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Ein eiskaltes Grab: Roman von Charlaine Harris

Zoom Produkt-Bild: Ein eiskaltes Grab: Roman
Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,75

4 Punkte, empfehlenswert. 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423211962, Erscheinungsdatum: Februar 2010
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5 Kundenrezensionen:

kontinuierliche Steigerung - Prädikat gut
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Endlich ist er da, der dritte Band um Harper Connelly und ihren Stiefbruder Tolliver Lang. Nachdem sie von einem Blitz getroffen wurde, ist Harper fähig mit Toten zu kommunizieren. Sie kann ihre letzten Minuten noch einmal sehen und die einsamen Seelen, wenn noch unentdeckt, flüstern hören. Harper weiß, wie sie gestorben sind, denn sie spürt die Empfindungen der Toten und es ist unglaublich interessant, was die Toten alles so zu erzählen haben. Im Fall eines Verbrechens bleibt ihr der Blick auf den Täter jedoch verwehrt.

Harper und Tolliver fahren durch die Lande und spüren Tote auf, immer dort, wo sie einen Auftrag haben. Von irgendetwas müssen sie ja leben, obwohl manche Menschen ziemlich pikiert darüber sind. In Doraville findet Harper nicht nur die eine Leiche, wegen der sie gerufen wurde, sondern ein ganzes Feld voll. Jede Menge Schmerz und Qual dringen in ihr Bewusstsein, die ausnahmslos jungen Männer wurden alle zu Tode gefoltert. Abgründe menschlichen Verhaltens offenbaren sich ihr, die Stadt ist geschockt und kann nicht glauben, dass ein Monster unter ihnen weilt. Aber der oder die Täter haben auch Angst vor Harper, und so findet sie sich schnell im Krankenhaus wieder - als Patientin.

Waren die vorherigen Bücher Grabesstimmen und Falsches Grab nur ein Vorgeplänkel? Paukenschlägen gleich trommeln die Ereignisse auf Harper und Tolliver ein, es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und neue Tote. Beide werden wieder einmal in die Ermittlungen involviert und geraten in höchste Gefahr. Nichts hält sie davon ab, ihre Talente zur Verfügung zu stellen, zum ersten Mal sind auch die Dorfbewohner ihnen wohlgesonnen. Und endlich passiert auch das, worauf wir Leser schon seit dem ersten Band sehnlichst gewartet haben. Die beiden entdecken ihre Gefühle füreinander, was bei allen einen Strom der Erleichterung nach sich zieht. Trotzdem werden dadurch die grausamen Taten nicht geschmälert, Folter und Vergewaltigung werden zwar nicht bis ins kleinste Detail geschildert, aber doch genügend dargestellt, um Übelkeit zu erzeugen. Die Spannung bleibt bis zum Schluß und ein kleiner Junge begeht eine wahre Heldentat.

Wer Sookie Stackhouse nicht mag, der wird sich hiermit wohlfühlen. Die Geschichten um Harper und Tolliver haben mit Sookie nichts gemeinsam, sie sind ernsthafter und realistischer, das Flüstern der Toten birgt eine ungeheuere Faszination. Leider wird es wohl nur noch einen weiteren Band um die beiden sympathischen Helden geben, hoffentlich werden dann alle Verwicklungen gelöst und alle Familienmitglieder gefunden. Eigentlich ist hier noch eine Menge Potential versteckt, man kann nur inständig hoffen, dass Charlaine Harris noch Lust auf weitere Einflüsterungen der Toten hat. Ein absolut gelungenes und geschmackvolles Cover rundet dieses Buch noch zusätzlich ab, hier hat sich der Verlag wirklich Mühe gegeben.

