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Schöne neue Welt von Aldous Huxley

Taschenbuch von Fischer Taschenbuch
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,50

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596200261, Erscheinungsdatum: 2009, Auflage: 66
Zoom ± Produkt-Bild: Schöne neue Welt

5 Kundenrezensionen:

Welch eine Megaenttäuschung!!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Es mag sein, dass dieses Buch für seine Zeit einige Ideen bot, die man nicht (so wie heute) an jeder Ecke hört. Es ist auch möglich, dass der Stil in dem es geschrieben wurde, damals in grünen Bereich lag (was ich jedoch bezweifele).

Für einen Leser von heute ist es eine regelrechte Zumutung. Es ist wirklich mit Abstand das schlechteste Buch, dass ich jemals gelesen habe. Und das liegt nicht an der Idee, die durchaus Potential geboten hätte, sondern an der katastrophalen Umsetzung:

Es wird wirklich alles falsch gemacht, was ein Autor falsch machen kann.
Die Hauptpersonen werden gar nicht als solche wahrgenommen, sondern verschwimmen in dem seichten Bottich der unausgearbeiteten seelenlosen Zombicharaktere in dem sich alle Figuren befinden. Beschreibungen sind absolut belanglos, obwohl es sich doch anbieten würde die schöne neue Welt darzustellen. Aber das schlimmste ist wirklich der Gesamtaufbau und die Szenen im einzelnen. Da gibt es kein Konzept, der Leser weis sehr oft gar nicht an welchem Ort man sich jetzt eigentlich nochmal befindet? Eine weiterführende Funktion der Szenen ist nicht zu erkennen. Spannung?? Aber bitte nicht, wenn es sich vermeiden läßt; und das tut es. Selbst die Sprache ist allenfalls mittelmäßig, alles andere würde zu diesem Buch sowieso nicht passen.

Alles in allem ist Null literarische Qualität zu erkennen. Und ich glaube einfach nicht, dass die böse Übersetzung an allem Schuld ist. So schlecht kann man (wenn's denn so wäre) ein gutes Buch nicht verhunzen. Nein, die Übersetzung ist allenfalls das Tüpfelchen auf dem "i". Warum der Verlag bis heute keine Überarbeitung der selbigen anbietet, wundert mich gar nicht. Da ist eh nix mehr zu machen.
Nur für Übersetzungskundler zu empfehlen
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Vor langen Jahren, als Teenager, bekam ich eine frühere Auflage desselben Buches als Geschenk und war äußerst erstaunt, daß Aldous Huxley sich in Berlin auskennt .... diesmal habe ich es im Rahmen einer Arbeit zum Thema Übersetzungsanalyse besorgt, und bin nicht enttäuscht worden.

Es mag Argumente dafür geben, ein Buch derart "einzudeutschen", vor allem, wenn man das Jahr der Erstveröffentlichung in Betracht zieht. Dieselbe Version Anfang des 21. Jahrhunderts, im Zeitalter der Globalisierung, unverändert zu vermarkten, ist allerdings eher peinlich. Vielleicht sollte der Fischer Verlag doch einmal in eine neue, zeitgemäße Übersetzung investieren.
Schöne neue Welt???
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Schöne neue Welt" ist eine atemberaubende Zukunftsvision von Aldous Huxley.
Der britische Schriftsteller (1894-1963) erschuf bereits in den 30er Jahren ein erschreckendes Bild der nächsten Generationen in ferner Zukunft.

Hier werden die Menschen von Geburt an genormt, nein, bereits vor der Geburt. Denn eine normale Geburt findet gar nicht statt. Es gibt keinen Vater, keine Mutter, keine Familie. Die Befruchtung findet auf künstlichem Wege außerhalb menschlicher Körper in Flaschen" statt. Die Kinder werden nicht geboren, sie werden entkorkt". Und bereits vorher werden sie auf die bestehende Zivilisation getrimmt. Alphas, Betas, Gammas, Deltas, etc. lauten die Kasten in denen die Menschen eingebürgert werden. Durch psychische und physische Beeinflussung von kleinst an werden die Kinder in Ihr zukünftiges Dasein eingepasst / eingezwängt. Sämtliche Krankheiten und Leidenschaften sind ausgemerzt; es herrscht die freie Liebe, nein, von Liebe ist nicht die Rede, freie Triebe; die Droge Soma" hilft über psychische Unpässlichkeiten hinweg; der Mensch stirbt in einem vorbestimmten Alter (gesund und jung erhalten) unter Einfluss der Drogen ohne Leid, Kummer und Schmerz.
In diese durch und durch strukturierte Gesellschaft platzt Der Wilde". Ein Sohn von Filine, einer genormten Frau, die aus Versehen im Wildnis-Reservat verloren ging und dort, bereits schwanger von einem Zivilisierten (trotz aller befolgten Verhütungsanweisungen) bei den Indianern weiterlebte und unter den Wilden Ihr Kind auf natürlich Weise gebar und aufzog.
Als weißer Außenseiter nicht zu den Wilden gehörend sehnt er sich nach der schönen neuen Welt, die seine Mutter ihm in den schillerndsten Farben schildert. Durch Zufall kann er nun gemeinsam mit seiner Mutter die Wüste verlassen. Doch kann er, der Wilde, der durch Lektüre von Shakespeare lesen und schreiben lernte, sich diese Welt Othellos, Romeos, Edmunds zu eigen machte, und sich in eine der zivilisierten Frauen verliebt, kann er sich schließlich in diese genormte Welt fügen? Oder vermag er diese vermeintlich perfekte Gesellschaft aus Ihrer ewig glücklichen Lethargie reißen?

Huxley schafft es beinahe, den Leser von seiner genormten Welt zu überzeugen. Schwerlich entzieht man sich dem Reiz des ewigen Glücks, der immerwährenden Gesundheit, der schönen neuen Welt.

