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Hummeldumm: Das Roman von Tommy JaudBroschiert von Scherz Verlag GmbH Bern-MnchenPreis bei Amazon: EUR 13,95, Angebote ab EUR 10,60 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3502110379, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionZwei Wochen Namibia ? das klingt doch eigentlich nach Traumurlaub in wilder Natur, nach Abenteuer und Freiheit. Doch bei Tommy Jaud wird aus dem Traum, wie kann es anders sein, schnell ein Alptraum und für Matze Klein beginnen am Flughafen von Windhoek ?die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens.? Matze wird mit Freundin Sina in einem Kleinbus voller Bekloppter durch Namibia gekarrt ? ?neun Idioten in alberner Wanderkleidung? angeführt von ihrem namibischen Tourguide Bahee. Als Matzes Fluchtversuch an der letzten Tankstelle vor der Namibwüste misslingt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Auf seiner Jagd nach Adaptern, Handynetz und Internetzugang taumelt Matze von einer Blamage in die andere und strapaziert seine Beziehung zu Sina bis zum Brechen. Hummeldumm ist nach Vollidiot (2004), Resturlaub (2006) und Millionär (2007) bereits der vierte Roman von Comedy-Star Tommy Jaud, der die Torturen einer Busrundreise durch Namibia am eigenen Leib erlebt hat. Voller Sprachwitz und Situationskomik skizziert Jaud die neun Trottel der Reisegruppe (zwei Österreicher, ein Franke und Ossi dürfen natürlich nicht fehlen) ? allesamt Exemplare der Kategorie ?hummeldumm?. Jaud weiß, wie man Pointen setzt, mit Klischees spielt und den Leser bei Laune hält. Dabei trifft er sicherlich nicht jedermanns Humor. Wer aber über die Vorgänger lachen konnte, der wird auch hier gut bedient. Spaßige Lektüre für den kleinen Hunger zwischendurch, extrem unterhaltsam und schnell konsumierbar. -- Alexandra Plath 5 Kundenrezensionen:Kurzweiliges, gut geschriebenes Buch aber....... 4 von 5 PunktenKurzweiliges, gut geschriebenes Buch aber.......Wer hier auf weitere Schenkelklopfer im Stile von Millionär oder Resturlaub hofft, der wird ein wenig enttäuscht sein. Klar, an einigen stellen musste ich schon schmunzeln und das Buch war so gut geschrieben, dass man auch unbedingt das Ende erfahren möchten aber mir persönlich fehlten einfach die Zoten und Sprüche, welche die vorherigen Bücher ausgemacht haben und wo man wirklich manchmal laut loslachen konnte. Positiv ist zu sagen, dass ich mich nach meiner Gruppenrundreise China im September letzten Jahres sehr gut in die Situation von Matze, dem "Held" der Geschichte hineinversetzen konnte. Auch das die Story eine, wenn auch kleine, Brücke zu Resturlaub schlägt(Seppelpeters Spezialbräu) hat mir persönlich gut gefallen. Die Figuren sind gut beschrieben und wurden gut in den Kontext gesetzt. Alles in allem ist es ein gutes Buch mit einigen Hängern und weniger Wortwitz als die ersten Bücher. Habe den Kauf nicht bereut. Im Sommer am Pool oder Strand wirds bestimmt nochmal rausgekramt. Nicht das beste von Tomy Jaud, aber für fünf Punkte reicht es allemal! 5 von 5 PunktenAuch ich fand z.B. Vollidiot oder Millionär ein bisschen besser als Hummeldumm, dennoch muß man Tomy Jaud einfach zugute halten, dass er sehr unterhaltsam schreiben kann, sodass man immer wieder lachen kann. Besser als vieles, was man sonst als Komödie angeboten bekommt, daher bekommt er auch die vollen fünf Punkte von mir... Filmreif 5 von 5 PunktenWie man hier nur 1 Stern vergeben kann ist mir schleierhaft. Es stimmt zwar, das ich mich nicht so sehr ins Sofa gekrallt habe vor Lachen wie beim Vollidioten, aber trotz allem hab ich mich köstlich amüsiert und laut rauslachen müssen. Schon alleine dass hier die einzelnen Dialekte der Reisegruppe berücksichtigt wurden fand ich klasse. Wegen Bahe würde ich in der Kalahari meinen Urlaub verbringen wollen. Bitte verfilmen!!! Diese Busreise ist so verrückt, dass sie schon fast normal sein kann. 5 von 5 PunktenNach diesem Buch ist nichts mehr wie es war. Dieses Buch lässt wirklich nichts aus: Liebe, Eifersucht, Hass, Humor, Irrsinn und das normale Leben. Und das alles in einer Gruppenreise. Diese Busreise ist so verrückt, dass sie schon fast normal sein kann. Matze Klein reist mit seiner Freundin Sina nach Namibia. 2 Wochen - zusammen mit Reisebegleitern, die verrückt und einem Reiseleiter namens Bahee, den man wegen seiner guten Laune nur bewundern kann. Eigentlich soll der Urlaub entspannen, schließlich will man doch nach dem Urlaub in die neue Wohnung ziehen. Also: Auf einen schönen Urlaub? Noch lange nicht! Nicht nur, dass alle anderen Reiseteilnehmer speziell sind, skurril und fast schon angsteinflößend, sodass Matze am liebsten ganz schnell wieder zurückreisen möchte. Matze muss doch tatsächlich mitten in der Wüste feststellen: Er hat vergessen, die Wohnung zu reservieren. Wie kann man also mitten in der Wüste, ohne Mobilfunknetz, eine Überweisung tätigen? Ohne das die Freundin es mitbekommt? Das wird Matzes Nerven kosten... Ein absolut lustiges Buch. Eine Mischung aus allen Gefühlen. Personen die komisch und gleichzeitig tot ernst gezeigt werden. Nichts ist überzogen, alles könnte tatsächlich so sein. Tommy Jaud zeigt eine absolut realistische Welt - mitten in Namibia. Hummeldumm, wer etwas anderes erwartet. 5 von 5 PunktenFand ich "Resturlaub" und "Millionär" noch ganz witzig, kurzweilig oder einfach unterhaltsam, bin ich bei "Hummeldumm" stellenweise fast erstickt vor Lachen. Der Wort- und Bildwitz in diesem Buch sucht seinesgleichen. Ob "Speckhut's" Kommentare nach Trixis Urlaubsflirt mit Wildschwein Gotti, ob das Telefon in der Apotheke, das ihm plötzlich "wunderschön" erschien oder der Titel "Zum Schachtelwirt" für McDonalds - einfach nur herrlichster Slapstick! Natürlich ist die Story von Anfang an durchschaubar (wenn diesmal auch hübsch mit ein bisschen Geographie- und Geschichtsunterricht verpackt), natürlich ist er der selbe Trottel, wie in seinen vorangegangenen Büchern und natürlich sind die Charaktere der Mitwirkenden wieder klischiert. So what??? Ich habe einfach nur Tränen gelacht bei so viel Nonsens und stellenweise großartigen Wortkreationen. Die schlechten Rezensionen finde ich albern! Wer Tommy Jaud liest und sich sonst mit Karl-Heinz Deschner müht, der tut sich freilich schwer. Bei Jaud weiß man vorher, worauf man sich einlässt! Wer Lust auf herzerfrischenden Slapstick hat, der darf sich den m. E. besten Tommy Jaud bisher nicht entgehen lassen. Ein köstlicher Lesesnack für zwischendurch. |
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Achtung Baby! von Michael MittermeierBroschiert von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 11,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462042025, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1., Auflage |