Fazit

Das Flüstern der Toten birgt Faszination und Grausamkeit gleichermaßen. Charlaine Harris hat hier eine spannende Serie mit zwei außergewöhnlichen Protagonisten erschaffen, die durch ihre besondere Begabung einfach nur fesselt. Hoffentlich gibt es noch viele weitere Bände mit den beiden und ihrer Familie, Potential ist auf jeden Fall noch genügend vorhanden.
Düster, spannend, ungewöhnlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Harper Conelly, 23, ist wieder mit ihrem Stiefbruder und Manager Tolliver Lang geschäftlich unterwegs. Seit sie als Teenager vom Blitz getroffen wurde, kann sie Leichen aufspüren und in den allermeisten Fällen auch die Todesursache benennen. Daraus haben die beiden Stiefgeschwister einen Beruf gemacht.

Sandra Rockwell, der neue Sheriff von Doraville, North Carolina, hat die beiden gerufen, wenn auch nicht aus innerer Überzeugung, sondern mehr aus Gründen des Erfolgsdrucks. "In den letzten fünf Jahren sind in diesem Bezirk immer wieder Jungen verschwunden", erklärt sie den beiden. "Wenn ich 'Jungen' sage, meine ich Jungen zwischen vierzehn und achtzehn". (S. 18) Keiner von ihnen hatte Grund zum Weglaufen, und wenn sie verunglückt wären, hätte man inzwischen die eine oder andere Leiche finden müssen. Für Sheriff Rockwell liegt es auf der Hand, dass die Jungs einem Serienmörder zum Opfer gefallen sind und irgendwo verscharrt wurden.

Auf dem verlassenen Grundstück, auf dem das Handy eines der Vermissten gefunden wurde, spürt Harper die Signale gleich mehrerer Toter. Acht Jungs liegen hier, und alle wurden gefoltert und zum Sterben liegen gelassen. Die Polizei lässt die Leichen ausgraben und kann Harpers Aussagen samt und sonders bestätigen.

Wenn es nach den beiden Stiefgeschwistern ginge, würden sie nun ihr Honorar kassieren, und schnellstmöglich verschwinden. Aber das klappt selten. Normalerweise ist es die Polizei, die Harper und Tolliver an der Abreise hindert, weil sie die Gabe der jungen Frau für Täterwissen hält. Aber hier leuchtet selbst dem Dorfsheriff und dem State Bureau of Investigation ein, dass die beiden ortsfremden Dienstleister nichts mit einer seit Jahren andauernden Mordserie zu tun haben können. Der Täter muss ein Einheimischer sein.

Dieses Mal ist es der Mörder selbst, der Harpers und Tollivers schnelle Abreise vereitelt. Als Harper ihr Gepäck ins Auto bringt, wird sie krankenhausreif geschlagen. Damit hat der Täter ein sauberes Eigentor geschossen. Denn jetzt haben die beiden nicht nur ein persönliches Interesse an der Lösung des Falls, sondern auch hinreichend Zeit und Gelegenheit, sich damit zu befassen.

Die übersinnliche Krimihandlung ist nur ein Aspekt der Serie. Der andere ist die Beziehung der Personen untereinander. Die Harper und Tolliver sind mit einer Handvoll weiterer Stief- und Halbgeschwister in katastrophalen Verhältnissen aufgewachsen - im Wohnwagen mit drogensüchtigen und kriminellen Eltern, die zwischen Rausch und Knast hin- und herpendelten und zuließen, dass ihre Kinder verwahrlosten. Solche "wir-gegen-den-Rest-der-Welt"-Erlebnisse schweißen zusammen. Doch seit Harper und Tolliver gemeinsam durch die Lande ziehen, hat sich ihre Beziehung verändert. Aus geschwisterlicher Zuneigung ist Liebe und Begehren geworden, aber keiner von beiden wagt es, das vor sich selbst oder gar vor dem anderen zuzugeben. Zu groß ist die Angst, die vertrauensvolle freundschaftliche Beziehung zu zerstören - und sich damit auch noch die berufliche Existenz zu ruinieren.