Eine erschreckende Vision der Zukunft, die zwar noch fern scheint, die sich aber in Ihren Anfängen bereits abzeichnet. Der Wunsch nach ewiger Jugend, der Schönheitswahn und die Selbstverständlichkeit der Schönheitsoperationen, der Wunsch und die Wichtigkeit von Luxus, Behaglichkeit, Beständigkeit. Die Angst vor allem Fremden, Neuen und Unerwarteten, die Abneigung gegen das Alter und die Alten, die Angst vor dem Tod. Eine ferne Zukunft?

Wer kann, sollte Schöne neue Welt" wohl in der Originalausgabe auf Englisch lesen. In vielen anderen Rezensionen wird auf die schlechte Übersetzung des Fischer-Verlags hingewiesen. Da ich das Buch nur auf Deutsch gelesen habe kann ich mir hierzu kein Urteil erlauben. Aber ich finde es unangebracht vom Übersetzer, einfach Namen und Handlungsorte nach Belieben zu ändern. Dieses Recht sollte sich kein Übersetzer heraus nehmen.

Nichtsdestotrotz wird uns hier ein außergewöhnlicher Blick in eine mögliche Zukunft gewährt, die detailgetreuer kaum geschildert werden kann. Und die uns diese Vision dadurch besonders real erscheinen lässt.
"O Wunder! Was gibts für herrliche Geschöpfe hier! Wie schön der Mensch ist! Schöne neue Welt, die solche Bürger trägt.",
5 Punkte 5 von 5 Punkten
(Zitat Shakespeare)

Was wäre, wenn wir alles Negative ausschalten könnten und nur noch Freude hätten? Elend, Krankheit und Not sind überwunden! Bei Problemen oder Stimmungsschwankungen gibt es Soma, die Fröhlichdroge. Vergöttert wird das Auto, die Anrede heißt nicht mehr seine Lordschaft, sondern seine Fordschaft.
Dieser Science Fiction Roman von Huxley zeigt merkwürdige Parallelen in unsere Jetztzeit. Noch nie haben Menschen so viele Drogen bzw. Stimmungsaufheller genommen wie heute. Wobei nicht primär Lust, sondern Leistungsbereitschaft und Machtwahn im Vordergrund stehen, selbstverständlich aber auch Ausstiegs- und Paradiesfantasien.

Der Fetisch Auto fährt im Zentrum unserer Gesellschaft, ganze Zulieferindustrien, fast alles klebt irgendwie daran. Bei Huxley wird das T verehrt, in Anlehnung an den Ford T. Sind wir wirklich so weit weg von der beschriebenen Huxley-Welt? Zu welchen Ergebnissen bringt uns die Genforschung, was könnte damit Negatives erzeugt werden? Ist Freiheit des Einzelnen erstrebenswert oder die kollektive Gleich-gültigkeit? Huxleys Roman ist ein Reflex auf den American Way of life und beschreibt - weil sich die Menschheit in einem Krieg mehr oder weniger selbst vernichtet hatte, im Jahr 146 AF, after Ford - eine diktatorische Weltregierung, die den Mensch nur deshalb überleben lassen kann, weil sie ihm seine negative Seite nimmt. Damit aber verliert der Einzelne auch die Freiheit zu entscheiden oder Gefühle zu empfinden, er lebt tierhaft vor sich hin, u.a. in Promiskuität.

Letzten Endes sehe ich den Roman als Aufruf zum freien Denken, zur Umkehr. Er wurde 1932 unter dem Eindruck tiefer weltweiter wirtschaftlicher Depressionen geschrieben. Es ist ein Manifest für die Freiheit, es warnt vor kommenden Vernichtungskriegen, vor Egoismus und Gier. Er warnt vor einer möglichen Diktatur, die Menschen sämtliche Freiheiten nimmt, ihnen aber immerhin das Glück gibt. Damit schrieb er weit über die 30er Jahre hinaus in eine Zeit, die nach der ultimativen Vernichtung kommen könnte. In der AF-Zeit des Romanes sind die (wenigen, noch freilebenden, nicht der Weltregierung angeschlossenen) Wilden ein Restbild unserer heutigen Gesellschaft und es gilt als schick, sich mit einem Kenner dieser "Wilden" einzulassen. Bernhard, der Kleinwüchsige genießt seine Kennerrolle der Wilden und benutzt seinen Status dazu, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen. John, ein Halbwilder, liest Shakespeare und ruft zur Freiheit des Denkens auf, er vernichtet die Glücksdroge und verachtet die Banalität von Unterhaltungsmedien. Letzten Endes scheitert der versuchte Ausbruch aus der AF-Welt aber und die Helden des Romanes begehen Selbstmord (John) oder werden verbannt.

Kein Tod, kein Scheitern, keine Probleme - die Konsequenzen von Huxleys schöner neuen Welt sind das Glücksversprechen vieler heutiger Medien und Ratgeber. In der Konsequenz sind sie jedoch nicht erstrebenswert, so wie ewiges Wachstum kein Ziel sein kann. Das Ziel und der Aufruf dieses Romanes besteht darin, selbstverantwortliches, freies Denken auf jeden einzelnen zu übertragen, um die Probleme der Menschheit anzugehen, sie zu lösen. Ich denke nicht, dass wir heute in der schönen neuen Welt von Huxley leben, aber einige Facetten scheinen klar durch, sie sind in ihrer Wirkung ähnlich wie in dem Roman beschrieben. Es liegt an uns, diese Wirkungen zu erkennen und zu verhindern, dass wir zukünftige "Brut-, Aufzucht und Normdirektoren" erhalten. In vielen Bereichen der Neurowissenschaft sind solche Gedanken leider vorhanden.
alte ausgabe
4 Punkte 4 von 5 Punkten
der artikel war zwar in gutem zustand jedoch ist es eine sehr alte ausgabe. lieferung kam schnell an
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Eiland von Aldous Huxley

Taschenbuch von Piper
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,40

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492203582, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 16., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

"Ödland"
2 Punkte 2 von 5 Punkten
eine arg konstruierte Geschichte, die Handlung zäh bis nicht vorhanden, das Ende abrupt und wenig schlüssig, die Beschreibung des "idealen" Lebens redundant und stinklangweilig- ein Huxley ohne den erwartenen Esprit und Spott, sollte man dem Autor und den "noch-nicht-Lesern" zuliebe in der Versenkung verschwinden lassen.
kostbar
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Huxleys Meisterwerk.