Aus der Amazon.de-RedaktionSternzeit 2008. Logbucheintrag Captain Michl: ?Wir waren als Paar in die Klinik gekommen und verließen sie als Familie.? Mittermeier ? the next Generation sozusagen. Lilly heißt das neue Erdenkind. Mit ihrem Töchterchen an Bord ziehen Papa Michael und Mama Gudrun ins gelobte Heim ein. In über 40 Episoden erzählt der aus dem Fernsehen bekannte Komiker offen und witzig darüber, wie es dem Paar vor und nach der Geburt des Schreihalses ergeht ? vom Kreißsaal-Check bis zum Hebammen-Casting, vom kindlichen Käseschmiere-Outfit und Zweizahn-Lächeln bis zum mütterlichen Milcheinschuss und Baby Blues. Wenn der werdende Papa eine neue und unbekannte Welt betritt, bricht immer wieder seine alte Liebe zu Filmen durch. ?No kids ? no trust.? Michael Mittermeier macht deutlich, wie sehr Kinderlose einerseits und Eltern andererseits auf verschiedenen Planeten leben. Denn während für Mamas und Papas Sabber-Attacken und Shit-Checks trockener Alltag sind, jagt es Singles wie werdenden Eltern bei vollgeschlatzten Schultern und verschissenen Windeln kalte Schauder über den Rücken. Doch keine Angst: Alle amüsieren sich, wenn der Comedian ellenlange Einkaufslisten abarbeitet, Hungerattacken seiner Frau überlebt oder erklärt, warum man eine Schwangere nicht betrügen kann. Passend dazu folgender Tipp von Meister Mittermeier an kinderlose Männer: ?Du bist reif, Vater zu werden, wenn Du Frauen erst auf den Bauch und dann auf die Brüste schaust.? Am Ende der Milchstraße wissen wir: Michl ist nicht nur ein verrückter Spaßvogel, sondern auch ein prima Papa. Im Logbuch seines Familien-Raumschiffs hält der Komiker aus eigener Erfahrung und tiefstem Herzen fest: ?Ein Kind zu bekommen, das ist das letzte große Abenteuer der Menschheit.? Und kein anderes Buch bereitet auf diese unendlichen Weiten unterhaltsamer vor als Achtung Baby!. ? Herwig Slezak 5 Kundenrezensionen:Wer Mittermeier mag, wird dieses Buch mögen 4 von 5 PunktenIch muss zugeben, dass ich eigentlich kein großer "Fan" des Mittermann'schen Humors bin. Doch so lebendig, witzig und zugleich lehrreich, wie das, was er hier zu Papier bringt, sucht in der Welt der Comedy-Autoren seinesgleichen. Nicht nur für Eltern und werdende, sondern auch für diejenigen, die schon immer mal wissen wollten, wie verzwickt das Leben für einen Vater sein kann, insbesondere die berühmten "ersten Schritte". Nicht nur für frischgebackene Eltern lesenswert 5 von 5 PunktenDa ich schon lange Mittermeier-Fan bin, habe ich mich natürlich sofort auf seinen ersten Versuch als Autor gestürzt. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut. Wer seine Bühnenshows kennt, dem kommen einige Aussagen aus dem Buch sicherlich bekannt vor, hat sich Michl doch in den letzten Jahren auf der Bühne immer gern und viel über frischgebackene Eltern vergnügt. Um so schöner zu sehen, dass er mit seinem typischen Humor nun sich selbst ganz genauso auf die Schippe nimmt. Ich kann nur sagen, auch als Kinderlose hat mir das Buch viel Spaß gemacht, hat er auch in seinen Bühnenshows nie davor zurück geschreckt sich selbst zu veräppeln und Anekdoten aus seinem Privatleben zum besten zu geben, so bekommt man in Achtung Baby einen noch tieferen Einblick, gerade dieses persönliche hat mir an dem Buch sehr gut gefallen. Ich kann es auf jedem Fall nur jedem empfehlen, der auch nur Ansatzweise Michls Humor mag. Michel bleibt sich treu 5 von 5 PunktenEinfach nur Mittermeier. Mal ein ganz anderes Buch über die Zeit von Schwangerschaft und Geburt! Ich bin selbst hoch schwanger und habe mich bei diesem Buch köstlich amüsiert. Ich bin seit Jahren ein großer Mittermeier Fan und somit war dieses Buch ein Muss. Ich habs nicht bereut und kann es auch werdenden Vätern sehr empfehlen. Gnadenlos witzig und dabei an vielen Stellen auch sehr emotional und ehrlich. Super Michel! Ganz großes Popkorn "Kino" 5 von 5 PunktenEin tolles Buch, das sich zügig lesen lässt, und überraschend ehrlich geschrieben ist. Gespickt mit vielen nachvollziehbaren Situationen, man entdeckt sich in diesem Buch immer wieder selbst und ist beruhigt dass es auch anderen so geht(mein Kind ist 6 Wochen alt). "Großes Popkorn-Kino" könnte man auch grinsend und verständnisvoll sagen! Michael Mittermeier benützt hier aber auch viele Filmtitel und -szenen um es eindrucksvoller zu beschreiben, was das ganze lustig gestaltet, und vermuten lässt dass der Autor ein Fernsehjunkee vor der Geburt von Lilly war. Nur eins lässt zu denken übrig: In fast jedem Kapitel werden Worte wie Drogen, Extasy, Dealer, Dope, High, auf Crack etc.. erwähnt und mit Situationen verglichen. Bleibt die Frage woher kennt sich der Autor damit so gut aus??? SENSATIONELL 5 von 5 PunktenEin sehr gelungenes Buch, da bleibt kein Auge trocken. Sehr empfehlenswert. Für mich ein guter Ausgleich zu jedem Geburtsvorbereitungsbuch und Elternratgeber. Zombie-Alarm, Hebammencasting (!), Abenteuer des Wickel-Man inkludiert. Danke Mittermeier! |
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Gut gegen Nordwind: Roman von Daniel GlattauerTaschenbuch von Goldmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,75 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442465869, Erscheinungsdatum: Juli 2008, Auflage: dritte auflage |
Amazon.de-HörbuchrezensionWenn man sich auf einer Autofahrt dabei erwischt, einen Umweg einzuschlagen, nur um noch mehr von diesem Hörbuch hören zu können, dann ist das ein recht eindeutiges Zeichen. So passiert jedenfalls bei Daniel Glattauers Gut gegen Nordwind: Dem E-Mail-Hin-und-Her der zwei Protagonisten, die zufällig aneinander geraten und bald nicht mehr voneinander lassen können, folgt man gespannt und amüsiert. Und jeder, der schon einmal etwas Ähnliches erlebt hat, muss dem Autor gratulieren, wie gut er diesen Vorgang des Kennenlernens geschildert hat, diese unwiderstehliche Mischung aus Distanz und Intimität, die zwischen Fremden durch elektronische Botschaften so rasch entstehen kann. Dem Hörvergnügen auch nicht gerade abträglich sind die souveränen Leistungen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Da vergisst man auch gerne die eine oder andere Unstimmigkeit des Plots. So würde man heutzutage, statt teilweise im Sekundentakt Kürzest-E-Mails hin und her zu schicken, zweifellos eine der vielen Instant Messaging Techniken nutzen. Und auch das Ende ist etwas harsch und enttäuschend. Aber happy endings in der Liebe gibt?s halt wirklich nur im Märchen oder in schlechten Romanen. --Christian Stahl Spieldauer: ca. 288 Minuten, vollständige Lesung, 4 CDs 5 Kundenrezensionen:Hat man schnell durch. Hat man schnell vergessen. 2 von 5 PunktenHm, die Idee, eine Geschichte als Transskript einer elektronischen Kommunikation zu erzählen ist nicht neu und war in den Formen, in denen ich sie gelesen habe, bisher immer zu sehr auf der Seite, dass man versucht hat, mit einem erzähltechnischen Gag darüber hinwegzutäuschen, dass die Story inhaltsleer ist. Das ist hier nicht ganz so. Anfangs liest es sich recht frisch, wie die beiden Protagonisten in Gespräch kommen und sich langsam wärmer werden, aber spätestens nach der Hälfte des Buchs ergeht sich das Ganze in eine sich ewig wiederholende Litanei, "treffen wir uns?" - "Treffen wir uns nicht?" - "Was machen wir damit kaputt?". Das Ermüdet, nimmt der Geschichte sehr an Fahrt und führt leider Gottes auch irgendwie zu nichts. Gegen Ende kommt noch ein mäßig überraschende neuer Aspekt in die Geschichte, die das Ganze zu einem ersehnten Schluss bringt. Hat man schnell durch. Hat man schnell vergessen. nicht gut genug für einen Bestseller. 