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Das Bonus-Geheimnis und andere Geschichten aus der Business Class von Martin Suter

Zoom Produkt-Bild: Das Bonus-Geheimnis und andere Geschichten aus der Business Class
Broschiert von Diogenes
Preis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 7,75

4,5 Punkte, empfehlenswert. 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3257240317, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

Kurzweil mit Tiefgang
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein wunderbares Buch! Wunderbar kurze Geschichten aus der Geschäfts- und Managementwelt, mit Präzision erzählt. Kolumnenfutter, wie man es sich wünscht. Ein Schreibstil für Geniesser.
Wer die großen Tiere aus nächster Nähe beobachten will (und besonders ihre Schwächen), der wird hier glücklich. Denn Schadenfreude ist bei den kurzen Stories eine omnipräsente Zutat.
MbI - Management by Intrigue
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eine Vielzahl an Spitzfindigkeiten, kleinen und mittleren Bosheiten, Intrigen und die eine oder andere Dummheit küren die aktuelle Sammlung aus Geschichten der Business Class von Martin Suter. In zwei ein halb Seiten pro Anekdote winden sich Manager (v.a. des unteren und mittleren Managements) durch Strategien, Netzwerke und Work-Life-Bilanzen - mehr oder weniger erfolgreich. Zentrale Diskussionspunkte sind entsprechend dem Titel Boni und ihre Höhen, zu niedrige Gehälter im Allgemeinen und Möglichkeiten bei diesen einzusparen.

Spannend ist nicht allein die unmissverständliche Zeichnung der Rolle "Manager", sonder auch jene der Frauenwelt - Hausfrauen und Mütter bzw. Sekretärinnen und Kampf-Assistentinnen, versteht sich.

Wunderbar karikiert, treffend sarkastischer Unterton, die eine oder andere Wahrheit nicht ausgeschlossen greift Suter seinen Managern und ihren Karriereplänen unter die Arme, legt ihnen Anglizismen in die Münder, erhebt sie über das gemeine Volk und verleiht ihnen ausreichend Eitelkeit.

Bissig! Phantastisch!
Kartoffelstock mit Seeli von den Ufern weggegessen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
60 Anekdötchen aus dem Schweizer Business-Leben, heiter und mit reichlich Selbstironie (eines Schweizers über die Schweizer), als Kolumne im Züricher Tages-Anzeiger niedergeschrieben. Dabei erfährt der Leser etwas über Happyologie, wichtige und weniger wichtige CEO's, Karriere- und Bonus-Geilheit, Kartoffelstock mit Seeli und sonstige Ess- und Sprachgepflogenheiten in der Alpenrepublik, in der die im Business-Jargon verwendeten Anglismen augenscheinlich zunehmen mit der Stockwerkhöhe der Führungsetagen. Insgesamt ein Büchlein zum Weglesen - Entspannen - Schmunzeln. Und die Parallelen zu deutschen Business-Etagen sind offensichtlich, deren cool-lässige Repräsentanten den schweizer Kollegen sicher in nichts nachstehen.
Die Welt des Managements - genial karikiert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es gibt Bücher, die treffen den Nerv der Zeit. Doch kaum eines so gewaltig, wie Martin Suters neuestes Werk, der geniale Abschluss der Business-Class"-Reihe. Die knappen, pointierten Short-Storys geben erneut einen tiefen Einblick in die Welt der Manager, der CEOs und lassen erahnen, warum wir alle miteinander in der Krise stecken: Geilheit - auf Karriere, auf Geld und auf das Ansehen. Das eigene Ego muss und will sowieso gepflegt werden! Das sind die Dogmen, die zehn Gebote der Führungskräfte und der Schweizer Autor Martin Suter entlarvt sie zum wiederholten Male so wunderbar, dass sie dem krisengeplagten Leser das schadenfrohe Grinsen so gar nicht mehr aus dem Gesicht vertreiben können.

60 giftige und gnadenlose Kolumnen sind in Das Bonus-Geheimnis zusammen gefasst. Geschichten, die das wahre Leben eines Chief Executive Officers (CEO) schreibt. Suter führt uns in die für Otto Normalverbraucher oft obskure Gedankenwelt der Führungselite. Hahnenkämpfe jederzeit, Intrigen allerseits, Eitelkeiten sowieso! Die Figuren sind unsympathisch, gefühlslos und karrieregeil und Martin Suter karikiert sie gnadenlos. Er macht sie zu Witzfiguren, die in Fettnäpfchen treten und sich durch ihre Eitelkeiten und Arroganz meist selbst ins Abseits schießen, sich ganz besonders schlau vorkommen und nicht bemerken, dass alle anderen über sie lachen.

Arme Manager - tolles Buch!
" Ab einem gewissen Gehaltsniveau stellt sich die Frage der Qualität nicht mehr. "( Zitat: Suter)
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Martin Suters ironische Kurzgeschichten aus dem gehobenen Management verdeutlichen, dass diese Hierarchieebene noch immer eine Männerdomäne ist, in der vermeintliche Alphamänner in einem geradezu neurotischen geführten Wettbewerb zueinander stehen und darum streiten wer hier eigentlich der Erfolgreichste von allen ist.
Ihr Erfolg bemisst sich am Geld, an den Gehältern, bemisst sich aber auch an der Höhe ihres Bonus, den ein jeder am liebsten an die große Glocke hängen möchte. Schließlich möchte man zeigen, welch toller Hecht man ist. Statussymbole, wie entsprechende Automobile, klischeehaftes Verhalten - man raucht Cohibas und trinkt uralten Armagnac- sind den Jungs wichtig. Damit verdeutlichen sie, dass sie dazugehören. Ihr Habitus ist geradezu unerträglich stromlinienförmig. Wie Lemminge laufen sie alle in eine Richtung, weit davon entfernt wirkliche Alphamänner zu sein.
Woran es ihnen fehlt ist Individualität und Kreativität, woran es mangelt ist die Fähigkeit in der Krise ihren Mann zu stehen. Krisenmanagementaufgaben werden in der Regel an externe Berater vergeben. " Ab einem gewissen Gehaltsniveau stellt sich die Frage der Qualität nicht mehr. "( Zitat: Suter)
Suter macht unmissverständlich klar, dass wirkliche Freundschaften unter Kollegen auf der leitenden Angestelltenebene nicht funktionieren. Alle strampeln um die Gunst des Eigentümers einer Firma, der, wenn er intelligent genug ist, es bestens versteht seinen Vorteil aus dem Konkurrenzgerangel zu ziehen.
Frauen erlebt man in Suters Geschichten als Ehefrauen oder Sekretärinnen, denen sich die Jungs gerne unterwerfen, sofern sie ihr Leben organisieren und ihre Wunden lecken, welche oftmals sehr schmerzen, denn im Kampf um die Position in der Hierarchie sind alle Mittel erlaubt. Hinterhältigkeiten jedweder Art werden eingesetzt, um hierarchisch zu punkten. Kooperation scheint ein Fremdwort zu sein.
Gerade in Zeiten der Krise ist es aber notwendig gemeinsam an einem Strang zu ziehen und zwar in die gleiche Richtung. Suters wenig frohe Botschaft aus dem Buch lautet: Die Jungs haben es noch nicht begriffen. Sie haben leider nicht in erster Linie die Sache- das Wohl der Firma-, sondern nur die Befriedigung ihres Egos im Kopf. Die Ergebnisse solchen Handelns darf man derzeit täglich in den Wirtschaftnachrichten verfolgen.
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