Eine Utopie, mit der jeder etwas anfangen kann. Leider haben wir sie nicht, aber es sind so viele praktische Anregungen zum Weiterdenken drin, dass jeder etwas daraus in sein Leben integrieren kann.
(Unendlich klug, weise und auf höchstem intellektuellen Niveau geschrieben. Und humorvoll! So gut kennt Huxley die menschliche Psyche. Und sieht dennoch das Potential für die utopische palanesische Gesellschaft. Ich sehe es auch.

Wer Huxley-Neuling ist, sollte nicht mit Eiland beginnen. Lesen Sie erst ein früheres Buch, einen Gesellschaftroman und dann auch "Die Pforten der Wahrnehmung". Zumindest denke ich so, aber das ist nur mein Tip. Dieses unendlich kostbare Buch kann man immer wieder lesen und nutzen daraus ziehen. Man kann auch darüber streiten, diskutieren... wir sollten es öfter tun.
Der "Zen-Staat"...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe diesen Roman mit Genuss gelesen. Vorsichtshalber möchte ich aber darauf hinweisen, dass er praktisch keine Handlung enthält. Ein englischer Schiffbrüchiger ist zu Gast auf einer Insel, auf der es das höchste politische Gut ist, das Wohlergehen der Bürger zu sichern und zu mehren - und das kann natürlich nicht mit den Mitteln des materialistischen Westens und auch nicht des anti-spirituellen (marxistischen) Ostens verwirklicht werden. Vielmehr wird allen Menschen von Kindesbeinen an das Leben im Augenblick, der Gegenwärtigkeit, ans Herz gelegt. Glück, so Huxleys These, offenbart sich im Hier und Jetzt, in harmonischer Übereinstimmung mit dem, was gerade, eben jetzt, geschieht. Das hört sich nach Zen-Philosophie an und ist auch entsprechend gemeint. All das kann der Schiffbrüchige natürlich nicht innerhalb weniger Tage selbst ergründen - vielmehr bekommt er es von den verschiedensten Einwohnern Palas erklärt; Vielleicht macht das die Lektüre für einige etwas zu trocken. Außerdem webt Huxley in die Organisationsform des "Zen-Staates" Pala noch einige westliche Ideen ein, die nicht immer wirklich mit der Kultur des Ostens harmonieren. Aber immerhin, es gibt bereits einen Staat (in der realen Welt), dessen Herrscher sich die Mehrung des "Brutto-Glücks-Produktes" (Statt des Bruttoinlandsproduktes) zum Ziel gesetzt hat. Ich rede vom Königreich Bhutan, dass sich solchen Zielen verschrieben hat.