3 von 5 PunktenDer klassische Briefroman jetzt in E-Mail Form. Eine junge Frau versucht schriftlich ein Abo zu kündigen und versendet die Email versehentlich an einen völlig fremden. Nach kurzem Hin - und Her ergibt sich ein stetiger Dialog der schließlich in Gefühlen für einander und Sinn und Lebenskrisen endet. Soweit so gut. Nicht neu, aber soviele Themen hat die Menschheit ja auch nicht. Aber viel mehr Geschichte ist in dem Buch leider auch nicht. Nach einem zögerlichen Anfang geht es schnell voran, aus eben noch gegenseitigen Kommentaren, geht es schnelll zu persönlichen Gefühlen über. Da fehlen mir mindestens zehn Seiten die es glaubhaft machen, dass einer der beiden Schreiber irgendwas an dem Dialog irgendwie tiefergehend finden könnte. Es folgen recht witzige Schlagabtausche, ein ständiger Dialog in dem aber wenig bis gar nichts gesagt bzw. über die Personen verraten wird. Und obwohl die Charaktere genau diesen Fakt ständig betonen, sollen sie sich offensichtlich immer näher kommen. Neugierde auf das Aussehen des Gegenübers kommt auf, wie bei jedem -Telekontakt. Der skurrile Versuch sich gleichzeitig zu sehen ohne sich zu verraten bringt nichts, dann wird er mit ihrer besten Freundin verkuppelt, ohne dass das wirklich funktioniert und schließlich steht wegen ihres Mailkontakts ihre Ehe an der Grenze des Zerfalls. Alles durchaus möglich aber (für mich) nur aus den E-Mails nicht zu erklären. Am Ende des Buches kommt noch einmal erheblich Fahrt auf und es ist herrlich tragisch-romantisch. Alles in allem ein Buch, dass mit seinen Dialogen und der grundsätzlichen Thematik durchaus Qualitäten aufweist, aber nicht mit einer zu hundertprozentig glaubhaften Geschichte aufwarten kann. Es fehlen locker 50 Mails. Egon Eine zauberhafte Geschichte 4 von 5 PunktenEin Pärchen begegnet sich zufällig im Internet und pflegt einen rührenden Schriftverkehr. Dieser Band macht neugierig auf den zweiten Teil, werden sich die beiden nun endlich "in natura" treffen? Eine echte Überraschung! 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch zufällig entdeckt und gleichzeitig mit Band 2 gekauft. Emmi und Leo - ein Paar, welches keines werden kann. Mit unglaublicher Ironie und Treffsicherheit porträtiert Daniel Glattauer, sowohl eine Frau, als auch einen Mann. Die Emails könnten teilweise wirklich von mir stammen (weibliche Seite) und so manche Email habe ich schon von männlicher Seite ähnlich gelesen. Es ist faszinierend wie sich Emmi - die ja angeblich glücklich verheiratet ist - in die Emails von Leo reinsteigert und regelrecht süchtig wird. Es ist nicht überraschend, dass sich relativ am Ende der Ehemann zu Wort meldet; und es kommt heraus was man sich ohnehin die ganze Zeit denkt: "Was macht Emmi eigentlich ohne Emails". Herrliche Passagen (z.B. ihr Nicht/Treffen), sarkastisch, lustig, traurig und eigentlich abgeschlossen... Lesen Sie es! Sie werden es nicht bereuen! Es passt genau in unsere heutige Zeit! Tipp: Auch als Theaterstück hervorragend! Wer die Chance hat Timna Brauer (als Emmi) und Alexander Pschill (als Leo) zu sehen, sollte sie ergreifen! Bravourös umgesetzt und gespielt! Sehr gutes Buch für zwischendurch 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch von einer Freundin bekommen, die wusste, dass ich nicht viel Zeit zum Lesen habe. Aber ich habe dieses Buch (und es bis jetzt das einzige) innerhalb von zwei Tagen gelesen. Es hat keine Story, aber das tut dem Lesespaß überhaupt keinen Abbruch. Es ist ein Dialog zwischen zwei wild fremden Menschen per E-Mail. Ich hätte nie gedacht, dass so eine simple Idee so spannend geschrieben werden kann. Die Dialoge sind selten langweilig oder platt. Sie sind einfach nur schön zu lesen. Es macht Spaß den beiden Fremden 'zuzulesen'. Fazit: Es ist keine tiefgründige Literatur, aber um Meilen besser als MoppelIch, Mondscheintarif und Co. |
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Goldstück von Anne HertzBroschiert von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 7,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426638703, Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
5 Kundenrezensionen:Nette Frauenunterhaltung 5 von 5 PunktenHier handelt es sich um eine nette Fraununterhaltung. Ich habe Tränen gelacht, und konnte das Buch kaum weglegen. Guter Unterhaltungsroman mit einigen ernsten Zwischentönen... 4 von 5 PunktenIn Maikes Leben geht gerade einiges schief - sie ist das zweite Mal durchs Examen gefallen, ihr Freund hat sie verlassen und ihr Job im Sonnenstudio bringt erstens nicht viel ein und macht ihr zweitens keinen Spaß... Sie hat das Gefühl, vom Pech verfolgt zu sein und lässt sich ziemlich hängen. Ihre Cousine Kiki, mit der sie zusammen wohnt, versucht ihr Mut zu machen, doch ist sie zunehmend genervt. Dann bringt sie Maike auf die Idee, ein Wunschbuch zu führen und erklärt ihr das "Gesetz der Anziehung". Doch das Aufschreiben ihrer Wünsche hat bei Maike ungeahnte Konsequenzen... Mir persönlich war die Hauptprotagonistin Maike am Anfang etwas zu selbstmitleidig und ich hätte ihr gerne mal die Meinung gesagt... Ihre Cousine dagegen war mir auf Anhieb sympathisch und auch die Nebenfiguren haben mir gefallen. Doch dann gibt es plötzlich eine dramatische Wendung (mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte) und alles was dann folgt, ist sehr unterhaltsam erzählt :-) Eine besondere Rolle im Roman spielt die Sache mit den Wunschbüchern und dem Anziehungsgesetz, von dem ich vorher nie gehört hatte. Mir hat die Idee aber durchaus gefallen und ich bin versucht, mir bald ein Wunschbuch zuzulegen und es einfach mal zu versuchen :-) Die dramatische Wendung im ersten Drittel des Buches fand ich krass, aber je weiter ich das Buch gelesen habe, auch irgendwie stimmig und passend. Die Ereignisse führen zu einer Wandlung von Maike und obwohl sie sich mit ihren Handlungen in ein totales Chaos stürzt, wirkt sie viel sympathischer als noch zu Anfang. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen und ich fand es spannend zu lesen, was sie da so treibt. Und vor allem, wie sie aus dem Chaos wieder herauskommt... ;-) Insgesamt hat mir der Roman von Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz (zusammen "Anne Hertz") sehr gut gefallen und mir einige schöne Lesestunden bereitet! Ich freu mich schon auf weitere Lektüre der Schwestern :-) Beste Unterhaltung 5 von 5 PunktenDer neue Roman vom Schriftstellerduo Anne Hertz hat mir ein trübes Wochende verschönt. Maike , die Hauptprotagonistin dieses Romans, wird vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Die 2.juristische Examensprüfung hat sie vergeigt, ihr Freund hat sich verabschiedet und als sie im Sonnenstudio, indem sie arbeitet, um eine Gehaltserhöhung bittet,ist das Ergebnis dieses Gespräches auch mehr als unbefriedigend. Der einzige positive Fixunkt in ihrem Leben ist Kiki, ihre Cousine, mit der sie zusammenlebt. Kiki ist selbstständiger Couch und weiht Maike in das Gesetz der Anziehung ein. "Schreibe deine Wünsche in ein Wunschbuch und glaube fest an deren Erfüllung".Maike versucht diesem Rat zu folgen und der Leser wird,wenn er dieses Buch liest,erfahren,ob es klappt. Mir fiel beim Lesen dieses Buches gleich das Buch "Bestellungen beim Universum" ein.Hier wird auch viel über die Macht der positiven Gedanken geschrieben und es funktioniert. Ich habe es ausprobiert. Erst mit kleinen Dingen und später auch mit großen. Anne Hertz verpackt dieses Thema geschickt in ihrem Buch und herausgekommen ist nicht nur ein toller Frauenroman, sondern auch ein Buch mit Anspruch.Das Lesen dieser Lektüre macht einfach gute Laune. Die Figuren schließt man ins Herz, man leidet und freut sich mit ihnen und schließt am Ende der Geschichte das Buch mit einem Seufzer und hoffentlich auch mit dem festen Vorsatz ein Wunschbuch anzulegen. Wünsche werden wahr.......... 5 von 5 PunktenHabe das Buch gerade ausgelesen und bin immer noch sehr mitgenommen. Endlich mal wieder ein Buch was ein richtig schönes Happy End hat. :-] Besonder toll hat mir gefallen wie die wechselnde Gefühle der einzelnen Personen beschrieben wurden. Man konnte sich richtig in die einzelnen Personen hineinversetzten. Ein Bettlerarmband und ein Wunschbuch werde ich mir demnächst auch mal zulegen und schaun ob all meine Wünsche