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Judas 1: Kinder des Judas von Markus Heitz

Zoom Produkt-Bild: Judas 1: Kinder des Judas
Broschiert von Knaur
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 6,78

4 Punkte, empfehlenswert. 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426662779, Erscheinungsdatum: Oktober 2007
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Heitz kann auch Vampir - mit Ulldart und den Zwerge-Romanen hat sich Heitz eine treue und große Fangemeinde zusammengeschrieben, die er nun auch mit dem naheliegenden Horror-Genre beliefert: neben Werwolf-Spannung wie Sanctum oder Ritus sowie dem jenseitig-blutig gelagerten Blutportale steigt der mit Kinder des Judas auf die von Stephanies Meyers Bis(s)-Reihe ausgelöste Vamirwelle auf und macht sie schon nach wenigen Seiten unter sich platt: Sein Mix aus düsterer Wissenschaft, Alchemie, uralten Geheimnissen und der fließende Wechsel zwischen Leipzig im Jetzt und Heute und der Welt von 1670 bringt neues Blut in die pupertätsgeschädigten Adern der Nachtgestalten - ein Tipp für "erwachsene" Vampir-Liebhaber.
Sia arbeitet als Nachtschwester und gelegentlich als Showkämpferin und wenn sie Nachts Zeit hat, schreibt sie unter dem Pseudonym Scylla ihre Lebensgeschichte auf - dass sie da einiges zu erzählen hat, liegt nicht nur daran, dass sie im 17. Jahrhundert in Serbien geboren wurde; Sia heißt eigentlich Jitka und dank eines düsteren Geheimnisses aus Wissenschaft, Mystik und Vampiren ist sie als ehemaliges Mitglied der "Kinder des Judas" unsterblich und hat Dinge erlebt, gesehen und getan, die das Verständnis und Fassungsvermögen Normalsterblicher weit übersteigen. Letztendlich holt sie ihre eigene Vergangenheit in der Gegenwart ein und es kommt zu einem Finale, in dem Sia entscheiden muss wer oder besser gesagt, was sie ist.

Markus Heitz kann zweifellos gut schreiben und bei Kinder des Judas hat er sich mächtig ins Zeug gelegt - Vampir-Genuss nicht ohne Emotionen und Romantik, jedoch mit ebenso viel Blut und Gewalt. Ein Geheim-Tipp weit ab vom bestsellergeplagten Romance-Regal. --textico.de/Wolfgang Treß
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5 Kundenrezensionen:

Vampire so, wie sie seien sollten
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ein großes Lob an Markus Heitz. Mit diesem Buch hat er es geschafft, eine Vampirestory zu verfassen, die fesselnd, spannend, gruselig und actiongeladen ist. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der von den Vampireromanen ala Twilight usw. die Nase voll hat, den das ist definitiv besser. Einzige Sache die mir nict gefallen hat (daher nur 4 Sterne): Die Gothickiste hätte er zulassen sollen und es dauert ein paar Seiten bis sich die richtige Spannung einstellt (wie bei den meisten Heitz-Büchern). Aber ansonsten TOP.
Düstere Vampirgeschichte
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die in Leipzig lebende Theresia Sarkowitz, kurz Sia, begleitet einfühlsam todkranke Menschen auf ihrem letzten Weg und kann den Tod mit absoluter Gewissheit vorhersagen. Keine einfache Aufgabe angesichts der emotionalen Abgründe, die etwa das tragische Dahinscheiden eines Kindes in einem selbst aufreißt. Gerade deshalb (oder vielleicht auch gerade deshalb nicht ?) verblüfft Sias ungewöhnlicher Nebenverdienst - sie tritt beim Cage Fighting gegen brutale Gegner an und steht Diesen dabei in nichts nach. So turbulent und ungewöhnlich ihr Leben auch ist, die attraktive Frau wird von einer Geschichte verfolgt, die sie beginnt zu erzählen...
Das Mädchen Scylla lebte gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts in heute serbischem Gebiet und verlor schon früh ihre Mutter durch die Türken. Ihr bis dato unbekannter Vater Karol tauchte auf und nahm sie mit sich, um für sie zu sorgen und sie zu unterweisen. Karol war ein genialer Wissenschaftler, der diese Begabung auch in Scylla entdeckte. Dank seiner Leitung wurde aus dem talentierten Mädchen eine vielseitig bewanderte junge Frau, die sich umfassendes Wissen erwarb und deren Wissensdurst vor nichts zurückschreckte. Jedoch wartete eine Herausforderung besonderer Art auf Scylla, sie musste sich einer Prüfung durch einen geheimnisvollen Zusammenschluss von Gelehrten und Forschern - die Cognatio - unterziehen, welcher auch ihr Vater angehörte. Der intrigante Haufen eifersüchtiger Wichtigtuer stand Scylla nicht freundlich gegenüber und demütigte sie und damit auch ihren Vater und nur eine kleine Chance wurde ihr gelassen, um in die elitären Reihen der Kinder des Judas aufgenommen zu werden. Doch dann kam alles ganz anders, als der dörfliche Mob das Domizil von Vater und Tochter überrannte und auf ihre Laboratorien stieß. Die Dörfler sahen sich durch die grauenhaften Funde bestätigt in ihrer Annahme das Upire - Vampire - hier ihr Unwesen treiben. Und so fanden Scylla und Karol den Tod. Allerdings wurde Scyllas Erbe aktiviert und sie wurde zu einem Kind des Judas, denn sie erhob sich untot, ausgestattet mit allen Kräften ihrer Art. Nach einer Zeit des Mordens und der Orientierungslosigkeit wandte sich Scylla wieder ihren Forschungen zu und nachdem sie erkannte, was es mit den Kindern des Judas wirklich auf sich hat, sagte sie sich von der Cognatio los. Auch Kinder des Judas sind gezwungen zu vergehen, einzig deshalb betrieben sie den gesamten Forschungsaufwand. Karol hatte die Formel entdeckt, die unsterblich machen kann und Scylla besaß selbige. Unerbittlich wurde sie von Stund an durch ihresgleichen gehetzt, denn alle waren auf der Jagd nach dem wahrhaft ewigen Leben.
Im Leipzig der Gegenwart trifft Sia auf ihren ungeliebten Halbbruder Marek, der sie zurück in den dunklen Sumpf ihrer gemeinsamen Vergangenheit ziehen will. Wird sie sich dem entziehen können?