Am Ende bleibt natürlich alles reine Theorie. Ein Staat kann seinen Bürgern das Glück nicht als Bürgerpflicht auferelegen. Zur spirituellen Erkenntnis kommt man stets aus eigenem Antrieb. Eine utopische Gesellschaft könnte vermutlich erst dann gelingen, wenn es eine kritische Masse von Menschen gäbe, die sich ein neues Lebensziel jenseits des Materialismus gesteckt haben.
unglaublich fad..
2 Punkte 2 von 5 Punkten
... ich lese eben lieber dystopien, als utopien, dachte mir aber, einmal von einer "wirklich schönen neuen welt" zu lesen, wäre interessant. leider bin ich zur zeit auf seite 126 und quäle mich schon seit längerem an dem buch herum. es ist einfach zu fad, nix passiert und es wird nur über sachen geredet, die an und für sich ja nicht verkehrt klingen, aber nunmal utopie darstellen. dann doch lieber die beklemmende stimmung von "schöne neue welt" oder "1984", denn diese negativen utopien sind tatsächlich um vieles realistischer, als eine utopie. dafür freue ich mich schon, wenn dem eiland der gar aus gemacht wird (zumindest lt. buchrücken soll das wohl noch passieren)
Ein Klassiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dies ist der letzte Roman von Aldous Huxley, ca. 30 Jahre nach "Brave New World" erschienen.
Auch in diesem Roman handelt es sich vordergründig um eine positive Gesellschaftsutopie, die auf einer fiktiven Insel namens Pala, irgendwo im pazifischen Archipel gelegen, spielt. Auf dieser Insel herrschen archaische, ja urkommunistische Zustände ohne Armee, Polizei. Die Insel könnte reich sein, aber... das Staatsoberhaupt namens "Rani" und ihr beratender Stab weigern sich, die überaus reichlich vorkommenden Ölvorkommen an multiglobale Ölfördergesellschaften zur Ausbeutung zu verpachten/verkaufen. Hiermit sind vordergründig alle einverstanden. Hintergründig jedoch hat die "Rani" und ihr Sohn Prinz Murugan bereits Kontakte zu verschiedenen Käufern geknüpft - schließlich will man ja den Fortschritt nicht aufhalten!
Zu dieser Zeit schleust einer der Hauptinteressenten, Lord Aldehyde, einen als Reporter getarnten Spion namens Farnaby auf Pala ein.
Interessant dabei ist allein schon der Name Aldehyde. Aldehyde sind eine Sammelbezeichnung für eine Klasse organischer Verbindungen, die für die Herstellung von Kunststoff von großer Bedeutung sind. So gelingt es problemlos und preiswert, Ethylen auf katalytischem Weg partiell zu AcetALDEHYDE zu oxidieren. Etyhlen wiederum fällt in großen Mengen bei der Destilation von Erdöl an. Den meisten dürfte Polyethylen ein Begriff sein; dieser taucht meistens als Aufdruck auf Plastiktüten von Warenhandelsketten in Verbindung mit einem Hinweis auf die Umweltfreundlichkeit dieses Produktes auf.
Der Name der Insel bezieht sich auf ein bengalisches (Westindien) Herrschergeschlecht des 8. - 12. Jahrhunderts nach Christi. Einen weiteren Hinweis auf diesen Ursprung geben teils die Inhalte der auf Pala vorherrschenden Religion sowie die Namen, die stark an indische Schreibweisen erinnern. In der Pala-Dynastie wurde letztmalig der Mahayana-Buddismus Staatsreligion. Ziel des Buddhismus ist es, über Reinkarnationen irgendwann das Nirvana, das Nichts, zu erreichen also de facto aufzuhören zu existieren. Im Mahayana-Buddhismus hingegen verzichtet er darauf, im Nirvana zu verschwinden, sondern bleibt um das Leiden anderer auf sich zu nehmen und um ALLEN Wesen zu helfen. Er wird auch als "Der Erleuchtete, der den wahren Pfad gefunden hat" bezeichnet. Auch hier eine Analogie zu der Gesellschaftsform auf Pala, in der es keine Herrscherklasse in unserem Sinne sondern nur Ratgeber gibt sowie als Hinweis darauf, dass für die Palaner "IHRE" Gesellschaftsform die einzig wahre und richtige ist.
Das Kontemplative auf Pala ist auch stark vertreten durch den Vogel Myna; eine Art fliegender "ermahnender Zeigefinger", der "Gib acht! Hier - und Jetzt - DU" sagt. Diese Sentenz, so alleine betrachtet, ergibt wenig Sinn. Dieser erschließt sich dem Leser erst nach weiterer Lektüre und wird später ausführlich in einem Dialog erklärt.
Übrigens sind Mynas eine Unterart der Beos, die nur auf Sumatra oder Sri Lanka vorkommen, also auch wieder ein Lebewesen, dass nicht weltweit verbreitet ist und nur lokal und selten vorkommt. Der Enggano-Hill-Myna kommt sogar weltweit nur auf einer einzigen Insel namens Enggano, südlich von Sumatra, vor.
Anspielungen auf den Buddhismus findet man in "Das Eiland" überall, manchmal mehr, manchmal weniger plakativ. Ich erinnere nur an die im Garten stehende riesige kunstvoll gefertigte Schnitzerei. Übrigens auch hier wieder eine Anspielung. Kunstvolle Handarbeiten und hier speziell Holzschnitzereien werden im Laufe des Buches häufig beschrieben. Enggano, Heimat des Enggano-Hill-Myna, ist bzw. war berühmt für ihre ausserordentliche Schnitzkunst sowie die auf hohen Pfählen gebauten Rundhütten. Auch diese kommen in Huxleys Roman vor.
Fazit: Auch ohne alle Anspielungen erkennen zu können ist Huxley mit diesem Roman eine hervorragende Vision gelungen. Bis zum ernüchternden Finale bleibt man in seiner Vision gefangen und hofft mit dem im Laufe des Romans vom Zukunftsgläubigen zum Palaner geläuterten Farnaby auf einen glücklichen Ausgang.
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Produkt-Bild: Serie Piper, Bd.6, Die Pforten der Wahrnehmung: Erfahrungen mit Drogen

Serie Piper, Bd.6, Die Pforten der Wahrnehmung: Erfahrungen mit Drogen von Aldous Huxley

Broschiert von Piper
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,80

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492200060, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 30., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

Stetiger Abfall
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Das Buch beginnt sehr interessant mit einem Selbstversuch mit Meskalin. Huxley schildert auf den ersten paar Seiten seine Wahrnehmung und interprediert seine Gedanken. Bis jetzt ist alles sehr spannend, doch dann vermittelt er seine Eindrücke von diversen Kunstwerken. Und genau ab der Stelle geht es nicht mehr um Wahrnehmung sondern um Kunst.

Fazit: Wer ein Buch über Drogen und ihre Wirkungsbilder sucht ist hier falsch. Aber wer einschägige Monografien über diverse Kunstwerke sucht ist hier genau richtig.
Von der Bedeutung der Halluzinogene auf die Seele und der Seele der Halluzinogene an sich!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was verbirgt sich hinter der Erfahrung durch Halluzinogene?

Nun, eben darum geht es in diesem Buch, verfasst von einem der brilliantesten Köpfe unserer Zeit. Aldous Huxley wirft mit dem Leser einen Blick auf die Schönheit des Erhabenen und gewährt Einblicke in die Tiefen der Verzweiflung und der Angst an sich! Es erzählt die Geschichte eines Versuches, der so revolutionär und visionär war, wie wohl kein anderer zu dieser Zeit. Der konstruktive Flashback eines Denkers und der Leuchtturm derjenigen, die nach der Qualität des Erlebten fragen und sich nicht von dem durchaus reizvollen Blendwerk solcher Erlebnisse an einer Einsicht hinden lassen wollen.
Hier wurde Geschichte geschrieben und wer sich mit Themen dieser Art auseinandersetzen will, für den führt kein Weg an Huxley vorbei!