in Erfüllung gehen ;-) :grin Dies war mein erstes Anne Hertz Buch und auch nicht mein letztes.... Meine Wunschliste wird sich auf zuwachs von Anne Hertz sehr freuen.... :-) Fazit: für das schöne Ende volle Punktzahl.... :-) Ein Goldstück der Belletristik 5 von 5 PunktenMaikes Leben ist gerade ein heilloses Chaos. Gerade ist sie definitiv durchs Juraexamen gefallen, verlässt sie auch noch ihr Freund. Auch hartgesottene Mitmenschen bekämen den einen oder anderen Selbstzweifel. Geblieben sind jetzt nur die Wohngelegenheit bei ihrer Cousine Kiki und der schlechtbezahlte Job im Sonnenstudio. Gerade jetzt will Kiki aber mit ihrem Liebsten zusammen ziehen und der Chef des Sonnenstudios bietet Maike an, sie am Umsatz zu beteiligen, statt ihr ein festes Gehalt zu zahlen. Auch Kiki kann ihre Cousine nicht weiter leiden sehen und weiht sie in die Kraft des Wünschens ein. Quasi per Bestellung beim Universum soll Maike jetzt ihr Leben selber in die Hand nehmen. Der inzwischen fünfte Roman des Autorenduos Anne Hertz war wiedermal ein Buch, das einen die reale Welt vergessen ließ. Hat der Leser nach der Vorstellung der Protagonisten und Beschreibung des Umfelds noch den Eindruck, die Geschichte könnte auch gleich nebenan spielen, kommt Kapitel für Kapitel ein gewisser Unglauben auf, dass so viel Pech auf einmal überhaupt möglich ist. Die Hauptfigur ist dreißig Jahre alt und steht nicht nur ohne Berufsausbildung, sondern in absehbarer Zeit auch ohne Dach über dem Kopf da. Obendrein wurde sie von ihrem Partner verlassen und kann auch von ihren Eltern kaum Trost erwarten. Alles, was den Stressfaktor hochtreibt, passiert Maike. Den Gegenpol in dieser Geschichte bildet Kiki. Die etwas jüngere Cousine von Maike ist beruflich erfolgreich, steht mit beiden Beinen im Leben und hat bereits ihren Traumpartner gefunden. Sie ist es auch, die Maike den Ratschlag mit den Wünschen gibt. Der Roman ist aber nur oberflächlich leichte, spaßige Literatur. Der Schreibstil lässt den Leser zwar flott vorankommen, vermeidet aber nach einigen Abschnitten nicht den bitteren Beigeschmack, den die Konsequenzen des grenzenlosen Wünschens hinterlassen. Der Roman beschäftigt sich intensiv mit der Sonnen- als auch mit der Schattenseite des Lebens. Er zeigt Engagement im Kontrast mit einer passiven Haltung und versucht Gründe dafür in Erziehung und Lebensplanung zu finden. Dennoch ist das Paket in eine kuschelweiche Decke verpackt, sodass man auch ganz wunderbar unterhalten wird. Am Ende wurden alle Fäden verknüpft, alle Fragen beantwortet und damit Maikes Lebensabschnitt abgeschlossen. Bleibt eigentlich nur, es auch einmal mit dem Wünschen zu versuchen. Ich wünsche mir bald einen sechsten Roman von Anne Hertz, der mir auch so gut gefällt. |
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Der Koch von Martin SuterGebundene Ausgabe von DiogenesPreis bei Amazon: EUR 21,90, Angebote ab EUR 12,40 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3257067399, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionAndrea hat Maravan Vilasam schon eine ganze Weile im Blick. Noch keine zehn Tag ist die attraktive Frau Servicekraft im Zürcher Nobelrestaurant ?Chez Huwyler?, aber es reicht, um zu begreifen, dass der Asylant aus Sri Lanka weit unter seinem Niveau beschäftigt ist. Offiziell ist Maravan als Tellerwäscher und Handlanger angestellt, aber die Köche des Restaurants benutzen sein Talent zum Gestalten von dreilagigen Millefeuilles mit marinierten Waldbeeren in knusprigen Blätterteig-Arlettes gern, um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Gedankt indes wird es ihm nie. Von Kindesbeinen an gilt Maravans große Liebe der Kochkunst. Als ihm gekündigt wird, tut er sich mit Andrea zu einem Catering-Service namens ?Love Food? zusammen, der sich darauf spezialisiert, die Geschlechter über das sinnliche Band raffinierter Speisen zusammenzuschweißen. Bald macht er dabei auch Bekanntschaft mit der Welt der Banken und der Politik. Und da geht es ein ums andere Mal recht anrüchig zu... ?Sonst saßen da: ein Autoimporteur, ein Inhaber einer Werbeagentur und ein nicht ganz freiwillig abgetretener Bankpräsident, alle mit ihren großen, dünnen, blonden zweiten Frauen?: Es gibt nicht viele Autoren, die mit so wenig Aufwand ein solches Maß an Atmosphäre, sozialkritischer Doppelbödigkeit und ? hier: in die Syntax hineingerutschtem ? Humor hervorzaubern können. Schon allein wegen solch appetitlicher Nuancen hat sich die Lektüre von Der Koch schon gelohnt. Die Zutaten, aus denen der Schweizer Autor Martin Suter seinen Roman Der Koch gemixt hat, mögen nicht alle neu sein. Vom Problem der Eidgenossen mit Ausländern und ihrer Vorliebe für die Hochfinanz hat man auch schon anderswo gelesen. Und manchmal hat Suter sein Lesemenü auch etwas überwürzt. Aber das ist nur ein schnell verflogener Beigeschmack. Denn im Großen und Ganzen ist Der Koch wieder ein überaus gut lesbares, frisches Buch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. - Stefan Kellerer 5 Kundenrezensionen:Für Freunde des Kochens 3 von 5 PunktenKurze Sätze und schnelle Schnitte machen diesen Roman zum typischen Suter. Und jeder, der auch nur ein wenig Begeisterung fürs Kochen aufbringen kann, wird sicher seine Freude an dem Roman haben. Es duftet fast schon durch die Seiten hindurch. Und trotzdem habe ich Einwände, denn die Story vermag mich nicht richtig zu überzeugen. Der Asylant als Küchenzauberer, das ist schön ausgedacht, auch ist Andrea eine passende Gefährtin, aber die anderen Personen, Wirtschaftsbosse, Waffenschieber und all das, was man sich unter Geldmenschen so vorstellt, wird für meine Begriffe nicht wirklich plastisch - allzu klischeehaft sind die Figuren beschrieben. Das also, was einen Roman erst ausmacht, dass alles zusammengeht und eine homogene Handlung entsteht, in der die Personen sich gegenseitig "erleuchten", das fehlt mir in diesem Suter. Darum nur drei Sterne, auch wenn, wie gesagt, Freunde des Kochens sich diesen Roman nicht entgehen lasssen sollten. Süffisantes Lesevergnügen 5 von 5 PunktenHungrig sollte man nicht sein, wenn man sich diesen Roman von Martin Suter vornimmt. Er ist leichter als seine Vorgänger, gekonnt brillant forrmuliert und trotzdem nicht ohne Tiefe. Hab mit dem Helden mitgegangt und mich so sehr über das Ende gefreut! Herrlich, dass auch die Bösen Ihr Fett abbekommen! Federleichte Sommerlektüre! Durchkomponiert 5 von 5 PunktenMartin Suter hat genau gearbeitet. Kein Handlungsfaden bleibt offen, keine Figur platt, kein politischer Hintergrund im Klischee. Ein rund um gelungenes, empfehlenswertes Buch! Auch gut, aber nicht typisch Suter 4 von 5 PunktenDie hervorragenden Personenbeschreibungen die man sich von Martin Suter gewohnt ist findet man auch in "Der Koch". Ebenfalls die typische Persönlichkeitsveränderung im Laufe des Buches wenn hier auch in etwas weniger dramatischen Art und Weise als in den älteren Büchern. Die Geschichte selbst wirkt aber etwas ungewohnt leicht und frisch. Sicherlich ein prima Buch als Geschenk für Leute die nicht von Haus aus viel Lesen oder grosse Anhänger der komplexen Literatur sind. Als neue weitere Variante von Martin Suters Schreibstil ist das Buch aber allemal empfehlenswert - für alte Martin Suter Fans und "Neulinge". Um die Relevanz dieser Rezension für Sie zu prüfen, hier meine persönliche Rangliste der bisherigen Martin Suter Bücher: 1. Die dunkle Seite des Mondes 2. Lila, lila 3. Small World ... Es fehlt: das Bonbon. 