Ein Vampirroman der endlich mal nicht die gängigen Klischees bedient, sondern bluttriefend, marzialisch und schmutzig daher kommt: "Kinder des Judas". Da bleibt kein Funken Romantik übrig, der diese packende Geschichte weich spülen könnte. Nahezu von wissenschaftlicher Qualität ist die Sammlung an Informationen zu den einzelnen Vampirgattungen die Markus Heitz zusammengetragen hat.
Parallel werden die Geschichten von Scylla und Sia erzählt, von Beginn an ist klar, dass es eine Verbindung geben muss und Stück für Stück kommt das Geheimnis ans Licht. Scylla ist ein unheimlich interessanterer Charakter und vollkommen ungewöhnlich für eine Frau ihrer Zeit - sie seziert, präpariert, forscht, lernt die erste Liebe und deren Verlust kennen und begeht zu guter Letzt grauenhafte Morde.
Das siebenhundert Seiten umfassende Werk gehört zu einem der Spannendsten (mir bekannten) seines Genres. Einziger Kritikpunkt ist, dass die sehr in die Tiefe gehende Erzählweise im Verlauf des Buches "flacher" wird - gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und für meinen Geschmack werden sie zu schnell abgehandelt.
Fazit: Dieses Buch macht Spaß und ich habe es zwischendurch nur ungern aus der Hand gelegt. Für alle Liebhaber von Vampirromanen, denen etwas mehr Blut und Splatter nichts ausmacht und die nicht auf den Gentlemanvampir erpicht sind genau das Richtige.
Spannender Vampirthriller
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nachdem ich die beiden Bücher Ritus und Sanktum über die Werwölfe von Markus Heitz gelesen hatte, war ich neugierig wie er das Thema Vampire angeht. Ich war von Anfang total gefesselt von diesem Vampirbuch - so dass es mir schwer fiel dies aus den Händen zu legen. Jedes Mal wenn ich wieder anfangen konnte zu lesen, war es als ob man in eine andere Welt abtaucht. Dazu trägt natürlich bei, dass ein Großteil der Geschichte im 16. und 17. Jahrhundert spielt.
Ich habe das Buch "Kinder des Judas" heute zu Ende gelesen und mir mir gerade eben das Nachfolgebuch "Judassohn" bestellt. Das sollte als Rezension eigentlich alles sagen.
Erstmal reinkommen - dann super!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wenn man sich erstmal ein bisschen eingelesen hat, ein spannendes und fesselndes Buch. Kampfszenen und Blutrünstigkeit sollte man aber abkönnen! ;-)
Ich fand das Buch super, habe mir gleich darauf den Nachfolger gekauft und kann den dritten Band nicht erwarten!
Geduld wird belohnt
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ob die Story wirklich 700 Seiten braucht lassen wir jetzt mal offen. Fest steht, dass der Leser etwas Geduld mitbringen muss, denn Heitz lässt sich viel Zeit für seine Figuren. Belohnt wird diese Geduld dann aber durch viel Action (Die auch zwischendurch schon für etwas Spannung sorgt) schräge Figuren und eine wirklich völlig kitsch- und klischeefreie Handlung. wer hier Twilight erwartet, liegt verkehrt. Es geht hart zur Sache. Hier und da ist mir Heitz' Stil etwas zu eingebildet. Seine Heldin kommt einem manchmal fast unbesiegbar vor, was sie leider etwas unsympathisch wirken lässt. Das Buch spielt allerdings in zwei Zeitebenen (Wie schon Sanctum und Ritus)und die in der Vergangenheit kann wirklich überzeugen. Die in der Gegenwart bietet dafür erfrischende Abwechslung. Auch wenn das Buch einen langen Anlauf braucht, langweilig wird es nie. Ob man unbedingt eine Trilogie daraus machen musste weiß ich nicht. Dafür muss ich erst die Fortsetzungen lesen. Auf jeden Fall macht man mit den Romanen von Markus Heitz nicht viel verkehrt, wenn man blutige Fantasyaction mag. Man muss ihm einfach lassen, dass er wirklich gute Ideen hat.
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