Für eine Vertiefung dieses Buches und als ergänzende Lektüre empfiehlt es sich die moralischen Reflexionen ALBERT HOFMANNS zu lesen, in "LSD - mein Sorgenkind".
Interessante Denkansätze
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ob das aus medizinischer und psychologischer Sicht alles so haltbar ist was in den beiden Essays vertreten wird wage ich stark zu bezweifeln, aber dennoch enthalten diese Texte auch heute noch einige sehr interessante Denkansätze bezüglich des menschlichen Bewusstseins.
Wer sich darüber hinaus auch noch für den intellektuellen Unterbau von Bands wie den "Doors" interessiert, kommt an diesem legendären Werk Aldous Huxleys kaum vorbei.
Meskalinrausch auf zu hohem Niveau
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Zugegeben: Das Buch ist hohe Schriftstellerkunst. Aber gerade diese Kunst bzw. der allgegenwärtige Bezug zur Kunst/Malerei macht das Buch auch unglaublich anstrengend.

Die Sätze sind inhaltlich und sprachlich oft sehr hohes Niveau, was nicht nur dem (normalen) Lebensweltbezug, sondern auch der Lesefreude einen Dämpfer erteilt. Einzig die rein diskriptiven Passagen seines Meskalinrausches sind ohne Einschränkungen lesbar, weil witzig, unterhaltsam und angenehm leicht verständlich. Der Rest sind Vergleiche, Deutungen und kognitive Konstruktionen, die sich in ihrer Bedeutungsschwere leider nur Kunstkennern offenbart.

Insgesamt drei Sterne. Das versteht wenigstens jeder...
Absolut lesenswert!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der erste Teil des Buches "Die Pforten der Wahrnehmung" war für mich sehr interessant zu lesen. Man erfährt vieles über die Droge Meskalin, über den Ursprung, sowie die Verwendung von Drogen z.B. in religiösen Kreisen. Der zweite Teil "Himmel und Hölle" ist meiner Meinung nach nur etwas für wirklich Kunst interessierte Menschen. Huxley ergeht sich fast ausschließlich in kunthistorischen Betrachtungen, die er auf die Droge Meskalin, genauer gesagt, auf die Entrückung durch den Konsum dieser Droge, bezieht.
Alles in allem, gerade wenn man ein wenig für gesellschaftliche -, psychologische Bezüge vor allem aber für Kunst und Geschichte im Allgemeinen übrig hat, dann ist das Buch eine Bereicherung, da es nicht nur die Erfahrungen des Autors mit Meskalin, sondern auch interessantes Hintergrundwissen, vermittelt.
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Produkt-Bild: Die ewige Philosophie: Philosophia perennis

Die ewige Philosophie: Philosophia perennis von Aldous Huxley

Gebundene Ausgabe von Nietsch
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 14,00

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3939570338, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: überarbeitete Neuauflage.
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2 Kundenrezensionen:

Ewiger Klassiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Huxley's Buch ist und bleibt ein ewiger Klassiker zur Mystik. Huxley ist enorm belesen und hat eine Fülle von Material zusammengetragen, die allerdings fast schon erschlägt - es ist nahezu ein Lehrbuch. Zusammen mit seiner Eloquenz und scharfen Zunge macht es aber dennoch viel Vergnügen, darin zu stöbern. Für ihn wie für viele vor und nach ihm ist es frappierend, dass Mystiker und Heilige aller Zeiten im Kern dasselbe aussagen. Huxley legt diesen gemeinsamen Kern frei und stellt damit implizit die Frage, ob die Weltreligionen einen gemeinsamen, mystischen Kern besitzen (der später allerdings von den nicht-mystischen Vertretern der jeweiligen Kirchen missverstanden oder umgedeutet wurde) und damit - vielleicht - eine Urwahrheit. Was die Umsetzung der Lehren der Mystiker in den heutigen Lebensalltag sowie das Verhältnis Wissenschaft-Mystik angeht, ist Prof.Falk Quest's Buch - der übrigens Huxley ausgiebig zitiert - inspirierender. Huxley ist sozusagen die Hefe, Quest das Bier.
Die immerwährende Philosophie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Philosophia perennis (= die immerwährende Philosophie) beschreibt die Beziehung zwischen den Menschen, der Natur und der "einzigen Wirklichkeit" (= dem Numinosen = dem Göttlichen).
Die immerwährende Wahrheit kann man mit der Ratio und der Logik nicht direkt erreichen, sie beruht auf einer Seins-Erfahrung, die von den grossen spirituellen Lehrern, Religionsgründern, Mystikern, Philosophen und einigen Naturwissenschaftern wahrgenommen wurde. Sie wird "immerwährend", "ewig", "universell", "absolut" genannt, weil diese Seins-Erfahrung praktisch in allen Kulturen und Zeiten zu finden ist.
Das Buch "Die ewige Philosophie" von Aldous Huxley beinhaltet vor allem Zitate von grossen Denkern aus verschiedenen Zeitepochen (zum Beispiel: Buddha, Meister Eckhart, Franz von Sales, Johannes von Kreuz, Theresa von Àvila, Thomas von Aquin, William Shakespeare, L. Tolstoi, Krishnamurti, Lao-Tse und viele andere). Es werden auch Zitate aus der Bibel, Bhagavadgita, Dhamapada, Nachfolge Christi, Theologia Deutsch usw. zitiert, kommentiert und erläutert.
Die Philopophia perennis will uns zeigen, dass wir in dieser Welt leben und sterben, ohne uns des aussergewöhnlichen Potentials bewusst zu sein, mit dem wir ausgestattet sind: "Gott will nur eines von dir: dass du als Geschöpf aus dir hinaustrittst und Gott in dir sein lässt" (Meister Eckhart).
Wir sind als Menschen durch unsere Aktivitäten so abgelenkt und so in sie verfangen, dass wir dem Göttlichen in uns verschlossen bleiben, anstatt uns zu öffnen und auf die Natur der Dinge zu horchen: "Gott hat dir nicht das Wirken Seiner Liebe entzogen, sondern du hast Ihn deiner Mitarbeit beraubt" (Franz von Sales).
Huxley zitiert aus verschiedenen Quellen und entwirft ein Bild vom Ziel, zu dem wir hinstreben sollten. Wir erfahren, dass die höchste Gnade in einem ununterbrochenen vollständigen Kontakt mit unserem tiefsten Selbst, unserem wirklichen Ich (dem Tao, dem Atman) liegt, so dass wir über uns hinauswachsen und Teil eines grösseren Bereichs von Bewusstsein, des Göttlichen Urgrunds werden. Dies ist nach der Philosophia perennis die eigentliche Bestimmung des Menschen.
Das Buch ist gut und verständlich geschrieben. Einige Abschnitte behandeln komplizierte, tiefgründige, philosophische Gedanken, so dass man etwas langsamer lesen muss, um folgen zu können. Das einzige, was mich gestört hat, waren die relativ vielen Fremdwörter - man muss deshalb ab und zu zum Fremdwörterbuch greifen.
Insgesamt halte ich es für ein sehr gutes, faszinierendes Buch, das ich jedem an Spiritualität interessierten Leser empfehlen kann.
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Die Kunst des Sehens: Was wir für unsere Augen tun können von Aldous Huxley