4 von 5 PunktenEines muss man zu Beginn neidlos eingestehen: Martin Suter ist ein Meister des Erzählens und versteht es, den Leser von Beginn an in die Geschichte mitzunehmen und die Figuren bekannt sein zu lassen. Maravan erinnert im Laufe des Plots an Grenouille aus Süskinds "Parfüm". Auch er ist ein Meister der Kunstfertigkeit, die nicht mit den Augen, sondern mit einem anderen Sinnesorgan aufgenommen wird. Doch nie im Laufe der ganzen Geschichte erreicht der Charakter des Maravan die Tiefe eines Grenouilles. Interessant ist sie trotzdem zu lesen, die Geschichte um einen kulinarischen Künstler und Zauberer, der eine Marktlücke entdeckt und damit den großen Reibach macht. Auch die anderen Charaktere haben interessante Züge, die aber nie vertraut wirken. Etwas störend wirken meinem Empfinden nach die "Newsticker", die den Leser über die v.a. wirtschaftlichen Vorgänge der letzten Jahre informieren. Interessanter wäre es, noch mehr aus der Heimat Maravans zu hören. Am Ende ist man überrascht, dass es zu Ende ist, für meinen Geschmack fehlte das Bonbon in der Geschichte, um im Fachjargon zu bleiben. Das mag für manche vielleicht der Anhang mit den Rezepten sein. Für die meisten wird dieser aber aufgrund der Exotik der Zutaten und der benötigten Kunstfertigkeit wir das wahrscheinlich für die wenigsten Leser in Frage kommen. |
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Die Tore der Welt: Roman von Ken FollettBroschiert von Luebbe VerlagsgruppePreis bei Amazon: EUR 12,99, Angebote ab EUR 8,90 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 340416380X, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 1., Aufl. |
Aus der Amazon.de-Redaktion18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten. 200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris? Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann... Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de 5 Kundenrezensionen:Nichtes neues vom großen Meister 3 von 5 PunktenHast Du ein Buch von Ken Follet gelesen, kennst Du auch die Anderen. Wer den Stiel von ihm einfach großartig findet wird auch mit diesem Buch gut versorgt. Gute wie alles 5 von 5 PunktenDas ist mal wieder ein Follet wie ich ihn liebe. Da ich viele gute und auch schlechte History Romane gelesen habe,ist es nicht leicht mich zufrieden zu stellen. Aber dieses Buch hat es mal wieder geschafft. lang erwartete Fortsetzung 5 von 5 PunktenDie lang erwartete Fortsetzung des Romanes Säulen der Erde, läßt sich genau so toll lesen wie der erste Teil. Diese Geschichte kann man auch sehr gut verstehen wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Spannend bis zum Schluß verfolgt man die verwobenen Lebensgeschichten von Merthin, Charis, Gwenda und Rudorf. Ich habe das Buch verschlungen. Ein Follett wie er im Buche steht: nicht schlecht wiederholt! 3 von 5 PunktenFollets Erzähltechnik ist eigentlich immer die gleiche: seine Romane leben von einer Irrfahrt zwischen heiler und bedrohter Welt. Dieses Kernthema wird (meist über mehrere Personen und Spannungsfelder hinweg) geschickt variiert. Historische (Pseudo)korrektheit, gefällige Sprache und Sex, Gewalt und Drama sind in diesem zentralen Plot integriert und machen eigentlich alle seine Bücher zu Bestsellern. Genau dieses Rezept beherrscht Follett so perfekt, daß auch die Wiederaufnahme eines Themas, wie das aus "die Säulen der Erde", dem Erfolg keinen Abbruch tut. Die Spannungsfelder in "die Tore der Welt" sind die gleichen wie in seinem Vorgänger: Die selbstständige/aufgeklärte Frau im mittelalterlichen Umfeld, der Kampf zwischen Klerus und Weltlichem und das mühsame Überleben im Mittelalter. Die Zeit der Rosenkriege ist eigentlich in Bezug auf die nationalen Politik des Mittelalterlichen Englands, eine derart verworrene Epoche, daß nur sehr sorgfältige Recherche und große Erzählkunst hier lebendige Personen erschafft. Follett drückt sich um diese Aufgabe, indem er im kleinen Mikrokosmos bleibt und die große Geschichte nur gelegentlich streift. Die Hauptpersonen des Romans wirken in ihrer Aufgeklärtheit aus meiner Sicht aber doch zu neuzeitlich und damit unglaubwürdig. Die Beschäftigung mit verschiedensten Besonderheiten des Mittelalters, wie etwa das Thema Leibeigenschaft und Zwang, hat keinerlei tiefere philosophische Komponenten. Sie dient nur der Unterhaltung. Dies ist vielleicht das Beste was man über den Roman sagen kann: er unterhält und das tut er perfekt! Von den akribischen historischen Recherchen einer Rebecca Gable ist Ken Follett aber in jedem Falle weit entfernt: er erzählt eine austauschbare Geschichte, die spielt zufällig im Mittelalter...und ich habe sie im Übrigen gerne gelesen, weil sie mich unterhalten und dabei garnicht angestrengt hat. Schundliteratur 1 von 5 PunktenWer dieses Werk als Meisterwerk bezeichnet, hat keine Ahnung von Literatur, sorry, auch nicht von Spannungsliteratur, ohne überheblich klingen zu wollen. Die Charaktere sind platt und durchschaubar von der ersten bis zur letzten Seite, der Handlungsverlauf ist bereits zu Beginn abzusehen, wie in jedem xten Jerry Cotton-Heftchen (nur das die manchmal spannend sind). Gut und Böse sind überzeichnet, Feinheiten, die meines Erachtens einen 1000-Seiter auch ausmachen, Fehlanzeige. Das gestehe ich zum Teil wenigstens seinem Vorgänger "Die Säulen der Erde" zu. Dieses Buch ist etwas für "TV-Schmonzetten-Gucker", vielleicht ist es deshalb so erfolgreich...? Jedenfalls steht "Die Tore der Welt" jedem Herz-Schmerz-C-Movie zur besten Sendezeit in nichts nach. Das Leben im Mittelalter, die (Natur-)Heilkunde zu jener Zeit, auch die Anfänge des europäischen Handels und natürlich die Beziehungen der Protagonisten untereinander bieten herausragenden Literaturstoff, der sträflich vernachlässigt wurde. |
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Hummeldumm: Der Hörbuch von Tommy JaudAudio CD von Argon Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 12,99, Angebote ab EUR 8,95 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3839810027, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1. (autorisierte Lesefassung) |
5 Kundenrezensionen:Lustiges Namibia-Abenteuer 5 von 5 PunktenMeine nächste Afrika-Reise plane ich glaube ich eher nicht in Richtung Namibia. Denn die Tor(tour) von Matze und Sina in Tommy Jauds neuem Roman "Hummeldumm" muss ich nicht unbedingt haben. Den beiden und ihren "Mitstreitern" zuzuhören, wie sie in einem Minibus in der Wüste versuchen, die Probleme rund um die gemeinsame Traumwohnung zu lösen, ist allerdings einfach zum Wegwerfen komisch. Die Dialoge sind mal wieder hinreißend witzig, was durch die Hörbuchfassung noch besonders zur Geltung kommt. Der Autor selbst gibt sich ja diesmal die Ehre, sein Werk vorzulesen (in Gegensatz zu den Buchvorgängern, die von Christoph Maria Herbst gesprochen wurden) - und macht sich richtig gut!!! Besonders die urigen Dialekte (z.B von Reiseführer Bahee) kommen super lustig rüber. Der Schluss ist dann sogar ziemlich rührend - aber es soll ja nicht zu viel verraten werden. Und auch der kleine Carlos, der uns vom Buchcover entgegen grinst, bleibt nach der Lektüre bzw. dem Durchhören ganz sicher in Erinnerung. Zu empfehlen für Tommy Jaud-Fans und solche, die es noch werden wollen! Jede Figur bekommt ihre witzige eigene Stimme! 