ein ernüchterndes Bild auf das Deutschland der 50er Jahre. Die alten Herren des Drittens Reichs spielen im ersten Teil Demokratie. Der zweite Teil zeigt die Oppositionsarbeit eines SPD-Abgeordneten im Bundestag der Adenauer-Ära gegen die Restauration alter Verhältnisse. Selten wurde der herrschende politische Schacher m. E. belletristisch so prägnant dargestellt. Der dritte Teil zeigt, wie die alte NS-Zeit noch Jahre nach Ende des Schreckensregimes bis in die tiefsten Ebenen einer Familie eingreift. Alles in allem sind dies bedrückende Zeitbilder, die den Leser / Hörer ratlos und bedrückt zurücklassen, denn Koeppen erstickt die Hoffnung auf einen politischen Neuanfang der jungen Republik mit seinem Werk, schreibt sie ins Reich der Illusion. Fazit: Eine überaus gelungene Hörspieladaption eines der - neben Heinrich Böll, Siegfried Lenz und Günter Grass - wichtigsten politischen Nachkriegsautoren Deutschlands. Koeppen beschreibt, wie die Zeit, die Menschen zu einem Kollektiv bindet und sie dennoch vereinsamen lässt 5 von 5 PunktenDer 1951 erschienene Roman "Tauben im Gras" von Wolfgang Koeppen ist ziemlich kompliziert und vielseitig in seinem Erzählstil. Ich musste mich zwingen ihn für meinen Deutsch LK zu lesen, muss aber sagen, dass der Roman sehr viel zum Nachdenken bietet. Durch die Montagetechnik und die Polyphonie erhält der Leser Einblick in unterschiedlichste Personen (insgesamt über 30 Stück). Alle Personen verbindet ein Schicksal: Sie kommen mit der Zeit nicht zurecht. Sie alle sind durchflutet von Angst und Perspektivlosigkeit/Gleichgültigkeit und finden keinen Halt. So irren sie im Roman durch die- von Koeppen allegorisch gewählte- Stadt München, quasi ohne "Sinn und Verstand". Die Personen kreuzen sich, aber nehmen doch nie aktiv am Leben des anderen teil. Koeppen vergleicht die Menschen in seinem Roman mit Tauben im Gras und verdeutlicht damit den Zufall der menschlichen Existenz, das "blinde Zusammentreffen" und eben das Kollektivschicksal was die Menschen belastet. Er verbindet Absätze durch Radiostimmen, die aus einem Kofferradio eines Amerikaners kommen, mit Schlagzeilen etc.- diese Übergänge wirken wie ein Echo, was zu einer anderen Person überführt und deren trostlose Sichtweise der Dinge. |
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Die Physiker. Eine Komödie in zwei Akten. Neufassung 1980. von Friedrich DürrenmattTaschenbuch von Diogenes VerlagPreis bei Amazon: EUR 6,90, Angebote ab EUR 1,87 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3257230478, Erscheinungsdatum: Februar 2001, Auflage: 20., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Ganz OK als Schullektüre 4 von 5 PunktenIch musste das Buch für die Schule lesen. Sind jetzt dabei darüber zu sprechen und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Es macht spaß zu lesen und auch das Thema ist OK. Es ist bei weitem nicht so kompliziert wie zb. Kleist, liefert aber trotzdem genug Stoff um sich etwas darüber zu unterhalten. Ein weiterer vorteil für die Schüler: Es ist relativ dünn, und somit auch für die sehr Lesefaulen geeignet. Drei "Irre" wollen die Welt retten - erfolglos? 4 von 5 PunktenBisher kannte ich durch den Deutschunterricht a long time ago in der Realschule nur die Verfilmung des Klassikers von Dürrenmatt; nun habe ich mich endlich einmal an das Buch herangewagt... Was mir schon damals, als ich zum ersten Mal mit diesem Werk in Berührung kam sehr gefallen hat, war Dürrenmatts Gedanke, dass die von Ärzten und der Gesellschaft für verrückt erklärten es nicht zwangsläufig auch sein müssen. Der Autor versteht es, den Figuren seines Stückes Glaubhaftigkeit zu verleihen; auch die Thematik des Stückes ergreift den Leser und ist heute aktueller den je. Allerdings habe ich nie verstanden, warum "Die Physiker" eine Komödie sein soll. Ist mir da vielleicht etwas entgangen oder hat Monsieur Düttenmatt hier etwa etwas Ironie an den Tag gelegt? Komödie in zwei Akten. 5 von 5 PunktenDie unausweichliche Gefährdung der Welt durch die moderne Kernphysik ist zentrales Thema dieser Komödie, die -in zwei Akte unterteilt- die drei klassischen Einheiten der Zeit, des Ortes und der Handlung streng wahrt. Das Stück ist der Schauspielerin Therese Giehse gewidmet und spielt irgendwo in der Schweiz in einer privaten Nervenheilanstalt, wo die weltbekannte Psychiaterin Dr. h.c. Dr. med Mathilde von Zahnd drei Kernphysiker, harmlose, liebenswerte Irre behandelt: Ernst Heinrich Ernesti, der sich mit Einstein identifiziert, Herbert Georg Beutler, der sich für Newton hält und Johann Wilhelm Möbius, dem König Salomon aufseheneregende Erfindungen diktiert. Eine unglaubliches Buch, das den Leser verfremdet und einen bisher unbekannten Stil aufdeckt. Super! Gut aber nicht so gut wie.... 4 von 5 Punktender Besuch der alten Dame. An dieses Buch ist es nicht herangekommen. Es ist ein tolles Buch, doch das beste von Dürrenmatt ist es nicht. Spannend ist es an einigen Stellen, besonders kurz vor dem 2. Akt und kurz vor dem Ende. Zwischendrin auch interessant, aber der Höhepunkt ist kurz vor dem 2. Akt und kurz vor dem Ende. Ich kann es nur jeden empfehlen, jeder Dürrenmatt Fan muss dieses Werk gelesen habe (bzw. im Bücherregal haben). Dürrenmatt Klassiker 5 von 5 PunktenJeder muss das Buch einfach mal gelesen haben ist eigentlich ganz witzig geschrieben. Eine "Komödie" |
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