Taschenbuch von Piper
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,44

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492202160, Erscheinungsdatum: Juni 2010, Auflage: 16., Aufl.
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3 Kundenrezensionen:

Sehr empfehlenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein sehr empfehlenswertes Buch. Ich habe es mir zusammen mit Janet Goodrichs Natürlich besser Sehen" gekauft. Die beiden Werke ergänzen sich in idealer Weise: Wahrend Huxley mehr Gewicht legt auf die Beschreibung der Rahmenbedingungen und die Analyse der Hintergründe für besseres Sehen, steht bei Janet Goodrich die detaillierte Beschreibung der Übungen im Vordergrund, die besseres Sehen ermöglichen.

Die beiden Bücher wecken das Interesse, das man benötigt, um das bessere Sehen wirklich zu üben. Denn eines steht fest: Der Kauf einer Brille ist bequemer, als sich mit Übungen und den natürlichen Voraussetzungen für besseres Sehen auseinanderzusetzen... leider.
Ausführlich und verständlich erklärt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe bemerkt, dass ich mal besser und mal schlechter sehe und konnte mir dieses Phänomen nicht wirklich erklären. Dann bin ich zufällig auf dieses Buch gestoßen und habe wertvolle Tipps zum richtigen "Sehen" bekommen, was man denn tuen sollte oder was lieber nicht, wie man die Augen eigentlich entspannt oder strapaziert. Dieses Buch ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen!
Eine etwas andere Art der Heilkunst
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nicht mit Kräutertränken und Zaubersprüchlein will Aldous Huxley unsere Augenleiden mit seinem Buch "Die Kunst des Sehens" heilen, sondern mit mehr oder minder einfachen Tipps und Tricks fürs "richtige Sehen". Da ich keine besonderen Augenleiden habe, kann ich leider nicht sagen, ob diese wirklich helfen, aber interessant zum Lesen ist das Buch allemal.
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Produkt-Bild: Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle

Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle von Aldous Huxley

Taschenbuch
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,18

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492100066, Erscheinungsdatum: 1995, Auflage: 17. Aufl., 91. Tsd
Zoom ± Produkt-Bild: Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle

5 Kundenrezensionen:

Stetiger Abfall
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Das Buch beginnt sehr interessant mit einem Selbstversuch mit Meskalin. Huxley schildert auf den ersten paar Seiten seine Wahrnehmung und interprediert seine Gedanken. Bis jetzt ist alles sehr spannend, doch dann vermittelt er seine Eindrücke von diversen Kunstwerken. Und genau ab der Stelle geht es nicht mehr um Wahrnehmung sondern um Kunst.

Fazit: Wer ein Buch über Drogen und ihre Wirkungsbilder sucht ist hier falsch. Aber wer einschägige Monografien über diverse Kunstwerke sucht ist hier genau richtig.
Von der Bedeutung der Halluzinogene auf die Seele und der Seele der Halluzinogene an sich!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was verbirgt sich hinter der Erfahrung durch Halluzinogene?

Nun, eben darum geht es in diesem Buch, verfasst von einem der brilliantesten Köpfe unserer Zeit. Aldous Huxley wirft mit dem Leser einen Blick auf die Schönheit des Erhabenen und gewährt Einblicke in die Tiefen der Verzweiflung und der Angst an sich! Es erzählt die Geschichte eines Versuches, der so revolutionär und visionär war, wie wohl kein anderer zu dieser Zeit. Der konstruktive Flashback eines Denkers und der Leuchtturm derjenigen, die nach der Qualität des Erlebten fragen und sich nicht von dem durchaus reizvollen Blendwerk solcher Erlebnisse an einer Einsicht hinden lassen wollen.
Hier wurde Geschichte geschrieben und wer sich mit Themen dieser Art auseinandersetzen will, für den führt kein Weg an Huxley vorbei!

Für eine Vertiefung dieses Buches und als ergänzende Lektüre empfiehlt es sich die moralischen Reflexionen ALBERT HOFMANNS zu lesen, in "LSD - mein Sorgenkind".
Interessante Denkansätze
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ob das aus medizinischer und psychologischer Sicht alles so haltbar ist was in den beiden Essays vertreten wird wage ich stark zu bezweifeln, aber dennoch enthalten diese Texte auch heute noch einige sehr interessante Denkansätze bezüglich des menschlichen Bewusstseins.
Wer sich darüber hinaus auch noch für den intellektuellen Unterbau von Bands wie den "Doors" interessiert, kommt an diesem legendären Werk Aldous Huxleys kaum vorbei.
Meskalinrausch auf zu hohem Niveau
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Zugegeben: Das Buch ist hohe Schriftstellerkunst. Aber gerade diese Kunst bzw. der allgegenwärtige Bezug zur Kunst/Malerei macht das Buch auch unglaublich anstrengend.