5 von 5 PunktenBin ein großer Fan von den Herbst Lesungen, aber die Lesung von Tommy Jaud hab ich genauso gerne gehört. Die Hörbücher leben einfach davon, dass die skurrilen Typen der Bücher so rauskommen - und was der Autor mit dem Guide Bahe, der Gruberin und dem "Nu"- Kevin aus Jena-Lobeda macht, ist einfach total witzig! Jede Dialektgruppe kriegt ein bisschen ihr Fett weg, wenn Tommy Jaud seine Figuren sprechen lässt. Von mir gibts dafür 5 Sterne, gerade auch, weil es ne Autorenlesung ist. Thommy Jaud - und lesen kann er auch! 5 von 5 PunktenJetzt habe ich mir den "neuen Jaud" also doch als Hörbuch gekauft, obwohl mein absoluter Lieblingssprecher Christoph Maria Herbst nicht liest, sondern der Autor selbst. Aber meine Sorgen waren unbegründet: Sicher, Christoph Maria Herbst liest schon genial, hat viele Dialekte (Schwäbisch nicht!) toll drauf und reißt mich wirklich mit - aber manchmal übertreibt er es auch und die Texte wirken mit der Zeit manchmal fast ein bisschen albern. Thommy Jaud liest hingegen etwas unaufgeregter, erfüllt aber die einzelnen Charaktere fast noch etwas pointierter mit Leben. Auf Dauer (immerhin sind es 5 CDs) aus meiner Sicht noch lustiger und unterhaltsamer als die anderen Jaud-Hörbücher. Aber eigentlich noch viel wichtiger: Die Story hat mich - wie schon die anderen "Jauds" - keine Minute gelangweilt: Alle Teilnehmer der Namibia-Gruppenreise sind mir schnell ans Herz gewachsen und der arme Protagonist Matze tut mir wirklich leid mit all seinen Katastrophen, die er während des Urlaubs meistern muss. Alles in allem: Gelungenes Hörbuch mit viel Humor. Zu hohe Erwartungen gehabt? 3 von 5 PunktenEiner neuer Tommy Jaud. Den muss ich haben bzw. hören! Nachdem ich noch immer sein Werk "Resturlaub" im Ohr habe und mir selten eine Fahrt nach und von Bamberg so versüßt wurde, musste ich mir natürlich auch sofort Hummel Dumm besorgen. Leider wurde es meinen Erwartungen nicht gerecht. Lag es daran, dass er selbst das Hörbuch gesprochen hat? Ich weiß es nicht. Jedenfalls erreichte mich der Witz nicht. Vielmehr empfand ich es als eine Art Abklatsch vom "Resturlaub" bzw. bestenfalls als eine Art Fortsetzung. Die Gags bzw. die Geschehnisse waren alle voraussehbar und daher nicht annähernd so amüsant, wie seine vorherigen Werke. Dennoch: Für Neuhörer und/oder -leser eine leichte und lustige Ablenkung vom Alltag. Meine Erwartungen waren vermutlich zu hoch, aber bei meinem Partner (Erstlingshörer v. T. Jaud) ist das Hörbuch gut angekommen. Ich hoffe, bei seinem nächsten Roman findet Tommy Jaud wieder zu seiner alten Form zurück und überrascht mich mit seiner unnachahmlichen selbstironisierenden und schlagfertigen Art. Super !!!!! 5 von 5 PunktenUnbedingt anhören !!! Das beste Hörbuch das ich seit langem gehört habe !!!! Man kann gar nicht mehr stoppen und muß immer weiter hören, SUCHTGEFAHR !!! |
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Axolotl Roadkill von Helene HegemannBroschiert von UllsteinPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 11,00 ![]() 2 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3550087926, Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
Aus der Amazon.de-RedaktionMan kann Helene Hegemanns Axolotl Roadkill nicht mehr unbefangen zur Hand nehmen. Selbst Leser, die sich nicht durchs deutsche Feuilleton oder seine Kompilation im ?Perlentaucher? wühlen, wissen, dass im Buch nicht alles von der Autorin, sondern vieles aus fremder Feder, zumeist von einem ehemaligen Techno-Blogger, stammt. So sah sich die zunächst als Junggenie gefeierte Schriftstellerin von der Literaturkritik schon bald als Kopistin entlarvt. Warum also, so wird sich da mancher fragen, soll man das Buch über eine ebenso verwöhnte wie verwahrloste 16-jährige Schulverweigerin namens Mifti, ihre selbstzerstörerischen Berliner Drogen-, Party- und Sprachexzesse überhaupt noch lesen? Nüchtern betrachtet muss man es wohl konstatieren: Ja, Hegemann hat abgeschrieben. Nein, es ist nicht okay, wie die Autorin den Diebstahl fremder Kreativität im Nachhinein nicht nur herunterzuspielen, sondern gar als natürliche Copy-and-Paste-Geste einer Generation Google zu stilisieren suchte ? auch wenn sich in eben dieser Generation Google das Verhältnis zum Urheberrecht gerade offenbar tatsächlich bedrohlich zu wandeln scheint. Aber Hegemann hat Axolotl Roadkill auch nicht, wie hin und wieder im Feuilleton behauptet, eins zu eins kopiert. Das in der 4. Auflage des Buchs nachgereichte Quellenverzeichnis zeigt, dass ihre Raubzüge durchaus überschaubar sind. Der Rest ist ganz eigen, mitunter originell, manchmal sperrig, oft auf kalkulierte Weise abstoßend, hin und wieder kindisch, aber zumeist doch erfrischend zu lesen. Nein, Helene Hegemann hat das, was sie schildert, wohl nicht erlebt. Vielleicht war ihre Jugend öde, wie jetzt mancher Kritiker, etwas höhnisch mutmaßt. Egal. Auch Günter Grass musste kein Glas zersingen können, um die Blechtrommel zu schreiben. Und Vladimir Nabokov ist (glücklicherweise) nicht verliebt mit einer Minderjährigen von Motel zu Motel gereist, und trotzdem ist Lolita ein Meisterwerk. Dies nun ist Axolotl Roadkill, leider, nicht. Aber es ist um vieles besser als manches, was sonst so als neue deutsche Literatur auf den Markt schwemmt. - Thomas Köster 5 Kundenrezensionen:Logorrhoe 1 von 5 PunktenLogorrhoe, auf Deutsch Sprechdurchfall, nichts anderes ist dieses Buch. Eigentlich nicht einmal ein Buch, mehr eine Sammlung unsinnig vollgeschriebener Seiten. Mag sein, dass Logorrhoe bei psychisch Erkrankten oft auftritt und dass die Erzählerin Mifti genau das ist. Aber das rechtfertigt nicht die zusammenhanglose seitenweise Aneinanderreihung von Wörtern, am besten solcher der Fäkalsprache(hält der Feuilleton dann für total revolutionär, hart, authentisch, abgründig) und Fremdwörter (hält der Feuilleton für total intelligent und tiefgründig). Die Unsinnigkeit springt einen auf jeder Seite an. Da wundert es nicht, wenn es tatsächlich auf nahezu jeder dritten Seite des Buches um Erbrechen geht. Fazit: Wer meinte, Dadaismus habe eine tiefere Botschaft, wird sicherlich auch in diesen Text einen Sinn hineinlesen. Aber erst durch das Hineinlegen eines Sinnes ist dieser vorhanden. Keine Kunst, kein Meisterwerk, einfach nur Schrott. Kopistenwerk 1 von 5 PunktenWer abschreibt, der kriegt von mir die Minimalbewertung. Wenn möglich, hätte ich gar keinen Stern gegeben. Wie soll ich etwas bewerten, was per Copy-and-Paste-Verfahren aus dem Netz direkt ins Manuskript kopiert wurde? Vor allem, wie soll ich es als von der Autorin kommend bewerten, wenn es das nicht ist. Plagiat ist kein Kavaliersdelikt. Es ist Diebstahl. Diebstahl geistigen Eigentums. Wer selbst schreibt (so wie ich) und wer selbst schon kopiert wurde (so wie ich) der wird wissen, wie wütend das macht. Es ist mir ein Rätsel, wie man sich als Plagiator hinsetzen kann, sich über seine Verkaufszahlen freuen kann und sich vom Feuilleton abfeiern lassen kann obwohl man weiß dass man erhebliche Teile "seines" Buches nicht selbst verfasst hat. Und es ist mir ein Rätsel, wie man so wenig Unrechtsbewusstsein haben kann, die kopierten Passagen nicht einmal von sich aus zu kennzeichnen. Axolotl Bullshit. Gemischter Eindruck 3 von 5 PunktenNach der Lektüre von Helene Hegemanns Buch stehe ich vor einem schwierigen Problem: Wie bewerte ich das Buch, das, wie zwischenzeitlich bekannt ist, so viele Anleihen im Buch Strobo von Airen nimmt. Ich habe versucht unvoreingenommen an die Geschichte heranzugehen und war dann auch durchaus positiv überrascht. Weniger von den Passagen, in denen die Autorin über Gott und die Welt, über Seelenzustände und über Themen reflektiert hat, die ihr offenbar beim Schreiben spontan in den Sinn gekommen sind. Passagen, bei denen man Lesen am liebsten laut rufen will: komm endlich auf den Punkt und lass das pseudointellektuelle Geschwafel