Durch diese Veränderung ist ein neuer Aspekt in die düstere Krimi-Atmosphäre gekommen. Nicht nur die Erotik ... wobei man darüber streiten kann, ob man als LeserIn immer alles so genau wissen will. Aber nun gibt es plötzlich einen Hauch von Hoffnung, dass Harper und Tolliver eines Tages tatsächlich zu dem ruhigen, spießigen Leben in einem Vorstadthäuschen kommen könnten, von dem sie so oft reden und träumen. Bislang konnte man sich nie so recht vorstellen, wie das aussehen soll. Bruder und Schwester mit jeweiligem Partner unter einem Dach? Schwierig ... Und man sah die beiden im Geist schon bis ans Ende Ihrer Tage ruhelos reisen.

Doch jetzt sollen sie ruhig noch ein paar düster-übersinnliche Kriminalfälle lösen. Sie machen das sehr spannend und unterhaltsam. Und was aus der einen oder anderen Nebenfigur wurde oder wird, möchten wir bitte auch noch geklärt haben. Ohne dass der Verbleib von Cameron, Harpers vor Jahren verschwundener Schwester, enthüllt wird, sollten die beiden möglichst nicht in ein idyllisches Vorstadtleben entschwinden!
Schund
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Das ist wohl eines der schlechtesten Bücher das ich jemals gelesen habe. Die Handlung wirkt konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, der Plot an vielen Stellen völlig unlogisch. Die Charaktere blass gezeichnet, die Sprache ohne Tiefgang. Irgendwie kommt mir das Ganze vor wie ein Groschenroman: grauenhafte Massenmorde, hilfloses Weibchen, unerfüllte Liebe, unfähige Behörden, eine einsame Hütte am See, Showdown mit viel Blut, und ein Happy End mit etwas seichter Erotik. Ich habe das Buch nur deshalb fertiggelesen weil es so dünn war.....
Eine eiskalte Fortsetzung...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eins sei vorab gesagt- mit den Sookie Stackhouse Bänden sollte man diese Serie besser nicht vergleichen. Aber das macht sie nicht schlechter- nur anders.

Der dritte Band um die ungewöhnliche junge Harper Connelly führt uns wieder in eine Kleinstadt, in der beklemmende Dinge geschehen. Jugendliche, genauer gesagt junge Männer verschwinden, und wenn es auch nur die geringste Hoffnung gäbe sie noch leben zu finden, dann hätte man Harper niemals um Hilfe gerufen.

Über den Inhalt möchte ich hier nicht zu viel verraten, wem die ersten beiden Bände dieser Serie gefallen haben der wird vom dritten Band mit Sicherheit begeistert sein. Diesmal steht nicht nur der Fall im Focus des Buches auch das Privatleben von Harper bekommt Aufschwung.

Wer jedoch nicht die ersten beiden Bände gelesen hat, der sollte besser auch nicht bei Teil drei einsteigen, denn obwohl doch so einiges gerne noch einmal im Vorbeigehen" für den unaufmerksameren Leser angerissen wird, ohne Vorkenntnisse macht das Ganze nur halb so viel Spass.

Absolut kurzweilig und spannend, ich warte und hoffe schon auf einen vierten Teil.
Heiße Unterhaltung für kalte Nächte.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Mit Harper Connelly hat Charlaine Harris Storys eine zweite, ebenso toughe wie sensible Heldin neben ihrer erfolgreichen Telepathin Sookie Stackhouse aus den "True Blood" - Storys geschaffen.

"Eiskaltes Grab" ist nun bereits das dritte Abenteuer mit der Totenfinderin Harper und ihrem Stiefbruder Tolliver Lang. Diesmal muss sich unsere Heldin in einem besonders grausamen Fall mit der Entführung und dem Tod von mehreren Jungen herumschlagen - die Sache verlangt psychisch alles von ihr. Und dazu geht auch noch privat alles bei ihr drunter und drüber, stellt sie doch fest, dass sie sich heftig in ihren Stiefbruder verliebt hat. So ist "Eiskaltes Grab" nicht nur Charlaine Harris' bislang härtester Fall, sie würzt ihn auch mit einem gehörigen Schuss Erotik. Spannende und heiße Unterhaltung für kalte Nächte.
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