Die Sätze sind inhaltlich und sprachlich oft sehr hohes Niveau, was nicht nur dem (normalen) Lebensweltbezug, sondern auch der Lesefreude einen Dämpfer erteilt. Einzig die rein diskriptiven Passagen seines Meskalinrausches sind ohne Einschränkungen lesbar, weil witzig, unterhaltsam und angenehm leicht verständlich. Der Rest sind Vergleiche, Deutungen und kognitive Konstruktionen, die sich in ihrer Bedeutungsschwere leider nur Kunstkennern offenbart.

Insgesamt drei Sterne. Das versteht wenigstens jeder...
Absolut lesenswert!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der erste Teil des Buches "Die Pforten der Wahrnehmung" war für mich sehr interessant zu lesen. Man erfährt vieles über die Droge Meskalin, über den Ursprung, sowie die Verwendung von Drogen z.B. in religiösen Kreisen. Der zweite Teil "Himmel und Hölle" ist meiner Meinung nach nur etwas für wirklich Kunst interessierte Menschen. Huxley ergeht sich fast ausschließlich in kunthistorischen Betrachtungen, die er auf die Droge Meskalin, genauer gesagt, auf die Entrückung durch den Konsum dieser Droge, bezieht.
Alles in allem, gerade wenn man ein wenig für gesellschaftliche -, psychologische Bezüge vor allem aber für Kunst und Geschichte im Allgemeinen übrig hat, dann ist das Buch eine Bereicherung, da es nicht nur die Erfahrungen des Autors mit Meskalin, sondern auch interessantes Hintergrundwissen, vermittelt.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Die Krähen von Pearblossom: und die Geschichte, wie dieses und jenes und überhaupt etwas sehr Komisches geschah

Die Krähen von Pearblossom: und die Geschichte, wie dieses und jenes und überhaupt etwas sehr Komisches geschah von Aldous Huxley

Gebundene Ausgabe von Fischer Schatzinsel, Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 12,90, Angebote ab EUR 5,59

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596852110, Erscheinungsdatum: August 2007, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Die Krähen von Pearblossom: und die Geschichte, wie dieses und jenes und überhaupt etwas sehr Komisches geschah

2 Kundenrezensionen:

Einfach wunderbar!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein ganz wunderbares Buch! Klug, witzig und sehr schön illustriert. Meine 3 Jungs (3, 5 und 8 Jahre) lieben es. Wir werden es Weihnachten weiter verschenken!
für viele überraschend: Huxley kann es auch für Kinder!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Im Dezember 1944 schrieb der berühmte Aldous Huxley für die kleine Olivia eine lustige, spannende, vor allem aber einfache Geschichte. Es sollte sein einziger Ausflug in die Welt der Fabeln und der Kinderliteratur sein. Zudem verbrannte das Originalmanuskript, das er an sich genommen hatte um es zu illustrieren, wenige Jahre später bei einem Feuer, das sein Arbeitszimmer vernichtete.
Lange galt diese Geschichte als verschollen. Doch der Vater Olivias hatte eine Abschrift erstellen lassen und so konnte wenige Jahre später "Die Krähen von Pearblossom" erscheinen.

In der alten Ulme, ganz nah an der kleinen Stadt Pearblossom, wohnt ein Krähenpaar. Abraham, seines Zeichens stellvertretender Geschäftsführer einer Apotheke, ist der Herr im Haus, seine Frau hütet das Nest und frönt des Tags ihrer Leidenschaft, dem Einkaufen. Sie legt jeden Tag - außer an Sonn- und Feiertagen versteht sich - ein Ei. Doch leider sind die beiden Krähen dennoch kinderlos. Denn in der Ulme gibt es noch einen Bewohner. Eine alte Klapperschlange haust tief unten, nah bei der Wurzel des Baumes. Sie schläft die meiste Zeit, wacht aber nachmittags auf und beginnt pünktlich um halb vier an jedem Tag, den Baum herauf zu kriechen. Ihr Ziel ist das Nest der Krähen. Ohne jemals erwischt worden zu sein, verschlingt sie dort das frisch gelegte Ei.
Bis eines Tages die Krähenfrau früher von ihren Einkäufen zurückkehrt. Sie sieht die Schlange bei ihrem verwerflichen Tun und gerät in schiere Verzweiflung über soviel Boshaftigkeit. Jahr für Jahr ist sie kinderlos geblieben, weil diese alte Klapperschlange ihre Eier frisst.
Des Abends fordert sie von ihrem Mann, dass der unverzüglich die Höhle der Schlange aufsuchen und diese töten muss. Doch Abraham scheint dies keine gute Idee zu sein. Er fliegt vielmehr zum alten Uhu. Der ist ein Gelehrter und hat bestimmt eine gute Idee, wie man der Schlange beikommen kann.

Nein, die Geschichte des großen Aldous Huxley ist nichts besonderes. Die Geschehnisse sind wenig überraschend, kaum spannend und das Ende ist vorauszusehen. Stände nicht der berühmte Name auf dem Einband, die Geschichte der Krähen wäre kaum der Rede wert.
Und dennoch ist diese Ausgabe ein außergewöhnlich gelungenes Kinderbuch. Denn der einfache Text wird genial ergänzt durch die Illustrationen von Sabine Wilharm.
Sie machen aus dem kleinen Märchen eine Entdeckungsreise. Unzählige Details gilt es zu entdecken. Die Krähen, die Schlange, Häuser, Bäume und die Landschaft wird zu einem wundervollen Ort, der die Geschichte lebendig werden lässt.
Die leuchtenden Farben, der den Zeichnungen innewohnende Humor, die liebevolle Charakterisierung der Krähen und des alten Uhu lassen Kinderaugen leuchten.
So wird die mehr als sechzig Jahre alte Geschichte von Aldous Huxley zu einem kleinen Kunstwerk, dass Kindern ab fünf Jahren eine riesige Freude bereitet.
Der feste Einband, die hohe Qualität des Drucks, Layout und der kurze Text, der die Entstehung und Geschichte dieses Märchens erläutert, sind den Preis wert und machen dieses Buch zu einer absoluten Empfehlung.
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Produkt-Bild: Das Genie und die Göttin. Roman.