und die leeren Worthülsen bei Seite. Überrascht haben mich die Passagen, in denen Mifti von ihren Begegnungen mit Ophelia, Alice oder Pörksen erzählt, von ihren Zügen durch die Berliner Clubs und durchs Nachtleben. In diesen Passagen war exzessives Leben am Limit zu spüren, aber auch Verletzlichkeit, Ziellosigkeit aber keine Hoffnungslosigkeit und immer wieder eine Prise Humor. Passagen, die so gar nicht zu einer 17 Jährigen Autorin passen wollen und die, wie ich im Nachhinein der vierseitigen Danksagung entnehmen konnte, die der Verlag auf seiner Website online gestellt hat, auch gar nicht von der 17 Jährigen Autorin stammen. Es sind die Passagen, die Airen zuzuordnen sind, die von Hegemann teilweise übernommen und in seinem Stil weitergeführt wurden. Das Werk lässt sich auch nicht als Ganzes beurteilen, weil man beim Lesen oft das Gefühl hat, in diesem Buch schlagen zwei Seelen, als hätten zwei unterschiedliche Autoren den Stift geführt (was im Nachhinein betrachtet ja auch ungefähr hinkommt). Dass die Erzählung an sich so ziellos dahingleitet wie Mifti selbst, keine Struktur hat sondern eine Aneinanderreihung von einzelnen Erlebnissen, Gedanken, Fragmenten ist, hat mich nicht gestört. Sie spiegelt Miftis Seelenleben in seiner Orientierungslosigkeit und Unordnung wider. Sprachgewaltig fand ich die Passagen, die auf Airens Texte zurückgehen. Die Hegemannschen Ergüsse sind für mich nur ein fehlgeschlagener Versuch, es Airen im Ausdruck gleichzutun. berlin on the road 3 von 5 Punkteniris radisch, längst auch nicht mehr jüngste unsrer kritikerinnen, die das weibliche in der 'zeit'-kultur gegen ihre alten literatur-säcke-kollegen hochhält, sollte man ihre juvenil getarnte attacke und euphorie wegen dieses jugendlich flott fabrizierten 'axolotl'-machwerks doch ernst nehmen: wer wird einem jung-dynamischen und potentiell kreativen talent wie helene hegemann im geistigen umfeld seiner szene und seines vaters (volksbühne berlin) und überhaupt so, den frech renoviert-kompilierten und dahingeworfenen verbal-trash - 'kreativer jargon' - verübeln, wenn derart 'echt und ehrlich' ein sog.cool-anarchisches lebensgefühl reflektiert wird, das ('thematisch pikant') nicht auf unsrem alten road-mist gebaut ist, von unsren alt-60er bildungs-'kreisen' einmal ganz abgesehen ? auch ein mittlerweile, so wie radisch, verjährter feministischer aplomb reflektiert nur den masculin-publizistischen wundschlag schöngeistiger alterskämpfe, wovon hier ja weniger rede sein kann, aber dank sachdienlich differenzierterer (dr)aufsicht wie z.b. von zeit-geist peter kümmel, durchaus bedenkenswert. dem nicht immer so findigen 'springer-verlag' sei dank für so viel wagnis und veritable publikations-offensive. nachdem die gemeinhin gültigen literaturbetriebs- und marketing-regeln bestens funktioniert haben, ross- und reiterlein auch benannt sind (net to go - nur weiter so), darf nun auch der eher provinziell kultivierte leser, animiert, interessiert, erregt und beruhigt zugleich, seinem hauptstadt-besuch erwartungsvoll entgegensehn: kommse, det is bärlin, wa ?! zweifel an der AutentizitÃt 1 von 5 PunktenDieses Buch möchte ich mit einem Minus-Stern bewerten. Ein Buch ohne Handlung, eine reine Beschreibung sich wiederholender SeelenzustÃnde und Verfassungen der Physis unter verschiedenen Graden des Drogeneinflusses, eine Unverbindlichkeit und OberflÃchlichkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen und eine schwer zu ertragende miese sprachliche QualitÃt meist gespickt mit sich wiederholenden ÃuÃYerungen der allseits bekannten VulgÃrsprache des beschriebenen Milieus, oft dahingeworfene Satzfetzen, oft sich wiederholende Beschreibung der unter dem DrogeneinfluÃY und der entsprechenden Befindlichkeit sich vollziehenden Ausscheidungen, die Schilderung der offenbaren Trennung und Spaltung der Erlebnissebenen ( z.B. sich kurz hintereinander wiederholende "körperliche " Orgasmen meist ohne jede seelische Beteiligung in einer erschreckenden OberflÃchlichkeit). Dies alles teils plagiernd, teils selbst (?) geschrieben von einer Autorin von gerade mal 17 Jahren! Ich bezweifele sehr die AutentizitÃt. Vieles, und vor allem viele der ungewöhnlichen zusammengesetzten Wortschöpfungen erwecken in mir viel eher den Eindruck eines intellektuellen konstruktiven Machwerkes mit Blick auf eine gute kommerzielle Vermarktung ( nach dem Vorbild der "Feuchtgebiete" von Roche ? ), einem vielleicht gerade wahrgenommenen Trend folgend, als dass sie einer intensiven Sebsterfahrung der 17 jÃhrigen Schreiberin entstammen könnten. Vielleicht hat da sogar noch jemand aus dem Verlag professionell mitgeholfen? Das alles könnte man ja so einfach Ãbergehen, wÃren da nicht die Kritiken gerade von als "seriös" eingeschÃtzten Organen wie z.B. der Zeit und anderer.( Als das fast wörtliche Plagiat einzelner Textpassagen publik wurde, stellte die Zeit Frau Hegemann neben Goethe, Heine, Nietzsche und manche anderen allgemein durch ihr anspruchsvolles Werk bekannte und geachtete Autoren, von denen die Ãaebernahme von Texten aus anderen Quellen bekannt wurde). Diese Ãberwiegend positive Kritiken, die das Oevre der Hegemann als fÃr das Alter der Autorin so bemerkenswert darstellten und ihr bei Fortsetzung ihres Schaffens womöglich noch weiteres GroÃYes prophezeiten sind fÃr mich das Bemerkenswerteste an der ganzen Affaire. |
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Für jede Lösung ein Problem von Kerstin GierTaschenbuch von Bastei LübbePreis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 2,99 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3404156145, Erscheinungsdatum: Dezember 2006, Auflage: 19., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Ich hab so gelacht... 5 von 5 Punkten... über dieses herzlich witzige Buch über eine junge Frau die ihren Selbstmord plant und diverse Abschiedsbriefe schreibt an die Menschen in ihrer Umgebung. "Leider" geht der Versuch schief und Gerri muss sich ihrer Wahrheit stellen, die sie ihren Mitmenschen so unverblümt schriftlich mitgeteilt hat... Sehr witziges, sarkastisches Buch für alle die mal wieder lachen wollen- nur zu empfehlen! selten so gelacht.... 5 von 5 PunktenIch bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und bin heilfroh darüber. Die Geschichte ist super lustig, der Stil einzigartig. Ich freue mich schon, die anderen Bücher von Kerstin Gier zu lesen. Ich hab selten bei einem Buch einfach laut loslachen müssen, bei diesem ist es oft passiert. Allein die Schilderung der Kochabende, der Familienverhältnisse und die Abschiedsbriefe sind eine Wucht! Top Unterhaltung 5 von 5 PunktenDie Idee ist einfach klasse - und die Umsetzung ist auch sehr gut. HAbe echt viel gelacht. MAl eine Hauptfigur, die wirklich andere Probleme hat als den Traumprinzen zu finden. Kerstin GIer schafft es dazu, mit kleinen, originellen Eigenarten selbst die Nebenfiguren sehr plastisch vor den Augen der LEserin entstehen zu lassen. Das ist mir auch bei der Muettermafia schon sehr postiv aufgefallen. Was mir aber besonders bei der Autorin gefaellt, dass sie sich traut, vieles zwischen den Zeilen stehen laesst, so dass man sich zu vielen Situationen sein eigenes Bild machen kann. Dieses Buch ist wirklich 1 a! Gut umgesetzt 5 von 5 PunktenGehört meiner Partnerin und habe es nebenbei auch gehört. Die Sprecherin passt gut in diesem Hörbuch und es macht Spaß, und das auch noch mit Happyend. einfach super 5 von 5 PunktenMußte von Anfang bis zum Ende lachen, einfach großartig wie sie es schafft so ein ernstes Thema so locker und lustig zu beschreiben ohne sich über jemanden lustig zu machen! Unbedingt lesen!! |