Das Genie und die Göttin. Roman. von Aldous Huxley

Broschiert von Piper
Angebote ab EUR 8,48

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492111424, Erscheinungsdatum: Dezember 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Das Genie und die Göttin. Roman.

Eine Kundenrezension:

Genial, Göttlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Geschichte eines genialen Professor, der nicht lebenstauglich ist, und der Frau an seiner Seite, die zwischen der Rolle der Göttin der Geborgenheit und der des Engels anzusiedeln ist, ist das vielleicht reifste Werk des 20. Jahrhunderts über das gemeinsame Altern.
Huxley schafft es, seinen Figuren Ruhe, Hilflosigkeit, Liebe, Genialität, Humor und Zynik mit brachialier Harmonie zu geben. Ein Meisterwerk, das durch seine Unauffälligkeit glänzt, und alleine deshalb als das Gegenstück zu "brave new World" angesehen werden muss.
Einen besseren Huxley gibt es nicht.
Schlussfolgerung: WIEDER AUFLEGEN, PIPER!!!!
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Produkt-Bild: Aldous Huxley: Brave New World. Lektüreschlüssel

Aldous Huxley: Brave New World. Lektüreschlüssel von Aldous Huxley

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 3,00, Angebote ab EUR 2,30

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150153662, Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Aldous Huxley: Brave New World. Lektüreschlüssel

3 Kundenrezensionen:

total hilfreich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Begleitheft gekauft, da ich das Buch in der Schule im Englisch LK durchnehme und dieses kleine Buch hat mit sehr geholfen. Die Innenhaltszusammenfassung ist sehr gut geschrieben. Die Figurenkonstellation und Charakterisation ist auch verständlich und die Interpretation ist auch gut.
Mittelprächtig
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Wer für eine Klausur eine grobe Zusammenfassung des Inhalts und der Charaktere sowie einfach zu merkende Interpretationsansätze braucht, wird mit diesem Lektüreschlüssel gut bedient sein.

Allerdings weist schon die Inhaltsangabe einige chronologische und inhaltsliche Fehler auf. So werden teilweise Handlungen wiedergegeben, die in der beschriebenen Form und zu diesem Zeitpunkt im Buch überhaupt nicht stattfinden oder bekannt sind. Zwei spontane Beispiele beim Aufschlagen einer beliebigen Seite: Bernard braucht kein Soma, um "überhaupt den Flug ins Reservat antreten zu können" (S.16 Mitte), sondern nimmt es erst viel später im Flugzeug zu sich. Im achten Kapitel wird *noch* mit keinem Wort erwähnt, dass Lenina Johns Zuneigung erwidert, wie es im Schlüssel auf S. 17 Mitte unterstellt wird.
Dies sind an sich Kleinigkeiten, die allerdings in einer Klausur oder im Unterricht zu blöden Fehlern führen können. Daher sollte man den Schlüssel auf keinen Fall ohne das Buch lesen - oder sich bessere Sekundärliteratur zulegen.

Drei Sterne gibt es für die einigermaßen gelungenen Charakterbeschreibungen, übersichtliche Strukturanalyse und verständliche Interpretationsansätze. Zwei Sterne Abzug für die fehlerhafte Inhaltsangabe und teilweise miserablen Stil sowie Oberflächlichkeit.

Fazit: Übersichtlich und leicht verständlich, allerdings auf Kosten der Qualität und des Tiefgangs.
"Brave New World" Lektürenhilfe. Hilfreich und kompetent
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Lektürenhilfe zu Aldous Huxley's "Brave New World" ist ein wirklicher Helfer. Die Erwartungen werden voll erfüllt. Die teilweise sehr schwierig verständlichen Themen werden nicht nur ausführlich, sondern auch gut verständlich dargestellt. Die Charaktere werden sehr tief durchleuchtet, die Handlungs- und Denkweisen nachvollziehbar ausgeführt. Da sich die deutsche Ausgabe teilweise von der englischen unterscheidet, werden beide Ausgaben berücksichtigt. Jeder Bereich ist so ausgearbeitet, dass man nach dem Lesen der Lektürenhilfe alles versteht. Absolut empfehlenswert.
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Produkt-Bild: Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt

Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt von Aldous Huxley

Taschenbuch von Piper
Angebote ab EUR 9,50

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492206700, Erscheinungsdatum: 1987, Auflage: 4
Zoom ± Produkt-Bild: Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt

2 Kundenrezensionen:

muss gelesen werden!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein wunderbar intelligent geschriebenes Buch von einem meiner Lieblingsautoren. Aldous traf schon zu seinen Lebzeiten den Lauf der Zukunft zu fast 100%.
Ich liebe es mich in seinen Buechern fallen lassen zu koennen...
Nichts an Aktualität eingebüsst
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Mit seinem Ende der 50er Jahre geschriebenen Essay in Anlehnung an sein berühmtes Werk "Schöne neue Welt" zeigt Huxley (antidemokratische) Tendenzen in den europäischen Demokratien auf, welche Orwells anti-utopische Gedanken noch übertreffen und bedauerlicherweise drohen, tatsächlich einzutreten. Bezeichnend ist Huxleys Ausspruch in diesem Buch: "Wir leben im Zeitalter der Fernsehsüchtigen, der Seifenopern und des Disc-Jockeys", wohlbemerkt in den 50er Jahren geschrieben! Dieses Buch sollte Pflichtlektüre im Englisch-Schulunterricht sein und sollte wachsam machen vor Konsumterror, Nationalismus und Totalitarismus.
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