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In meinem Himmel: Roman von Alice SeboldTaschenbuch von Goldmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,47 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442458366, Erscheinungsdatum: Februar 2005, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de Redaktion"Mein Nachname war Salmon, also Lachs, wie der Fisch; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde." Schon der Beginn von Alice Sebolds Romandebüt deutet an, dass sich die Autorin viel vorgenommen hat. Nicht nur, dass die schreckliche Geschichte vom Sexualmord an der kleinen Susie Salmon vom Opfer selbst erzählt wird, noch dazu befinden wir uns als Leser mit Susie in ihrem Himmel, von wo aus sie das Schicksal ihrer Familie nach ihrem Tod verfolgt. Zwar ist Susies Himmel so ausgestattet, wie sie sich ihr Leben auf der Erde immer gewünscht hatte -- in der Schule gibt es nur Kunstunterricht, und die einzige Lektüre besteht aus Modezeitschriften --, doch die Heldin will noch nicht von den Lebenden und ihrer Trauer und Verzweiflung Abschied nehmen. So versucht sie, mit ihren Freunden und ihrer Familie in Kontakt zu bleiben, auch um ihren Mörder, den unscheinbaren Nachbarn Mr. Harvey, zur Strecke zu bringen. Doch wie die Lebenden muss auch Susie erkennen, dass Erinnerungen, auch wenn sie nicht gänzlich verschwinden, sich doch stetig ändern, und zu einer gemeinsamen Erfahrung werden, welche die unüberwindliche Abwesenheit zu akzeptieren gelernt hat. Kann der Kunstgriff mit der Stimme aus dem Jenseits schon unter normalen Umständen erheblich misslingen, wird er in Sebolds Erzählung noch dazu kombiniert mit einem Thema, das in den letzten Jahren nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, und gerade auch in Deutschland, für unfassbares Leid, große Betroffenheit und wütende Debatten gesorgt hat. Auch wenn dem Buch in den Vereinigten Staaten enormer Erfolg beschieden war, von dem die Autorin sich selbst am meisten überrascht zeigte, muss daher mit einiger Kritik gerechnet werden, denn das Buch setzt sich bewusst zwischen alle Stühle. So lässt Sebold Susie im weit gehend unbekümmerten, ja bisweilen schnoddrigen Ton über ihr Leben vor und nach ihrem gewaltsamen Tod berichten -- der ungestillte Lebenshunger der 14-Jährigen ist auch im Himmel noch erkennbar irdisch und steht in starkem Kontrast zur Unfassbarkeit des sexuellen Missbrauchs, mit dem die Leser gleich auf den ersten Seiten konfrontiert werden. Doch was sich in der Zusammenfassung unvorstellbar sentimental und kitschig, auf jeden Fall aber unangemessen anhören muss, fügt die Autorin über große Strecken mit erstaunlicher Sicherheit und Einfühlung zu einer bemerkenswerten Erzählung zusammen. Vor allem die überzeugende Darstellung der jungen Susie bleibt im Gedächtnis haften und beweist nicht nur Sebolds schriftstellerischen Mut, sondern auch ihre Fähigkeiten. --Peter Schneck Amazon.de Hörbuch-RezensionIn meinem Himmel hatte die denkbar schlechtesten Voraussetzungen, um ein gutes Buch zu werden: Immerhin hatte die US-Autorin Alice Sebold die schrecklichen Ereignisse, die darin zur Sprache kommen, selbst erlebt. Grausam vergewaltigt hatte man sie, als sie in der Nähe der Syracuse University einen Tunnel durchquerte, und diese Ereignisse auch 1999 in der Autobiografie Lucky verarbeitet -- mangelnde Distanz hätte man da befürchten können. "Glücklich" nannte sich Sebold damals, weil sie im Gegensatz zu einem anderen Mädchen von ihrem Peiniger nicht ermordet wurde. Der Heldin von In meinem Himmel ist dieses Glück nicht beschieden. Aus dem Jenseits nämlich betrachtet die 14-jährige Icherzählerin Susie Salmon die Geschehnisse in ihrer Familie und bei ihrem Mörder, nachdem dieser sie am 06. Dezember 1973 getötet hatte -- überraschend unsentimental, und für das Thema überaus behutsam. Selbst das versöhnliche Ende wirkt da nicht aufgesetzt. Für die körperlose Stimme der Heldin hat Random House mit Anna Thalbach eine überaus sensible Sprecherin gefunden, die das heikle Thema unaufdringlich und ohne falsches Pathos umsetzt. Was schon bei der Buchausgabe gelungen war, ist hier auf das Wundervollste geglückt. --Stefan Kellerer Lesung, 6 CDs, Laufzeit ca. 390 Minuten. Auch als Kassette lieferbar. 5 Kundenrezensionen:Wunderschön 5 von 5 Punktenmehr gibt es für mich zu diesem Buch eingentlich nicht zu sagen. Ah, doch noch was: Der Film ist Müll. Habs schon Jahre vor Erscheinen des Films gelesen... 5 von 5 Punkten...und war schon damals sehr begeistert. Unbedingt lesen! Bleibt im Kopf hängen, ergreifend,spannend und wunderbar geschrieben. Eines meiner Lieblingsbücher. erste hälfte hui, zweite hälfte pfui 2 von 5 Punktendie erste hälfte des buches ist interessant und aufwühlend, die zweite langatmig und übertrieben kitschig. !achtung spoiler! die szene mit der wundersamen seelenübertragung in den körper einer schulkameradin a la "ghost- nachricht von sam" war der punkt, ab dem es für mich wirklich endgültig vorbei war. das ganze macht überhaupt keinen sinn und ist so dermaßen kitschig, dass mir alles vergangen ist. die tatsache, dass susie's körper nie gefunden wird- okay. dass harvey nie geschnappt wird- naja. dass susie's schwester am ende friede, freude, eierkuchen mit ihrer jugendliebe und eigener tochter namens susie feiert- fürchterlich. die ganze geschichte hatte wirklich potential- aber die autorin ist irgendwie zwischendurch vom weg abgekommen und bei den üblichen, amerikanischen kitsch-klischees gelandet. sehr, SEHR schade! Ein unglaubliches Buch und super Hörbuch 5 von 5 PunktenDie Autorin, die in dieser Geschichte ihre eigene verarbeitet, schafft es, den Leser psychologisch ganz tief zu packen und gleichzeitig einen extrem spannenden Krimi zu erzählen. Sie schildert die Abgründe, in die eine Familie durch die Vergewaltigung und den Mord an (und den Tod) ihrer geliebten Tochter und Schwester fällt. Dabei nie mit Selbstmitleid, vollbringt Alice Sebold das Kunststück, die Leiden der getöteten Susie fast nüchtern und gleichzeitig mit einer unglaublich emotionalen Tiefe zu schildern. Niemals wird sie kitschig, oder klischeehaft. Das Buch handelt von Liebe, dem Tod und in erster Linie vom Leben. Und es zeigt, wie selten eines, wie eng diese drei zusammen gehören. Auch als Hörbuch fantastisch gut gesprochen. Sehr emotional, fantastisch, trösend, unschönes Ende 4 von 5 PunktenDas Buch hat mich sehr bewegt. Gerade wenn man mit eigener Trauer zu kämpfen hat fühlt man sich verstanden, besser, wenn man dieses Buch liest, gerade weil es vermittelt, dass nach dem Tode eben doch nicht alles vorbei ist und man niemals allein auf der Welt zurück bleibt. Das Buch war von Anfang an spannend und alle Protagonisten sind in ihrem Charakter gut ausgearbeitet. Was mich gestört hat, ist das Ende des Buches. Ich hatte das Gefühl,dass die Autorin auf einmal abrupt zum Ende kommen wollte. Innerhalb von drei Seiten macht sie einen Sprung über mehrere Jahre, das hat mir nicht gefallen. Auch das etwas arg fantastische zum Ende, wo Suzie vom Himmel fällt und man nicht genau weiß, wo Ruth eigentlich in dieser Zeit verblieben ist und auch das Ray überhaupt nicht über diesen Vorfall spricht, finde ich nicht so gut. Aber ansonsten finde ich das Buch sehr gelungen, und ärgere mich, dass ich nicht auf diese Idee gekommen bin. Übrigens finde ich es auch schade, dass so wenig Menschen in ihrem Himmel sind. |
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